Fünf Sätze, die wir öfter sagen sollten

Zum Glück müssen wir nicht immer alles sagen, was wir denken. Aber diese fünf Sätze sollten wir ruhig mal öfter über unsere Lippen bringen – und zwar nicht nur in unserem eigenen Interesse!

Zugegeben: Dass wir ALLES denken können, ohne auch nur die geringsten Konsequenzen erwarten zu müssen, ist schon ziemlich genial. Niemand weiß, was in unserem Kopf vor sich geht, und das gibt uns ziemlich viel Freiheit. Allerdings auch Verantwortung – denn damit haben wir die Aufgabe, die Gedanken, die andere kennen sollten, auszusprechen. 

Tja, nur werden wir dieser Verantwortung gerade dann oft nicht gerecht, wenn es um unsere eigenen Interessen geht. Was wir allerdings bedenken sollten: Wenn wir unsere Bedürfnisse verschweigen, tun wir damit in Wahrheit niemandem einen Gefallen. Hier sind fünf Beispiele.

Diese Sätze sollten wir öfter sagen        

"Ich brauche Hilfe."

Newsflash: Niemand kann immer alles allein. Trotzdem tun wir uns oft schwer damit, um Hilfe zu bitten. Vielleicht, weil wir uns keine Blöße geben oder niemandem zur Last fallen wollen. Oder weil wir glauben, andere würden es ohne Hilfe schaffen.

Dabei zeugt es in Wahrheit von Klugheit, Selbstbewusstsein und Pragmatismus, um Hilfe zu bitten. Außerdem freuen sich die meisten Menschen, wenn sie anderen helfen können. Und was andere allein schaffen oder nicht, wissen wir erstens nicht und es sollte zweitens kein Maßstab für uns sein. Womöglich warten die anderen ja auch nur darauf, dass ihnen jemand (wie wir) vormacht, wie man um Hilfe bittet – und sich selbst vor Überforderung schützt.    

"Das sehe ich anders."

Leute, die immer allem zustimmen, mögen ja auf den ersten Blick bequem und angenehm sein. Doch um möglichst viel von einer Sache zu sehen, braucht es nun mal unterschiedliche Perspektiven und Meinungen. Vielleicht haben wir ja etwas Wichtiges bedacht, das anderen noch gar nicht aufgefallen ist. Oder wir haben bestimmte Erfahrungen, die die anderen nicht haben. Daher, auch wenn's Überwindung kostet: Ruhig mal widersprechen, wenn wir eine andere Meinung haben. Im schlimmsten Fall müssen die anderen ihre Position nochmal ausführlich vertreten.      

"Damit hast du mich verletzt."

Die meisten Menschen merken gar nicht, wenn sie anderen auf die Füße treten. Und wenn es ihnen niemand sagt, erfahren sie es nie und tun's wahrscheinlich immer wieder, ohne sich etwas dabei zu denken. Wenn uns also jemand wehtut und wir es ihm sagen, tun wir damit gegebenenfalls nicht nur uns einen Gefallen, sondern auch anderen Leuten, mit denen dieser Jemand zu tun hat. Und Menschen, die uns nahestehen, sind wir es sowieso schuldig, ihnen mitzuteilen, wenn sie uns verletzt haben. Sonst steht das irgendwann zwischen uns und macht unsere Beziehung kaputt, ohne dass der andere reagieren konnte. Dass wir alle verwundbar sind, ist kein Geheimnis. So zu tun, wäre daher idiotisch.  

"Darauf habe ich keine Lust."

Okay, zu unserem Chef sollten wir das jetzt nicht unbedingt sagen, aber mal abgesehen vom Job: Das Leben ist einfach zu kurz (und einmalig), um Dinge nur zu tun, um anderen zu gefallen. Die Freundin will ins Kino, aber wir wollen lieber draußen sitzen? Raus mit der Sprache! Menschen, denen wir wichtig sind, gehen auf unsere Bedürfnisse ein und sind bereit für Kompromisse. Schließlich ist es ihnen auch lieber, wenn wir mit Freude bei der Sache sind, als wenn wir uns dazu zwingen.     

"Mir geht's nicht gut."

Machen wir uns nichts vor: Jeder Mensch hat schlechte Tage. Immer den Sonnenschein vorzuspielen, ist nicht nur anstrengend, sondern auch unglaubwürdig. Offen damit umzugehen, wenn es uns schlecht geht, hat dagegen mehrere Vorteile: Erstens fühlt sich niemand dadurch angegriffen, dass wir vielleicht mal nicht ganz so umsichtig sind, weil wir mit uns zu tun haben. Zweitens kann uns möglicherweise jemand helfen. Und drittens gehen schlechte Phasen oft schneller vorbei, wenn wir nicht dagegen ankämpfen.

  

Freund schlecht drauf? Das kannst du tun: Pärchen

Wer hier schreibt: