Wie wird man nervige Menschen los? 5 Strategien

Einige Menschen rauben einem aber auch Nerven. Wir stellen die fünf Typen vor und verraten, was ihr machen könnt, um sie wieder loszuwerden.

1. Die Dauerquatscher

Es gibt quasi keinen Ort, an dem man vor ihnen sicher ist: in der U-Bahn, auf der Party oder bei Oma am Kaffeetisch. Die Menschen, die Bandfäden quatschen. Und uns damit den letzten Nerv rauben. Aber wie wird man sie los, wenn sie erst einmal ihre Tiraden über die Ungerechtigkeiten der Welt, ihre letzte Beziehung oder ihre Super-Erfolge auspacken? Man will ja schließlich nicht unhöflich sein ...

Da gibt es gleich zwei gute Tipps:

Erstens: die spontane Berührung. Stellt dem Wort-Wasserfall eine spontane Frage und streckt euren Arm aus, um ihm am Arm oder der Schulter zu berühren. Die meisten Menschen sind dann erst einmal so irritiert, dass sie aufhören zu reden. Und das ist eure Chance.

Zweitens: die merkwürdige Gegenfrage. Einem ähnlichen psychologischen Prinzip bedient sich die nächste Strategie. Fragt etwas, was überhaupt nicht zum Thema passt. Ein Beispiel: Euer Gegenüber hält Monologe über seinen Hausbau und ihr fragt auf einmal: "Sag mal, was mich interessiert: Hast du Geschwister?" Klingt irre, hilft aber.

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2. Die Emotions-Übergriffigen

Es gibt Themen, die möchte man nicht mit jedem bereden. Seinen Kontostand beispielsweise oder die Familienplanung. Aber diese Grenzen scheint nicht jeder zu akzeptieren. Doch wie reagiert man am besten, wenn man bei einem Familienessen nach dem ausstehenden Nachwuchs gefragt wird?

Dazu muss man sagen, dass bei dieser Strategie weniger die Wortwahl, sondern vielmehr die Konsequenz wichtig ist. Am besten ist ein authentisches, ruhiges Abblocken. Beispielsweise: "Du wirst sicherlich verstehen, dass mir diese Frage zu privat für diese Runde ist."

Entscheidend ist nun, dass man sich nicht irritieren lässt: Also, kein langes "Nach-Erklären", kein Wütend-Werden und kein Einknicken. Der Frager muss an eurer Körperhaltung erkennen, dass er zu weit gegangen ist und ihr standhaft bleibt.

3. Die Runterzieher

Pech hat auch, wer auf solch ein Gegenüber trifft. Die Weltschmerz-Typen: Das Wetter ist immer zu kalt/zu nass/zu heiß, die anderen haben an allem Schuld und sowieso ist alles auf dieser Welt der Verdammnis ausgeliefert. Reflexartig beginnt man in diesen Fällen meist, auf den anderen einzureden und ihm gute Vorschläge zu machen. Was meist aber in weiteren, endlos langen Negativ-Reden zerpflückt wird.

Was hilft? Offen sein. "Ich habe dir einige Vorschläge gemacht, die dir nicht gefallen haben. Jetzt fällt mir leider keiner mehr ein. Was glaubst du selbst, könnte dir helfen?"

Damit spielt man den Ball auf die andere Seite zurück und dein Gegenüber ist gezwungen, seinen Blickwinkel zu ändern. Wenn dann nur ein "Nichts" kommt, könnt ihr ruhigen Gewissens aufstehen und euch anderen Menschen widmen.

4. Die Besserwisser

Der Gegenpart zum Runterzieher ist der Besserwisser. Er streut sein Halbwissen in die Welt, ist furchtbar überzeugt von seinen (scheinbaren) Qualitäten und hat vor allem immer eine Meinung. IMMER. Wenn der Besserwisser damit wieder eine Runde sprengt, darf man auch mal direkt fragen: "Du meinst also, dass das Projekt XY braucht. Kannst du mir erklären, was du damit genau meinst?"

Damit ist fast jeder Besserwisser enttarnt, denn nun muss er sich wirklich beweisen und wird sich das nächste Mal länger überlegen, was er in die Welt hinausposaunt.

5. Die Zeit-Beleger

"Du hast Mittwoch frei? Super, ich komm um 10 Uhr zum Frühstücken vorbei und wir quatschen richtig laaange." Hallo? Nein! Die Zeit-Beleger können einem wirklich Angst machen und sind unter den Nerv-Typen definitiv in der Fortgeschrittenen-Liga.

In diesem Fall ist konsequentes, bestimmtes Abblocken angesagt - ohne Diskussion. Vor allem kein "durch die Blume langsam beibringen". Diese Menschen könnten vor einem Wald stehen und würden eine weite Wiese beschreiben. Aber das ist nicht euer Problem, deshalb dürft ihr Zeit-Belegern auch ein Stoppschild zeigen.

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