Seit ich eine Sache anders mache, nerven mich andere Menschen sehr viel weniger

Auch manchmal genervt von deinen Mitmenschen? Unsere Autorin kennt das Problem. Aber sie hat eine Strategie gefunden, dank derer ihr andere Menschen nicht mehr die Laune  verderben können.

Menschen sind für mich Stimmungskiller Nummer 1. Also nicht grundsätzlich, aber wenn sie sich blöd verhalten oder mir doof kommen, bringen sie mich schneller von "das Leben ist schön" auf "Hilfe, ich will ins Bett" als Regen oder ein leeres Nutella-Glas. Drei Beispiele für klassische "Orrrr!"-Situationen, die mich normalerweise tierisch nerven:

  • Im Supermarkt wird eine neue Kasse geöffnet und die letzten aus der Schlange sprinten mit ihren vollen Einkaufswagen nach vorne, statt die vor zu lassen, die mit ihren zwei Artikeln schon seit 10 Minuten warten. 
  • An der U-Bahnstation wollen zahlreiche Fahrgäste ein- und aussteigen, doch manche verhalten sich, als wäre die Bahn ihr privates Einpersonen-Beförderungsmittel – und reagieren auch noch pampig, wenn man drängelt oder etwas sagt.
  • Fußgänger laufen, ohne sich umzusehen, auf den Radweg und beschimpfen mich als "blöde Kuh!", wenn ich beherzt klingele.

Ja ja, ich weiß: Ich bin ganz schön ungeduldig, leicht reizbar und sollte mich über sowas überhaupt nicht aufregen. Und mittlerweile mache ich es auch so gut wie gar nicht mehr. Weil ich endlich einen Weg gefunden habe, der für mich persönlich super gegen meinen Stimmungskiller Nummer 1 funktioniert: Lachen

Ein pöbelnder Schnösel verhalf mir zur Erkenntnis 

Dass ich gemerkt habe, wie mich lachen vor dem Mood-Drop bewahren kann, war purer Zufall. Eines Morgens, auf dem Weg zur Arbeit, kurz nach 7 Uhr, geschah es mal wieder: Ein gut gekleideter Mann (bestimmt irgendwas mit Finanzen), lief auf den Radweg, ohne sich umzusehen, ich (auf dem Fahrrad) wich ihm im letzten Moment aus, er erschrak und schimpfte "Mann, geht's noch?! Unfassbar!". Vielleicht hatte ich einen besonders guten Tag oder so, aber statt mich angegriffen zu fühlen, aufzuregen oder mit ihm auseinanderzusetzen, konnte ich in diesem Moment einfach nur über diesen Mann und die Situation lachen – und das war nicht nur befreiend, sondern hat meine Stimmung sogar noch gehoben

Durch dieses Erlebnis ist bei mir irgendwie der Groschen gefallen: Es wird IMMER Situationen geben, in denen sich Menschen nicht so verhalten, wie ich es mir wünsche. Nicht so aufmerksam, nicht so rücksichtsvoll, nicht so freundlich. Und wahrscheinlich werde ich niemals drüber stehen können, weil es mich nun mal oft betrifft und mir deshalb auffällt. Daran kann ich nichts ändern. Aber WIE ich darauf reagiere, ob ich es an mich ranlasse oder mit Humor nehme, das entscheide ganz allein ich! Und wenn ich die Wahl habe zwischen Lachen und mich ärgern – ist die Sache für mich klar.

Warum Lachen für mich funktioniert

Natürlich finde ich Situationen wie die beschriebenen selten wirklich lustig und meine Strategie funktioniert auch nicht immer absolut perfekt. Aber das muss sie gar nicht, weil es mir hin und wieder irgendwie ganz gut tut, mich über Kleinigkeiten aufzuregen. Doch seit ich die Lachnummer kenne, hat sie mir schon oft geholfen, denn in der Regel ist es mit dem Lachen wie mit dem Lächeln (zumindest bei mir): Selbst wenn ich es erstmal nur erzwinge, wird es nach ein paar Sekunden natürlich und meine Laune bessert sich – ebenso übrigens wie meine generelle Einstellung zu meinem ehemaligen Stimmungskiller Nummer 1, seit er mich öfter zum Lachen bringt.

Und dass manche vielleicht ab und zu mal ein biiiisschen verwirrt sind oder sich ärgern, wenn sie mitbekommen, wie ich lache, ist, finde ich, wiederum nicht mein Problem, sondern ihre Entscheidung. Schließlich könnten sie genauso gut mit mir mitlachen. 

 

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