Querschnittsgelähmter Mann geht zum Altar

Ein querschnittsgelähmter Mann kann bei seiner Hochzeit an der Seite seiner Frau zum Altar gehen. Dieses kleine Wunder verdankt er der Liebe und einem Roboter.

Das Leben von Matt Ficarra hat sich 2011 dramatisch verändert. Bei einem Tauchunfall bricht der damals 27-Jährige sich den Nacken und ist querschnittsgelähmt. Man sagte ihm, dass er sich von der Brust abwärts nie wieder bewegen könne, aber nach einiger Zeit spürte er einige Körperteile wieder.

Als er sich vergangenen Dezember verlobte, setzte er sich neue Ziele. Hohe Ziele. Er schwor sich, an seiner Hochzeit nicht im Rollstuhl zum Altar zu fahren. Und er hat es geschafft. Geholfen hat ihm seine Willensstärke - und ein Roboter. Dieser legte sich wie ein Korsett um seine Beine und verstärkte seinen Rücken. Er ist ausgerichtet für querschnittsgelähmte Menschen, die noch ein wenig Kraft in den Armen haben. Das Gerät wird normalerweise nur in Reha-Einrichtungen verwendet. Aber das störte den ehrgeizigen Matt Ficarra nicht. Seit April 2014 trainierte er für die Hochzeit, für den Gang zum Altar.

Die Freude ist ihm anzusehen, als der große Tag gekommen ist. Zur Sicherheit geht sein Trainer aus der Reha hinter ihm. Aber diese Unterstützung braucht er gar nicht. Über den Moment sagt er in einem Interview: "Es fühlt sich toll an, verheiratet zu sein. Und ich habe mein Ziel erreicht, bei meiner Hochzeit wieder zu gehen." Seine Frau strahlt: "Es war sein Traum. Für mich ist es nicht von Bedeutung. Ich möchte ihn bei mir haben für den Rest meines Lebens - stehend oder sitzend."

Text:bia
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