Er hat ein Jahr keinen Alkohol getrunken – und diese 9 Dinge gelernt

Wie ist es, ein ganzes Jahr auf Alkohol zu verzichten? Stern-Gastautor Anchu Kögl hat es ausprobiert. Diese Dinge sind ihm dabei klar geworden.

Ob auf Partys, beim Essen oder einfach mal auf dem Sofa – ein Gläschen Wein oder Bier gehört doch irgendwie dazu. Fakt ist: Alkohol ist die Droge Nummer eins in unserer Gesellschaft – und fast jeder von uns hat sich schon mal derartig abgeschossen, dass er es am nächsten Tag bitter bereute. Stern-Gastautor Anchu Kögl gehörte auch zu den Menschen, für die Alkohol selbstverständlich war – bis er sich Ende 2015 dazu entschloss, ganz darauf zu verzichten. Bei Stern.de schildert er, was er daraus gelernt hat.

1. Er stellte sich Problemen

Trinken, um Probleme zu vergessen? Das war für Anchu jetzt nicht mehr drin. Stattdessen musste er sich mit Konflikten auseinandersetzen. "Dies war nicht immer einfach, aber es hat mir verdammt gut getan!"

2. Er war emotional stabiler

Durch die Alkohol-Abstinenz hatte Anchu weniger Stimmungsschwankungen. Er erkannte, welch großen Einfluss Alkohol auf die Stimmung hat – auch langfristig.

3. Er musste sich rechtfertigen

Nervig: Auf jeder Party musste Anchu erklären, warum er kein Gläschen trinkt. Dass es circa 1,8 Millionen Alkoholabhängige in Deutschland gibt und jährlich mindestens 74.000 Menschen an den Folgen sterben, vergessen viele.  "Letztendlich ist Alkohol eine Droge – und zwar eine Gefährliche, weil sie sozialverträglich ist".

4. Er hatte weniger Spaß beim Feiern

Anchu muss zugeben, dass Partys mit Alkohol mehr Spaß machen. Aber: Durch den Verzicht hatte er mehr Zeit am Wochenende. "Selbst wenn ich bis früh morgens unterwegs war, war ich am nächsten Tag spätestens um elf Uhr wach – und fit!"

5. Er hat viel Geld gespart

Mehrere Hundert Euro sogar, wie Anchu erzählt. Oft habe er 80 bis 100 Euro für eine Party-Nacht ausgegeben.

6. Er sah besser aus

Reinere Haut und mehr Muskeln – das war Anchus Fazit.

7. Die Dates waren ehrlicher

Früher gehörte Alkohol für Anchu bei Dates dazu – um Hemmungen zu verlieren. "Statt mich auf Alkohol zu stürzen, musste ich lernen, meine Ängste zu überwinden und direkter zu sein" erzählt er. Das habe das Dating einfacher und unkomplizierter gemacht.

8. Der Sex war besser

Anchu hat gemerkt, dass Sex im nüchternen Zustand viel intensiver ist. Als er nach einem Jahr wieder betrunken mit seiner Freundin im Bett war, merkte er: "Ich konnte das Ganze nicht so richtig genießen und war nicht präsent."

9. Er hat klarer gesehen

Immer bei klarem Verstand zu sein, hat definitiv seine Vorteile. Anchu sagt: "Man sieht das Leben in einem anderen Licht und es werden einem Dinge bewusst, die man vorher nicht gesehen hat – oder nicht sehen wollte".

Und jetzt?

Ist Anchu auch nach einem Jahr noch abstinent? Nein. Mittlerweile trinkt er wieder Alkohol. Das Experiment war aber sehr lehrreich für ihn und er könnte sich auch ein Leben ohne Wein, Bier und Schnaps vorstellen ...

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