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Freunde finden 6 Gründe, wieso dir neue Freundschaften so schwerfallen

Freunde finden: Frau schaut aus dem Fenster
© Lolostock / Shutterstock
Es fällt dir schwer, neue Freunde zu finden? Damit bist du nicht allein – doch dafür gibt es gleich mehrere Gründe, die man selbst oft gar nicht bemerkt.

Es beginnt schon im Kindergarten: Während manche Menschen innerhalb kürzester Zeit mehr Freunde finden, als sie zählen können, fällt es anderen schwerer, Freundschaften zu schließen. Letzteres bekommt jeder spätestens dann zu spüren, wenn er älter wird. Denn neben Job, Haushalt und gegebenenfalls Familie fehlt uns schlichtweg die Muße, noch viele neue Leute kennenzulernen. 

Trotzdem scheint nicht nur unser Stresslevel eine Rolle zu spielen, wenn es darum geht, neue Freunde zu finden. Schließlich kennt so gut wie jeder diese eine Person, die sich sofort mit der neuen Nachbarin anfreundet und scheinbar selbst an der Supermarktkasse neue Freunde trifft. Was macht sie anders? Dieser Frage haben sich nun Forscher aus Griechenland angenommen. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Septemberausgabe von "Personality and Individual Differences" veröffentlicht.

6 Gründe, wieso wir keine neuen Freunde finden

Ausführliche Interviews und Befragungen brachten insgesamt ganze 39 Dinge ans Licht, die Menschen davon abhalten, neue Freunde zu finden. Sechs davon stachen im Laufe der Untersuchungen jedoch ganz besonders heraus – denn sie scheinen nicht nur besonders häufig aufzutreten, sondern auch den größten Einfluss zu haben. Die da wären:

  • Wenig Vertrauen (37%)
  • Mangel an Zeit (29%)
  • Introvertiertheit (23%)
  • zu wählerisch (16%)
  • Angst vor Zurückweisung (10%)
  • Pragmatische Gründe (2%)

Den Zeitmangel müssen wir angesichts vollgepackter Terminpläne der heutigen Zeit wohl kaum erklären. Interessant ist jedoch, dass dieser – anders als wir zumindest vermutet hätten – gar nicht an erster Stelle steht. Stattdessen scheint vielmehr der Mangel an Vertrauen uns davon abzuhalten, neue Freunde zu finden.

Wenn man länger darüber nachdenkt, macht jedoch auch dieser Punkt Sinn. Im Laufe unseres Lebens schrumpft leider unser kindlicher Gutglaube – und wir lernen auf die harte Tour, dass man nicht jedem Menschen vertrauen kann. Gleichzeitig wird diese Eigenschaft für eine gute Freundschaft immer wichtiger. Und Vertrauen fasst man eben nicht von heute auf morgen, dafür braucht es Zeit, die uns ebenfalls fehlt. 

Übrigens brachte die Studie auch einen deutlichen Geschlechterunterschied hervor: Männer hielt vor allem der Zeitmangel davon ab, neue Freunde zu finden – Frauen hingegen machten sich viel mehr Gedanken um Dinge, wie Vertrauen oder Angst vor Zurückweisung. 

So, jetzt wissen wir zumindest, wieso wir manchmal Probleme damit haben, neue Freundschaften zu schließen. Aber: Wir sind ja nicht allein damit. Und deswegen sollten wir unsere Ängste vielleicht einfach mal wieder über Bord werfen und uns freuen, neue Freunde in unser Leben zu lassen!

verwendete Quellen: Psychology Today,  Personality and Individual Differences


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