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Herzschmerz überlisten Dinge, die man bei Liebeskummer niemals tun sollte

Liebeskummer-Männchen
© Victoria М / Adobe Stock
Tipps, Liebeskummer zu bekämpfen gibt es wie schlechte Anmachsprüche auf Dating-Apps. Doch niemand warnt einen vor den Dingen, die man im Anschluss einer Beziehung einfach lassen sollte.

Es gibt kaum ein vergleichbar schlimmes Gefühl wie Liebeskummer und anders als bei einer schlimmen Grippe gibt es wirklich nichts auf der Welt, was diesen diffusen Schmerz lindern kann. Ausmisten, Ausheulen, Ausrasten – einzusehen, dass die unterschiedlichen Stadien des Herzschmerzes irrational und nicht kontrollierbar sind, einfach nur schmerzhaft. Der wiederholte Versuch der besten Freundin, kluge Ratschläge wie: „Lenk dich doch ein bisschen ab“ – einfach nur nervig.

Hat man jedoch erstmal das Gröbste hinter sich, den 10. Becher Eis inhaliert und den Algorithmus von Trennung auf Hundebabys konditioniert, kommt die nächste Hürde: die Versuchung. Da warst du wochenlang tapfer, reflektiert, zack – eine Nachricht, ein vertrauter Geruch und plötzlich brennt dein Kopf jeglichen gedanklichen Fortschritt aus deinem Gehirn.

Übrig bleibt die Frage: Warum haben wir uns nochmal getrennt? Du fängst an, alle schlechten Ereignisse zu verdrängen, weil du die alte Vorstellung eurer einst so glücklichen Beziehung vermisst. So schlimm war die Beziehung doch gar nicht – ein Trugschluss, “weil unser Gedächtnis Erinnerungen eklatant versucht zum Guten zu verändern“, erklärt Psychologe Daniel Schacter gegenüber “focus.de“. Du biegst quasi die Vergangenheit zurecht. Genau in diesem Moment ist es allerdings wichtig, folgende Dinge nicht zu tun:

Dinge über analysieren

Es ist menschlich, dass man eine Trennung hinterfragt. Es könnte schließlich sein, dass man zwischen all dem gedanklichen Gulasch im Kopf plötzlich Antworten findet. Um das Chaos perfekt zu machen, ziehst du womöglich auch noch den Auslöser, deine:n Ex-Partner:in, zurate.

Natürlich kann es sinnvoll sein, bestimmte Verhaltensweisen und Auslöser zu reflektieren, allerdings nur in einem begrenzten Maß. Es reicht, wenn jede:r von euch seine ehrlichen Gefühle offenbart, einmal auf den Tisch packt und ihr euch im Anschluss eine gesunde Portion Verständnis entgegenbringt. Das sollte im besten Fall reichen, um die wesentlichen Schlüsse für sich zu ziehen.

Solltest du allerdings merken, dass sich eure Gespräche im Kreis drehen und die Diskussionen um einen immer wiederkehrendes Thema ins Endlose laufen, dann: Lass es sein. Du wirst zu keinen weltverändernden neuen Erkenntnissen kommen, wenn du die alten gleichen Szenarien immer wieder durchspielst und über analysierst. Das mag Überwindung kosten, dich aber langfristig weniger Kraft kosten als die emotionalen Gespräche, die ins Nichts führen.

Den:die Schuldige:n suchen

Ihr wart beide an eurer Zusammenkunft beteiligt, deshalb ist ist anzunehmen, dass eure Trennung auch kein alleiniges Verschulden ist. Allein dieser Fakt sollte Grund genug sein, sich an dieser Stelle nicht weiter den Kopf über die Schuldfrage zu zerbrechen.

Einem von euch die Verantwortlichkeit in die Schuhe zu schieben, bringt euch weder die Beziehung zurück, noch inneren Wohlstand. Frag dich im Gegenzug lieber, wie du in Zukunft anders handeln kannst, um nicht in die gleiche Falle zu tappen. Lösungen suchen, keine Probleme.

Erinnerungen hochholen

Egal, ob alte Bilder anschauen, oder regelmäßiges Kaffee trinken mit dem:der Ex: Just don’t do it! Einen Neuanfang kreierst du nur, wenn du neue Erinnerungen schaffst. Ob die Altlasten ausmisten oder (vorerst) aus deinem Sichtfeld verbannen: Tu dir, deinem Kopf und deinem Herzen den Gefallen, neue Reize zu setzen, damit sich alle beteiligten Organe schnellstmöglich von dem Schmerz erholen.

verwendete Quellen: Eigene Recherche, focus.de

Brigitte

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