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Spontanhochzeit Weddingplannerin verrät 8 Tipps, wie du schnell und stressfrei heiraten kannst

Beziehung: Ein junges Hochzeitspaar in einer Stadt
© Olena Andreychuk / Shutterstock
Eine Traumhochzeit erfordert monatelange Planung? Nicht unbedingt. Weddingplannerin Isabel Merfort verrät acht Tipps, wie wir schnell, stressfrei und stilvoll heiraten können.

Die Planung einer Hochzeit kann Monate oder sogar Jahre in Anspruch nehmen. Bis der Wunschtermin gefunden und verfügbar ist, die perfekte Location frei, die Brautjungfer aus ihrem Sabbatical zurück, das maßgeschneiderte Prinzessinnenkleid maßgeschneidert, die Lieblingsband ihr Comeback gefeiert hat ... ja, das mag dauern. Ist dann endlich alles organisiert und der schönste Tag des Lebens bis ins letzte Detail geplant, kommt plötzlich ein Virus um die Ecke, das wie eine Biermarke heißt, und macht uns einen Strich durch die Rechnung. Kann passieren.

Also warum nicht mal über eine Spontanhochzeit nachdenken? Laut Weddingplannerin Isabel Merfort liegen spontane Trauungen in kleinem Kreis derzeit absolut im Trend. In den USA und Australien hat sich dafür der Begriff "Minimony" durchgesetzt – für "Mini-Zeremonie". Zusammen mit ihrem Team von "Isabel Merfort Hochzeitsplanung" in Berlin hat die Expertin bereits einige Minimonys geplant und durchgeführt. Mit uns hat sie acht Tipps geteilt, die bei der Organisation einer Spontanhochzeit helfen können.

Weddingplannerin verrät 8 Tipps für eine spontane Hochzeit

1. Prioritäten setzen

Was ist euch bei eurer Hochzeit besonders wichtig? Um das herauszufinden, bietet sich zum Beispiel die "Warren-Buffet-Methode" an: Schreibt die wichtigsten 25 Dinge auf, streicht die letzten 20 und schwupps: Da habt ihr eure Top 5. Oder ihr beschränkt euch von vornherein auf drei bis fünf Prios, damit ihr gar nicht erst Gefahr lauft, euch in der "schönen und kreativen Hochzeitswelt" zu verlieren, wie Isabel Merfort es formuliert.

2. Checklisten und notwendige Unterlagen 

Um den Kopf von planerischem Ballast zu befreien, empfiehlt Isabel Merfort, möglichst frühzeitig beim Standesamt zu klären, welche Unterlagen bei einer Hochzeit benötigt werden, und von vornherein mit einer Checkliste zu arbeiten. "Bei einer spontanen Hochzeit, kommt alles auf einmal und man verliert leicht den Überblick", so die Expertin. Im Netz gibt es kostenlose Checklisten zur Hochzeitsplanung, die ihr zufolge eine echte Hilfe sein können.

3. Flexibel im Termin

Um eine höhere Chance auf einen Termin beim Standesamt oder auch für die Wunschlocation zu bekommen, empfiehlt die Weddingplannerin, unter der Woche zu heiraten. Zudem seien an Werktagen die Kapazitäten bei den Dienstleistenden größer, was die Koordination und Kommunikation mit allen Parteien einfacher mache. Und da sich angesichts eingeschränkter Reisemöglichkeiten sowieso bei einigen Menschen ein paar Urlaubstage angesammelt haben: Warum nicht? 

4. Gästeliste klein halten 

Je kleiner die Gästeliste, desto leichter ist es, einen Termin zu finden, der allen passt, und desto schneller sind die Einladungen verschickt. "Die wichtigsten Herzensmenschen sollten natürlich nicht fehlen", sagt Isabel Merfort. Doch genau wie bei Essen, Band, Deko und Co. gelte auch für die Gästeliste einer Spontanhochzeit: Prioritäten setzen. 

5. Digitale Einladungen

Die Zeiten der postalisch verschickten, sorgfältig ausgewählten und individuell bedruckten Einladungskarten sind vorbei – jedenfalls seien Karten laut Isabel Merfort absolut kein Muss mehr. "Eine schöne Grafik via Whatsapp oder eine Mail via Paperless machen digital ästhetische, ansprechende Einladungen möglich", so die Expertin. "Eine Website im Baukastenprinzip ist ebenso leicht erstellt und gibt gleich viele organisatorische Punkte wie Ablauf, Anfahrtsweg, Dresscode, Ansprechpartner und vieles mehr an die Gäste weiter." Zudem ließen sich über eine Website Unverträglichkeiten oder Vorlieben der Gäste für ein Menü schneller und einfacher abfragen.

6. Hilfe in Anspruch nehmen

Selbst bei einer Minimony rät Isabel Merfort Brautpaaren davon ab, die Organisation ganz allein zu schultern. "Auf alle Fälle Hilfe holen", sagt die Hochzeitsplanerin. "Vielleicht die beste Freundin, die Schwiegermama oder Arbeitskollegin – aber Achtung: die Person sollte ein Organisationstalent und kein Stressfaktor zusätzlich sein." Die sicherste Bank, um Druck und Stress zu minimieren, ist natürlich, eine professionelle Weddingplannerin wie Isabel Merfort zu engagieren. Da Profis wie sie in der Regel sehr erfahren sind und mit Dienstleistern vernetzt, können sie auch für Qualität garantieren, wenn zum Beispiel aufgrund der Kurzfristigkeit kein Probeessen oder Probestylingtermin möglich ist.

7. Kleidung und Ringe

Laut Isabel Merfort haben maßgeschneiderte Brautkleider und Anzüge oftmals eine Vorlaufzeit von bis zu sechs Monaten. Daher rät sie, einen Brautausstatter mit einer rundum Dienstleistung aufzusuchen: Ein möglichst großer Bestand zum Sofortkauf und eine interne Schneiderin, da fast immer etwas angepasst werden müsse. "Ringe sollten direkt beim Goldschmied bestellt werden, dieser kann schneller auf individuelle Wünsche eingehen", so die Expertin. Falls das Zeitfenster nicht ausreicht, könnten Ringe auch im Nachgang noch graviert oder angepasst werden.

8. Drei bis vier Wochen einkalkulieren

Auch bei einer Spontanhochzeit gilt: Heute die Entscheidung treffen und morgen vor den Altar ist dann doch nicht ganz drin. Isabel Merfort empfiehlt, sich auf mindestens drei bis vier Wochen Planungszeit einzustellen. "Mails, Anrufe, Termine, Verträge, Preisverhandlungen, wieder Mails … die Kommunikation mit allen Beteiligten kann manchmal sehr zäh sein", sagt die Expertin. Aber solange die zähen Verhandlungen nach der Hochzeit vorbei sind und sich nicht auf die Ehe ausweiten, wollen wir uns darüber mal nicht beschweren. 

Verwendete Quellen: Interview, isabelmerfort.de

sus Brigitte

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