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Tipps vom Neurowissenschaftler 5 Warnsignale für Dopaminmangel – und was du dagegen tun kannst

Glückliche Frau in der Natur: 5 Warnsignale für Dopaminmangel – und was du dagegen tun kannst
© loreanto / Adobe Stock
Für unser gesamtes Wohlbefinden spielen Neurotransmitter eine wichtige Rolle – unter anderem Serotonin und Dopamin. Ein Mangel vor allem an Dopamin kann sich deutlich bemerkbar machen. Ein Neurowissenschaftler erklärt, wie du ihn erkennst und was dagegen hilft.

Unser Körper braucht sogenannte Neurotransmitter, um zwischen dem Gehirn und den restlichen Regionen Informationen zu übertragen. Zu den wichtigsten dieser Botenstoffe gehören Serotonin und Dopamin – sie verantworten Funktionen wie unser Gedächtnis, unsere Stimmung und unsere Aufmerksamkeit. Sie arbeiten am besten zusammen, deshalb ist es entscheidend, dass die Balance zwischen ihnen stimmt.

Dr. Daniel Amen ist Psychiater und Neurowissenschaftler und hat auf Instagram einige Reels zum Thema veröffentlicht. Er erklärt darin beispielsweise, wie sich eine verminderte Dopaminproduktion bemerkbar macht – und wie wir dem Mangel entgegenwirken können.

Daran erkennst du einen Dopaminmangel

Viele denken, dass Symptome wie leichte Reizbarkeit und ein übermäßiger Hang zu Sorgen und "Overthinking" typisch für einen Mangel an Dopamin sind. Das sind laut Dr. Amen allerdings eher Anzeichen für ein niedriges Serotoninlevel. Zu wenig Dopamin erkennst du an diesen Warnsignalen:

  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit
  • niedriges Energielevel
  • schlechte Stimmung
  • "Brain Fog", also etwa Konzentrations- und Wortfindungsstörungen

3 Experten-Tipps, um die Dopaminproduktion anzuregen

In seinen Videos gibt Dr. Daniel Amen auch einige Tipps, wie du dein Dopaminlevel mit einfachen Mitteln boosten kannst.

1. Die richtige Ernährung

Wie bei so vielen Prozessen im Körper spielt auch für eine gute Balance in unserem Gehirn die Ernährung eine wichtige Rolle. Laut Dr. Amen ist etwa die Aminosäure Tyrosin entscheidend, denn sie ist ein elementarer Baustein von Dopamin. In großen Mengen finden wir Tyrosin etwa in Nüssen, Avocado, Hülsenfrüchten wie weißen Bohnen oder dunkler Schokolade. Auch einige tierische Lebensmittel wie Eier enthalten viel von der Aminosäure.

Dr. Amen erklärt: "Wenn du eine proteinreiche Ernährungsweise mit wenigen einfachen Kohlenhydraten verfolgst, wird dein Gehirn mehr Tyrosin und damit Dopamin zur Verfügung haben." Wir sollten also Lebensmittel mit viel Industriezucker, etwa Süßigkeiten, genauso meiden wie Fast Food, Weißmehlprodukte etc. Denn diese "leeren" Kohlenhydrate treiben unseren Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe, versorgen uns aber nicht nachhaltig mit Energie.

2. Ausreichend Bewegung

Du hast doch bestimmt auch schon mal erlebt, wie Sport deine Laune verbessern kann, oder? Bewegung ist ein ganz klarer Moodbooster, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass sie unser Dopaminlevel anhebt. Eine klare Empfehlung von Dr. Amen ist High-Intensity Interval Training (HIIT). Aber auch flotte Spaziergänge oder ganz klassisches Joggen eignen sich laut dem Neurowissenschaftler prima für einen Dopamin-Hit.

3. In Maßen einsetzen: Nahrungsergänzungsmittel

Du machst Sport, ernährst dich ausgewogen, hast aber trotzdem das Gefühl, dass dein Körper zu wenig Dopamin produziert? Vielleicht könnten dir – für eine Weile – Nahrungsergänzungsmittel unterstützend zur Seite stehen. Dr. Daniel Amen nennt beispielsweise L-Tyrosin – den Dopamin-Baustein –, außerdem L-Theanin, Kurkuma und Omega-3-Fettsäuren. Bevor du aber zu solchen Mitteln greifst, solltest du dir den Rat deines Arztes:deiner Ärztin einholen.

Verwendete Quellen: instagram.com, mindbodygreen.com

Brigitte

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