5 Streitereien, die Paare nach der Trennung bereuen

Geht eine Beziehung in die Brüche, ist das immer schmerzhaft. Noch mehr, wenn man eigene Fehler erkennt - aber nicht mehr rückgängig machen kann!

Traurig, aber wahr: Fast jede zweite Ehe in Deutschland wird geschieden. Und egal ob man nur ein paar Monate, 20 oder 50 Jahre zusammen war - rückblickend gibt es immer Dinge, die man bereut. Zum Beispiel unnötige Zankereien, die die Romantik verblassen und schließlich ganz verschwinden ließen. Wegen dieser fünf Themen geraten viele Paare aneinander - und wissen später: Man hätte vieles besser machen können. Wir erklären, was.

Die meisten Frauen gehen aus diesem Grund fremd

1. Der Haushalt: Das Alltags-Monster

Die Wäsche stapelt sich gefühlt bis zur Decke und im Abflusssieb kleben die Überreste vom Spinat. Mh, lecker! Gerade nach einem stressigen Tag kann es passieren, dass man sich wegen der Hausarbeit in die Haare kriegt. "Nie machst du...", "Alles räume ich dir hinterher...", "Ich muss mich um alles kümmern..." - aus einer gereizten Stimmung entstehen schnell Anschuldigungen und am Ende steht ein riesiger Streit. Nach der Trennung erscheinen solche Auseinandersetzungen oft albern und unnötig. Warum hat man nicht vernünftig über eine gerechte Arbeitsteilung geredet und zum Beispiel einen Putz-Plan erstellt? Oft scheitern Kleinigkeiten nur daran, dass man nicht genügend miteinander kommuniziert.

2. Die Schwiegereltern: Die Unruhestifter

Wo verbringen wir Weihnachten? Mögen mich seine Eltern? Darf seine Mutter so in die Erziehung unserer Kinder eingreifen? Eltern und Schwiegereltern bringen oft jede Menge Konfliktpotenzial in die Beziehung. Der Fehler, den viele Paare machen: Sie lösen die Konflikte nicht gemeinsam. Das aber erkennen die meisten zu spät. Sie kommt nicht mit seiner Mutter klar? Dann sollte man nach Kompromissen suchen - etwa, dass man gemeinsame Besuche reduziert. Und wenn er das zweite Jahr in Folge bei seinen Eltern Weihnachten feiern möchte - warum nicht mal beide Familien an einen Tisch bringen?

3. Die Eifersucht: Beziehungskiller Nr. 1

Eifersucht zählt zu den häufigsten Trennungsgründen. Klar, ein bisschen Eifersucht gehört in jede Beziehung. Aber wenn es so weit geht, dass man dem Partner grundlos Seitensprünge unterstellt oder ihm sogar nachspioniert, hört der Spaß auf. Ist die Scheidung dann da, fragt man sich vielleicht rückblickend: Habe ich damals nicht übertrieben? Schließlich war er ja nur mit seiner Kollegin essen. Das Problem ist, dass Eifersucht sich nicht einfach ausknipsen lässt. Der Schlüssel: Das Selbstbewusstsein stärken, etwa durch ein Hobby, das neue Herausforderungen und Erfolge mit sich bringt. Oder durch kleine Rituale, wie fünf tägliche Komplimente an sich selbst. Wer an Selbstvertrauen gewinnt, ist weniger eifersüchtig!

4. Die Kinder: Die Bewährungsprobe

So sehr Nachwuchs auch eine Liebe krönen mag - er stellt sie auch immer vor eine Herausforderung. Die ersten Wochen? Stress pur! Kleine Zickereien sind da ganz normal. Auch später gibt es immer wieder Reibungspunkte in Sachen Erziehung. Wie teuer darf das Geburtstagsgeschenk sein, welche Schulen sollen die Kleinen besuchen, wie lange darf die Tochter ausgehen...Wenn es zu spät ist, stellen viele Paare fest, dass es damals einfach mehr Teamwork gebraucht hätte. Mehr Absprachen, Zusammenhalt, Liebe! Statt zu streiten, hätte man sich gegenseitig unterstützen und beraten sollen. Zur Not auch, indem man einen festen Abend in der Woche für Erziehungsthemen vereinbart.

5. Das Geld: Da hört die Liebe auf

Unnötige Ausgaben, gemeinsame Konten oder laufende Kredite - viel zu oft gerät man wegen des unromantischsten Themas der Welt aneinander. Auch während und nach der Scheidung bleiben die Finanzen ein Thema, etwa der Hausverkauf oder der Unterhalt. Was vielen erst nach der Trennung auffällt: Hätte man mehr Lebensenergie der Zweisamkeit (etwas Unbezahlbares!) gewidmet, wäre die Beziehung vielleicht nicht gescheitert. Überhaupt merkt man oft im Nachhinein, dass man falsche Prioritäten gesetzt hat und sich zwischendurch hätte fragen sollen: Was ist mir wirklich wichtig in der Beziehung?

Übrigens: Geschiedene Paare bereuen nicht nur Streitthemen, sondern manchmal auch, dass sie NICHT gestritten haben. In einer Harmonieblase durchs Leben fliegen, um jede Konfrontation zu meiden? Keine gute Idee! Manchmal kommen verborgene Konflikte erst durch einen Streit an die Oberfläche - und können anschließend aus der Welt geschafft werden. So lange man fair diskutiert, keine Themen aufbauscht, und das Versöhnen nicht vergisst, kann Streit in Maßen eine Beziehung auch bereichern!

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