6 Anzeichen, dass du wirklich erwachsen bist

Leider werden wir am 18. Geburtstag nicht automatisch erwachsen. Doch worauf kommt es an - und wie kommen wir dahin?

Erwachsenwerden will gelernt sein

Leider werden wir nicht automatisch erwachsen, wenn wir 18 Kerzen auf der Geburtstagstorte auspusten. Erwachsenwerden ist ein langer Prozess – mit schmerzhaften Lektionen, zerbrochenen Beziehungen, mit Fehlern und Verantwortung.

Okay, das klingt nicht wirklich verlockend, ist aber unerlässlich, wenn wir nicht als Kind durchs Leben gehen wollen. Denn auch, wenn wir unser eigenes Geld verdienen und Verantwortung für unser Leben übernehmen, sind wir tief drinnen oft noch Kinder. Das bekommen wir meist dann zu spüren, wenn wir auf Widerstände stoßen; wir schmollen, jammern, wüten und weinen.

Erwachsen zu werden will gelernt sein, sagt der amerikanische Therapeut und Coach John Kim. Bei Psychology Today erklärt er, was Erwachsensein für ihn bedeutet - und woran wir erkennen, ob wir auf einem guten Weg sind:

1. Sei dir der Konsequenzen bewusst

Kinder dürfen sich auf dem Boden wälzen und die Erbsen an die Wand schleudern. Das ist Teil ihres Reifungsprozesses, bei dem sie lernen, dass sie mit solch einem Verhalten nicht weiterkommen. Als Erwachsene jedoch haben wir die Wahl, innezuhalten und bewusst zu agieren. Wer vorher überlegt, wie seine Handlungen und Worte auf andere wirken, ist schon ein ganzes Stück erwachsen.

2. Übernimm Verantwortung für dich selbst

Wir klagen über das Leben, und teilweise ist das auch gerechtfertigt: Uns sind Dinge passiert, auf die wir keinen Einfluss hatten, und die nicht gut für uns waren. Doch wenn wir erwachsen sein wollen, müssen wir uns aus der Opferrolle befreien und annehmen, wo wir stehen und wer wir sind. Setze dich damit auseinander, was du erlebt hast, anstatt es zu verdrängen.

3. Liebe ohne Angst

Wir sind alle verletzt worden. Trotzdem ist es ein Fehler, sich zu verstecken. Hab keine Angst. Mach dich verletzbar, lass die Kontrolle und deine Erwartungen los, und lerne, ohne Angst zu lieben. Kommuniziere, lass die anderen nicht im Dunkeln über dich. Es verlangt Mut, verletzlich und ehrlich zu sein, schwierige Gespräche zu führen und Grenzen zu ziehen. Es erfordert Mut, verantwortungsvoll zu lieben. Aber nur dann erlebst du, was Liebe wirklich bedeutet. Liebe ohne Schmerz gibt es sowieso nicht.

4. Rufe zurück

Warum anrufen, wenn man auch eine Whatsapp-Nachricht schreiben kann? Eigentlich sollen uns Kommunikationstechnologien verbinden und nicht trennen. Doch wir haben gelernt, uns hinter unseren Smartphones zu verstecken, statt sie dafür zu nutzen, wofür sie ursprünglich gemacht wurden. Wenn dich jemand anruft, solltest du zurückrufen. Die Person will mit dir sprechen und deine Stimme hören. Erwachsene rufen zurück.

5. Kümmere dich um deine Themen

Windel voll, traurig, hungrig? Kinder machen ihre Probleme zu denen der anderen. Sie dürfen das. Doch als Erwachsene musst du dir über deine eigene Wahrnehmung, deine Themen, Probleme und Trigger bewusst werden – und darüber, was sie mit anderen machen, besonders in deinen Liebesbeziehungen. Wenn du dich nicht um deine Themen kümmerst, landest du in einer Kind-Erwachsenen-Beziehung - und nicht in einer Beziehung zwischen zwei Erwachsenen.

6. Sei dankbar

Kinder wollen mehr und mehr und mehr. Erwachsene sind dankbar. Sei dankbar für alles, was du hast, auch für die Schwierigkeiten, die das Leben mit sich bringt, denn sie haben dir geholfen, ein reiferer Mensch zu werden. Sei dankbar für deine Beziehungen, auch wenn sie manchmal anstrengend sind. Sei dankbar, dass du die Wahl hast, erwachsen zu sein.

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