"Wie wichtig ist Schönheit für dich?" – 3 Generationen erzählen

Ist es dir wichtig, gut auszusehen, oder hast du andere Prioritäten? Wir haben drei Frauen verschiedenen Alters gefragt.

Unsere Serie: "3 Generationen erzählen"

In der Redaktion diskutieren wir regelmäßig Themen, die uns selbst bewegen und beschäftigen – über die Partnersuche, die Liebe, die Eltern, die Schönheit, den Sinn des Lebens oder über unser Verhältnis zum Job. Dabei fällt immer wieder auf, dass die verschiedenen Generationen, die in unserer Redaktion vertreten sind, ganz unterschiedlich ticken.

Weiter verbreitet denn je: Das "Madame Bovary"-Syndrom macht uns zu schaffen!

Daher haben wir die Serie "3 Generationen erzählen" ins Leben gerufen, in der Frauen aus dem BRIGITTE-Kosmos zu Wort kommen. Es lohnt sich, immer wieder reinzuschauen!

Diese Mal haben wir drei Frauen gefragt: "Wie wichtig ist Schönheit für dich?"

Célin (23): Persönlichkeit ist mir genauso wichtig

Wie wichtig mir Schönheit ist, ist schwer zu sagen. Mache ich das am Zeitaufwand morgens im Bad fest, dann scheint mir gutes Aussehen wohl nicht so wichtig zu sein – mir reichen locker 15 Minuten. Wenn ich das jedoch am Zeitaufwand festmache, den ich in meine Instagram-Fotos investiere, scheint mir gutes Aussehen plötzlich doch sehr wichtig zu sein. Liegt das an der breiteren Masse der Betrachter? Oder liegt es daran, dass ich mit den anderen vermeintlich perfekten Mädels und Frauen auf Instagram mithalten möchte? Schließlich wird man auf der Plattform auf sein Aussehen reduziert, der Charakter wird kaum ersichtlich. Umso schöner finde ich, dass es im „realen“ Leben nicht ganz so ist. Denn meine Persönlichkeit und Ausstrahlung sind mir mindestens genauso wichtig wie mein Aussehen.

Katrin (30):  Warum in etwas investieren, das vergänglich ist?  

Als Teenager verbrachte ich Stunden damit, mich ausgehfertig zu machen, bevor ich mit meinen Freundinnen feiern ging oder ein Date hatte. Mit den Jahren haben sich meine Prioritäten verschoben, und ich stehe morgens gerade mal 15 Minuten vor dem Spiegel. Ich denke viel weniger darüber nach, was andere von mir denken – und konzentriere mich mehr auf mein eigenes Wohlbefinden. Natürlich mache ich mich gerne noch schick, wenn ich ins Theater, auf ein Event oder in ein edleres Restaurant gehe. Für den Alltag hingegen reicht mir ein Dutt, Wimperntusche und ein bequemes Outfit, das mich durch den Tag trägt. Die dadurch gewonnene Zeit nutze ich zum Schlafen, Entspannen, Hobbys und Freundschaften pflegen. Warum in etwas investieren, das vergänglich ist?!  

Christina (51): Schönheit ist nicht vergänglich

Was ist Schönheit? Für mich sind das eine positive Ausstrahlung, charmante Eigenheiten wie Grübchen und ein warmes Lächeln. Aber die Klassiker – eine gute Figur, schöne Haare und Haut – sind mir schon auch wichtig, und ich gehe auch nie ganz ungeschminkt aus dem Haus. Früher dachte ich, Frauen jenseits der 50 seien per se unattraktiv – heute stelle ich überrascht fest, dass ich mich auch nicht unansehnlicher finde als in meinen faltenfreien Zwanzigern. Liegt das an einer ordentlichen Portion Selbsttäuschung, an meiner Altersweitsichtigkeit, dank derer ich mich aus der Nähe nur unscharf sehe, oder an meinem gnädigeren Blick, den ich heute auf mich selbst habe? Egal!

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