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Schluss damit! 8 schädliche Glaubenssätze, von denen wir uns jetzt endgültig verabschieden

Schluss damit!: 8 schädliche Glaubenssätze, von denen wir uns jetzt endgültig verabschieden
© WAYHOME studio / Shutterstock
Die fremde Hand am Hintern, das Hübsch-sein-müssen, die Tatsache, dass wir klaglos den Mental Load mit uns herumschleppen: All das scheint normal zu sein. Ist es aber nur, weil wir das so gelernt haben. Höchste Zeit, ein paar Glaubenssätze über Bord zu werfen.

Du hast genug von den blöden Sprüchen auf der Straße, dem Orgasm Gap, oder von der Tatsache, dass du dich für die ganze Familie zuständig fühlst? Glückwunsch! Denn vieles von dem, worunter wie leiden, hinterfragen wir gar nicht erst - weil uns von klein auf beigebracht worden ist, dass das alles ganz normal ist.

Um endlich mit ein paar unhaltbaren Zuständen aufzuräumen, ist es notwendig, sich erstmal bewusst zu machen, welche Werte und Einstellungen wir da quasi per Muttermilch aufgesogen haben. Um sich dann nach und nach von Glaubenssätzen verabschieden zu können, die uns nicht guttun, weil sie die Interessen anderer (der Männer) in den Vordergrund stellen.

Auf dem Portal "Buzzfeed" haben Frauen sich über Dinge ausgetauscht, die als normal angesehen werden, es aber nicht sein sollten. Hier lest ihr die acht wichtigsten Beiträge.

1) Sexuelle Belästigung

"Mich stört das Maß an sexuellem Missbrauch und sexueller Belästigung, die in unserer Gesellschaft vorherrscht. Die meisten Frauen, die ich kenne, wurden schon im Grundschulalter belästigt, und das wird als normal angesehen."

2) Dass Gebären kein großes Ding sein soll

"Die Art, wie in der Medizin mit der Geburt umgegangen wird. Ich habe Dokumentationen darüber gesehen (ich selbst habe keine Kinder), und was mich wirklich ärgerte, war, wie herablassend mit Frauen umgegangen wird, die gerade die womöglich schlimmsten Schmerzen ihres Lebens ertragen. Und wie es als keine große Sache angesehen wird, wenn DEINE GENITALIEN BUCHSTÄBLICH ZERRISSEN WERDEN."

3) "Mädchen" genannt zu werden

"Dass Frauen als 'Mädchen' bezeichnet werden. Ob bewusst oder unbewusst, 'Mädchen' impliziert einen Mangel an Reife und folglich einen Mangel an Respekt. Einmal habe ich versucht, eine Folge Der Bachelor zu gucken, aber ich konnte es nicht ertragen, wie oft die Frauen 'Mädchen' genannt wurden."

4) Klaglos den Mental Load für die Familie zu übernehmen

"Ich kenne viel zu viele Frauen, die denken, dass es normal ist, den Großteil des Haushalts und der Kindererziehung zu übernehmen, plus den ganzen Mental Load der Familienarbeit. Selbst dann, wenn sie einen Job haben. Und dazu managen sie auch noch ihre Männer, als wären sie Kinder, von denen man nicht erwarten kann, ihre Termine wahrzunehmen und ihre Kleidung oder Dinge für die Kinder oder den Urlaub zu kaufen, ohne dass man sie daran erinnern oder ihnen dabei helfen muss. "

5) Dass wir Sex haben sollen, unsere Lust aber weniger zählt als seine

"Dass Frauen das Gefühl haben, dass von ihnen erwartet wird, Sex zu haben, ihre Lust aber gleichzeitig als zweitrangig angesehen wird. Ich habe das oft erlebt, als ich jünger war, und ich bin sicher, ich bin nicht die Einzige. Wenn ich einen Mann küsste, dachte ich, nun muss ich auch Sex mit ihm haben, weil er jetzt scharf ist. Ich dachte, ich muss das tun. Und dann auch dieses Gefühl, dass es beim Orgasmus vor allem um ihn geht. Erst als ich älter wurde, wurde mir klar, wie schädlich dieses Denken ist."

6) Dass Hauen ein Kavaliersdelikt ist

"Unangemessenes Verhalten von Jungs gegenüber Mädchen. Wenn ein Junge ein Mädchen haut, heißt es, "was sich liebt, das neckt sich." Der kleine Junge wächst so mit der Vorstellung auf, dass Gewalt keine Konsequenzen hat und wird später vielleicht auch Frauen schlagen. Der Kreis schließt sich."

7) Dass wir immerzu lächeln sollen

"Mir zu sagen, dass ich lächeln soll, wenn ich verdammt nochmal nicht will. Als ich jünger war, habe ich es noch gemacht, weil ich mich so unwohl gefühlt habe."

8) Mädchen so auszustaffieren, dass sie kaum spielen können

"Kleine Mädchen so anzuziehen, dass sie sich nicht frei bewegen können. Eine Vierjährige sollte nicht auf wertvolle Spiele verzichten müssen, weil ihre Kleidung oder ihre Frisur darunter leiden könnte. Ihr Aussehen sollte das allerletzte sein, woran sie denkt. Es macht mich so wütend, wenn kleine Mädchen dasitzen und zusehen, wie ihre Brüder und Cousins wilde Spiele spielen, weil ihre Eltern sie in ein Kleid und teure Schuhe gesteckt haben."

sar

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