Braindump – In 3 Schritten aus der Stressfalle!

Die Gedanken schwirren unaufhörlich im Kopf und du weißt gar nicht, mit welcher Aufgabe du zuerst anfangen solltest? Am besten erstmal mit Braindumping! Danach geht es dir schon viel besser, versprochen. 

"Ich muss noch die eine Mail beantworten, beim Einkaufen darf ich nachher das Waschmittel nicht vergessen und ich muss noch das Meeting für nächste Woche vorbereiten. Und eigentlich wollte ich noch die Liste weiter bearbeiten und hat der Sohn nicht am Wochenende ein wichtiges Volleyball-Spiel?!"

Hund im Laub

So oder so ähnlich geht es jeden Tag in unseren Köpfen zu: Termine, To-Do's, persönliche Sorgen und Verpflichtungen. Das führt häufig zu gestörter Konzentration, schlechterer Produktivität und Unzufriedenheit. Wie du dein Gedankenkarussell besser kontrollieren kannst? Mit Braindump klappt's! Diese Methode ist schnell und simpel und gleichzeitig äußerst effektiv.

Das steckt hinter Braindump

Braindump (auch brain dump oder brain-dump) heißt übersetzt so viel wie das "Gehirn entleeren" oder "Gehirn auskippen" – und genau darum geht es, im übertragenden Sinne natürlich. Alles was du dazu brauchst sind ein Zettel (oder mehrere?), ein Stift und ein paar Minuten Zeit.

Braindump in drei Schritten

Wer sich absolut nicht mit Schreiben auf Papier anfreunden kann, macht Braindumping einfach am Computer – lasse dich dabei nicht von der nächsten aufploppenden Mail ablenken 😉. Und so gehst du vor:

  1. Aufschreiben: Schreibe alles in Form einer Liste auf, was in deinem Kopf vorgeht. Wirklich alles! Egal ob beruflich oder privat, ob Termin, Stress mit Freunden, wichtige Besorgungen oder dass die Mülltonne noch vor die Tür gestellt werden muss. Einfach alles, was dir im Kopf schwirrt, unabhängig davon, wie klein, groß, wichtig oder unwichtig es dir erscheinen mag. Und auch die Dinge, die du seit Wochen vor dich herschiebst ...
  2. Hinterfragen: Nach dem Aufschreiben fragst du dich, wie wichtig die Gedanken bzw. Aufgaben sind und was du davon überhaupt erledigen musst! Welche Verpflichten, Termine und Sorgen sind es wert, überhaupt weiter beachtet und/oder erledigt zu werden?
  3. Organisieren: Nun fängst du an, deine Liste zu organisieren. Was hat Priorität, was kannst du delegieren, was kannst du sofort erledigen, was später, wie willst du eine neue Idee angehen? Dazu kannst du bspw. eine To-Do-Liste anlegen (z. B. tägliche Aufgaben, wöchentliche oder monatliche To-Dos), die du abarbeiten kannst und eine Sobald-ich-Zeit-und-Lust-habe-Liste (so kannst du mit dem Eisenhower-Prinzip richtig priorisieren!). Auch eine Bucket Liste für große Ziele ist eine gute Idee! Diese Tipps helfen dir beim Ziele setzen und erreichen. Du bist ungeduldig? Diese Tricks unterstützen dich beim Geduld lernen!

Die Methode klingt zunächst sehr banal und doch: Alleine das Aufschreiben der Gedanken hilft dir, Stress abzubauen und Ordnung hineinzubringen, um sie dann entsprechend gewichten zu können. Denn du kannst nicht immer alles gleichzeitig im Blick haben, alles sofort erledigen und dich immer an alles erinnern. So erscheinen die Aufgaben endlos zu sein und wirken überfordernd – das ändert sich mit dem Aufschreiben und Ordnen deiner Gedanken und Aufgaben. 

Mit Braindumping den Stress stoppen

Du holst sozusagen alles aus deinem Kopf, musst nicht mehr an alles denken und machst aus Gedanken Fakten und konkrete Aufgaben – oder erkennst, dass es eigentlich doch nichts zum Sorgen machen gibt. Vielleicht hilft es dir auch, eine Nacht drüber zu schlafen, bevor du dich weiter mit deiner Gedanken-Liste beschäftigst.

Das Aufheben der Beiträge kann dir langfristig helfen, Muster und Gewohnheiten zu erkennen: Lädst du dir vielleicht immer zu viel auf, delegierst du nicht genug Aufgaben oder sind bestimmte Termine (beruflich oder privat) noch sinnvoll ...? Auch das Schreiben eines Bullet Journals ist eine gute Unterstützung!

Braindump – wie oft?

So oft du es brauchst! Braindump funktioniert in allen Lebensbereichen, du kannst es vor einer großen Reise, bei einem vollen Terminkalender oder auch auf der Arbeit mit einer Kolleg*in zusammen durchführen und euch bei den beruflich-bezogenen Themen gemeinsam fragen, wer was übernimmt und ob eine Aufgabe überhaupt sinnvoll ist.

Wie oft du Braindump praktizierst, hängt von dir ab. Schwirrt dir (zurzeit) viel im Kopf rum, kannst du die Methode auch täglich heranziehen oder auf wöchentlicher bzw. monatlicher Basis oder aber phasenweise.  

Tipp: In der Brigitte Community kannst du dich mit anderen rund um Themen der persönlichen Entwicklung austauschen!

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