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DISG-Modell Die 4 Persönlichkeitstypen

DISG-Modell: Frau tanzt mit Kopfhörern.
© fizkes / Shutterstock
Warum tickst du so, wie du tickst? Experten analysieren den Charakter mit dem DISG-Modell. Was das für deine Persönlichkeit bedeutet, erfährst du hier.

Das DISG-Modell hilft dir dabei, dich selbst und deine Mitmenschen besser zu verstehen. Dafür wird der eigene Charakter einem vier Persönlichkeitsstilen zugeordnet, die durch ganz unterschiedliche Stärken und Schwächen gekennzeichnet sind.

DISG-Modell: Wofür steht der Name?

Beim DISG-Modell wird unsere Persönlichkeit anhand von vier großen Kategorien erfasst, die auch als Persönlichkeitsstile bezeichnet werden. Und durch diese vier Persönlichkeitsstile wird sich später auch der Name DISG erklären. Sehen wir uns die einzelnen Bereiche doch mal genauer an. Frage dich dabei, bei welcher Kategorie du dich am ehesten siehst. 

1. "D" wie dominant

Einen dominanten Persönlichkeitsstil erkennt man daran, dass die Person sich gerne neuen Herausforderungen stellt und auf schnelle Ergebnisse achtet. Solche Charaktere können sehr selbstbewusst auftreten – sie wissen genau, was sie wollen. Außerdem können sie schnell Entscheidungen treffen und übernehmen gerne Verantwortung. Im Job mögen sie Stellen, die sehr vielseitig sind. Aktiv zu werden und nicht zu viel nachzudenken – das ist für dominante Persönlichkeiten sehr wichtig.

Was diese Persönlichkeitstypen gar nicht leider können: Kontrolle und Eingrenzung. Sie schätzen ein selbstbestimmtes Leben, bei dem es genug Freiheit zur persönlichen Entfaltung gibt. 

Stärken:

  • mutig

  • entschlossen

  • lösungsorientiert

  • eigenständig

  • ehrgeizig

  • vielseitig

Schwächen:

  • ungeduldig

  • autoritär

  • ruhelos

  • perfektionistisch

  • auf sich fixiert

  • intolerant

2. "I" wie initiativ 

Beim initiativen Persönlichkeitstyp stehen vor allem emotionale Kompetenzen im Vordergrund. Diese Persönlichkeiten umgeben sich gern mit Menschen, privat wie beruflich. Sie besitzen die Fähigkeit, andere zu unterhalten, mitzureißen und in die Gruppe zu integrieren. Der initiative Charaktertyp kann sich sehr gut in andere hineinversetzen und zeigt Mitgefühl und Verständnis. Auf andere erscheinen solche Persönlichkeiten sehr offen und tolerant. Sie wissen, was es braucht, um sympathisch wirken zu können.. 

Weniger gut kommt der initiative Charakter mit passiven, negativen Zeitgenossen klar, die sich für nichts so richtig begeistern können und nicht zusammenarbeiten wollen.

Stärken: 

  • optimistisch

  • neugierig

  • ideenreich

  • innovativ

  • gesellig

  • begeisterungsfähig

Schwächen:

  • unentschlossen

  • neutral

  • unpünktlich

  • überemotional

  • schnelles aufgeben

  • unsachlich

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3. "S" wie stetig

Der stetige Persönlichkeitsstil zeichnet sich durch einen großen Fokus auf Zwischenmenschlichkeit aus. Du erkennst diese Charaktere an einem sehr hilfsbereiten, zuvorkommenden Verhalten. Sie stellen sich für andere gern zurück, agieren unterstützend, ohne sich dabei in den Vordergrund stellen zu wollen. Auf stetige Persönlichkeitstypen kann man sich verlassen: Sie sind stabil und laufen nicht gleich davon, wenn es Probleme gibt. Durch Ungeduld falsche Entscheidungen treffen und unbedachte Worte sprechen? Das kommt bei diesen Persönlichkeitsstil eher nicht vor. Ihre Geduld bringt ihnen viele Pluspunkte in geschäftlichen und privaten Beziehungen ein. 

