Trauringe: Von den Kosten bis zur Gravur

Sie bekommen zur Hochzeit eine Urkunde und vielleicht einen neuen Namen im Pass - aber das aussagekräftigste Symbol Ihrer Hochzeit sind die Ringe. Was Sie darüber wissen sollten - von den Kosten bis zur Gravur - lesen Sie hier.

Warum eigentlich ein Trauring?

Die Tradition des Ringtauschs zur Vermählung gab es schon in der Antike; der Trauring symbolisiert seit jeher die immerwährende Liebe. Trauringe sind meist schlichter als Schmuckringe, und sie bestehen in der Regel aus Gold: Gelb-, Rot- und Weißgold sowie Platin sind die gängigen Materialien, oft auch in Kombination untereinander. Trauringe mit Edelstein sind meist mit einem Diamanten besetzt, es gibt aber auch Eheringe, die mit einem Saphir oder einem Rubin verziert werden. "Diese drei Steine sind am widerstandsfähigsten - schließlich soll der Ring ein Leben lang halten", sagt Regine Ulber, Trauringexpertin bei Juwelier Wempe in Hamburg.

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Wie lange dauert die Anfertigung?

Trauringe können auch erst kurz vor der Hochzeit gekauft werden: "Bei uns dauert die Anfertigung etwa zehn Tage", sagt Regine Ulber. Nur wer Ringe mit einem individuellen Design will, sollte drei bis vier Wochen vor dem Stichtag beim Juwelier vorbeischauen. Tipp von Brigitte.de: Gehen Sie lieber zeitig zum Juwelier - falls Ihnen die Ringe nicht gefallen oder sie doch nicht optimal passen, haben Sie noch einen Zeitpuffer.

Unterschiedliche Ringe/ Einzelanfertigungen

Mithilfe dieses Instruments wird die passende Ringgröße ermittelt.

Viele Paare entscheiden sich für die Variante "Ring mit Stein für sie, ohne Stein für ihn". Wer einen ganz bestimmten Ring gern als Trauring hätte - zum Beispiel das Urlaubsmitbringsel aus Silber im Keltenmuster -, kann diesen Ring zum Juwelier bringen. Der fertigt dann zwei Eheringe nach Maß und im gewünschten Material an.

Was kostet ein Ehering?

Regine Ulber empfiehlt, sich für Ringe aus einem Guss zu entscheiden, die keine Naht haben, was Vorteile bei einer späteren Größenanpassung bietet: "Nur Ringe ohne Naht können problemlos verbreitert werden. Ein dickerer Ring lässt sich um fünf bis sechs, ein schmaler immerhin um etwa vier Millimeter größer ziehen", sagt Regine Ulber. So ein Trauring ist etwas teurer als die Variante mit Schweißfuge, er kostet in Gelbgold und einer schmalen Ausführung ab etwa 300 Euro. Ringvarianten mit Diamant kosten - bei einem lupenreinen Stein - ab etwa 800 Euro. Nach oben sind beim Preis natürlich keine Grenzen gesetzt.

Gravur: Gestaltung und Haltbarkeit

Eheringe werden innen graviert, die klassische Variante: Datum der Eheschließung plus Vorname des Partners. Auch hier hat das Paar jedoch viele Möglichkeiten, seine Ringe individuell gestalten zu lassen. Zum Beispiel kann die Gravur als Faksimile aufgebracht werden, das heißt das Paar schreibt Datum und Namen von Hand, was dann übertragen wird; möglich sind auch persönliche Botschaften, Symbole oder gar eine "Liebesgeschichte", also ein kleiner Text, der zigfach verkleinert in Quadratform in den Ring eingraviert wird. Das geht natürlich nur bei einer breiteren Ring-Variante.

Die Gravur hält ein Leben lang - wird sie mit den Jahrzehnten doch flacher, sind viele Juweliere kulant und lassen die Gravur kostenlos nachziehen.

Rund oder flach?

Ringe, die leicht gewölbt sind, tragen sich nach der Erfahrung von Regine Ulber für die meisten Menschen angenehmer - sie haben eine geringere Auflagefläche.

Verlobungs- und Ehering in einem

Wer nur einmal Geld für einen richtig schönen Ring ausgeben möchte, kann sich auch für folgende Variante entscheiden: Die Ringe werden für die Verlobung auf die linke Hand angepasst und nur mit den Namen graviert; steht die Hochzeit vor der Tür, wird das Datum nachgraviert, und die Ringe werden auf die rechte Hand angepasst, wenn gewünscht.

Text: Wiebke Peters Fotos: clipart/ Wiebke Peters
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