Antriebslos? Unsere Lieblingstipps gegen das Corona-Tief

Bedrückende Nachrichten, Angst um die Liebsten und ständiges zu Hause Sitzen – da fällt es schwer, positiv zu bleiben und sich zu motivieren. Welche Maßnahmen uns BRIGITTE.de-Redakteurinnen gegen das Corona-Tief helfen.

Wisst ihr noch damals, Anfang März 2020? Als wir morgens aufgestanden sind, uns fix fertig gemacht und dann die Wohnung verlassen haben? Kinder in Kita oder Schule bringen, zur Arbeit gehen und sich schon aufs Lunch-Date mit der Kollegin freuen? Zur Zeit sieht unser Alltag anders aus. Wer es irgendwie ermöglichen kann, arbeitet und bleibt zu Hause, um dazu beizutragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und so unser Gesundheitssystem möglichst zu entlasten sowie die Menschen, die weiter draußen für uns arbeiten. 

In erster Linie ist es natürlich ein riesen Glück, seinen Job in dieser Zeit im Homeoffice fortsetzen zu können! Aber, und das spüren sicherlich viele, die es betrifft, es kann auch ziemlich schwer sein, sich zu motivieren. Immer nur dieselben paar Wände und Menschen um sich herum, hübsch anziehen o. Ä. erscheint überflüssig und statt in Gesichter blickt man non-stop auf den Screen. Hinzu kommen Ängste, Trauer, Mitgefühl und Unsicherheit. All das kann einem ganz schön den Drive nehmen und eine depressive Stimmung begünstigen. 

Experten empfehlen gegen die Antriebslosigkeit mehrheitlich, sich für den Alltag zu Hause einen ganz konkreten Plan zu machen. Zum Beispiel Wecker auf 7 Uhr stellen, von 7.15 bis 7.25 Uhr Morning Wourkout, duschen, anziehen, um 8 Uhr frühstücken, 8.15 bis 8.45 Uhr nichts tun und übers Leben sinnieren usw.. Inspirationen, was auf deinem Plan alles drauf stehen könnte, findest du in unseren Artikeln "Ideen gegen Langeweile", "Tipps gegen Vereinsamung" oder "Tipps für die Home-Beauty-Routine".

Außerdem haben wir mal gesammelt, welche Maßnahmen uns Redakteurinnen in unseren BRIGITTE.de-Homeoffices jeden Tag vor dem Corona-Tief bewahren. Vielleicht helfen manche davon ja auch dir.  

Corona-Tief: Die Tipps der BRIGITTE.de-Redaktion

1. Frischluft

"Einmal am Tag frische Luft schnuppern. Ja, ich weiß, es ist schwer, rauszugehen, wenn man doch die Jogginghose schon (oder noch …) anhat. Aber ich zwinge mich, einmal am Tag an die frische Luft zu gehen und zwar OHNE Menschen, sprich, drehe eine Runde im Schrebergarten. Alternativ mach die Fenster und Balkontür weit auf und versuche, ein paar Sonnenstrahlen einzufangen. Motiviert ungemein!"

2. Yoga

"Podcasts hören und dabei Yoga machen. Ich höre gerade sehr viele Podcasts und ganz ehrlich? Dabei hat man doch eh nichts zu tun! Insofern nutze ich die Zeit, um Yoga- oder Rückenübungen zu machen."

3. Musik   

"Ich kann grundsätzlich ohne Musik nicht arbeiten – das Schreiben macht mir dann einfach keinen Spaß. Jetzt, wo ich alleine im Homeoffice arbeite, gilt das umso mehr. Vor allem, weil mich die Musik dazu motiviert, öfter mal aufzustehen und ein bisschen durch den Raum zu tanzen. Dass man sich öfter bewegen muss, vergesse ich nämlich gerne mal, wenn ich versunken in meine Arbeit bin. Ich empfehle also, einfach mal die Musik aufzudrehen und sich vom Rhythmus mitreißen zu lassen – dann geht alles!"

4. Kreativ ausleben

"Mir helfen kreative Projekte: Beim Nähen oder Malen verfliegen die Stunden nur so – und man vergisst schnell mal alles ringsum! Und danach freue ich mich über das Ergebnis. Und wer nicht gerne malt oder nicht nähen kann: Es gibt genug andere DIY-Projekte! Du wolltest schon immer mal Makramee, Mosaik oder Drucktechniken ausprobieren? Jetzt ist die Zeit dafür!"

5. Volles Programm

"Ich bin irgendwie gar nicht träge, sondern super produktiv, was vermutlich ein Indiz dafür ist, dass meine Methoden gut funktionieren: Ich gönne mir morgens einen ersten Kaffee im Bett und checke dabei die Mails. Dann setze ich mir so viele 'Termine' wie möglich: Telefonate, Skype-Lunchpausen mit dem Team, ein Spaziergang am Nachmittag während ich mit meiner Familie telefoniere und jeden Abend eine Sport-Einheit über Skype oder als Youtube-Workout. Danach telefoniere ich wieder mit Freunden und ganz wichtig: Um 21 Uhr stehe ich – wie fast ganz Eimsbüttel – auf dem Balkon und klatsche eine Minute lang für all die, die gerade unser Gesundheitssystem am Laufen halten."

Deutschlandweiter Applaus für die Corona-Helden

6. Aktiv pausieren

"Sich zwingen, Pausen einzulegen und dann aktiv werden (Sport, kurz rausgehen, aufräumen)."

7. Sonne

"Mein Tipp gegen die Corona-Trägheit: Sonne! Auch wenn man sich nicht mehr so viel draußen aufhalten kann. Ein kleiner Spaziergang (mit Sicherheitsabstand!) oder einfach nur mal zwischendurch 10 Minuten Sonnenbaden auf dem Balkon (wer keinen Balkon hat: Fenster auf und Nase rausstrecken!). Wirkt für die Stimmung Wunder. Und man füllt seine Vitamin-D-Speicher wieder auf!"  

8. Vitamine

"Mein Rezept gegen das Corona-Tief sind grüne Smoothies. Jetzt, wo ich von zu Hause aus arbeite, hab ich zwischendurch Zeit, mir einen gesunden Drink zu mixen. Was ich hineingebe? Feldsalat, Apfel, rohen Brokkoli, Ingwer, Minze, Kurkuma und Spirulina Alge. Yummie! Macht wach und fit für den Tag!"

9. Sport

"Nichts boostet meine Stimmung mehr und füllt meine Energiespeicher besser wieder auf als Sport. Ein leichtes Stretch-Workout direkt nach dem Aufstehen und 30 Minuten Power-Workout in der Mittagspause – ich liebe es! Dadurch fühle ich mich ausgeglichen und entspannt. Nebenbei bemerke ich, wie ich von Tag zu Tag besser werde. Musste ich anfangs z. B. noch die Plank Jumps durch Mountain Climbers ersetzen und zwischendurch pausieren, wo keine Pause vorgesehen war, ziehe ich bei den Tutorials jetzt schon problemlos mit. Wenn es so weitergeht, kann ich bald den Schwierigkeitsgrad erhöhen." 

sus
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