Stetige Persönlichkeiten sind keine Einzelkämpfer. Sie fühlen sich unwohl, wenn sie länger für sich alleine arbeiten müssen. Im Team geht es ihnen besonders gut. 

Stärken: 

  • hilfsbereit

  • warmherzig

  • zuverlässig

  • loyal

  • freundlich

  • guter Zuhörer

Schwächen:

  • unflexibel

  • risikoscheu

  • unsicher

  • Veränderungen meiden

  • zaghaft

  • beeinflussbar

4. "G" wie gewissenhaft

Gewissenhafte Persönlichkeiten sind sehr bedacht auf ihre Ausdrucksweise und ihr Auftreten. Sie achten auf Ordnung, sind sorgfältig, fleißig und haben eine Vorliebe für Zahlen und Fakten. Sie arbeiten lieber in genau festgelegten Prozessen und in klaren Routinen. Eine gewissenhafte Person ist ständig auf der Suche nach neuen Projekten und möchte sich weiterentwickeln. Dabei handelt sie aber nie auf Kosten von anderen und verhält sich stets diplomatisch.

Gewissenhafte Charaktere planen immer im Voraus. Mit plötzlichen Veränderungen, in denen sie spontan gefordert werden, können sie nicht so gut umgehen.

Stärken

  • logisches Denken

  • verantwortungsbewusst

  • lernfähig

  • sorgfältig

  • verlässlich

  • wissbegierig

Schwächen

  • nicht immer kooperativ

  • verschlossen

  • kontrolliert

  • unflexibel

  • verbissen

  • nervös

Du siehst: Aus den Anfangsbuchstaben der Wörter dominant, initiativ, stetig und gewissenhaft ergibt sich der Begriff "DISG". Tipp: Als kleine Eselsbrücke kannst du das englische Wort "Disk" verwenden.

DISG-Modell: Wer hat’s erfunden?

Die Grundzüge von DISG wurden vom amerikanischen Psychologen William Moulton Marston bereits im Jahr 1928 entwickelt. DISG, wie wir es heute kennen (Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit) wurde stark vom Amerikaner Prof. Dr. John G. Geier der Universität Minnesota geprägt. Er hat die ursprünglichen Überlegungen von William Moulton Marston konkretisiert und vereinfacht. 

Basierend auf den vier Persönlichkeitsstilen hat er psychologische Tests erstellt, die den Charakter eines Menschen noch schneller erfassen sollen. Schließlich ist es oft nicht ganz leicht, sich selbst – ganz objektiv – in eine der vier Gruppen einzuordnen.

So hilft dir DISG im Alltag

Durch das DISG-Modell können wir uns nicht nur selbst besser einschätzen und Stärken und Schwächen genauer erkennen. Die vier vorgestellten Persönlichkeitsstile helfen uns auch im Umgang mit anderen Menschen. So kannst du zum Bespiel besser verstehen, warum es einem Kollegen einfach nie gelingt, Entscheidungen zu treffen oder warum ein anderer immer entscheiden will. Ihr Verhalten wird durch ihren Persönlichkeitsstil entschieden. Genau wie deins!

Und solltest du selbst Chef sein oder es werden wollen, kann dir DISG ebenfalls helfen. Und zwar bei der Mitarbeiter-Motivation. Eine dominante Persönlichkeit lockst du mit mehr Freiraum und einem selbstbestimmten Arbeiten. Ein initiativer Charakter benötigt mehr soziale Interaktionen und Gruppen-Events, um im Job zufrieden zu sein. Kurz gesagt: DISG hilft dir dabei, deine Mitmenschen besser einzuschätzen – und dadurch verbessert sich auch der Umgang untereinander.

Nun kennst du DISG und hast vielleicht auch ein paar neue Erkenntnisse über dich gewinnen können. Möchtest du noch mehr zum Thema Persönlichkeitsentwicklung erfahren? Schau doch mal in der BRIGITTE Community vorbei!


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