4 Gründe, warum andere mehr in dir sehen als du selbst

Du hältst dich für ganz okay? Bist du aber nicht – du bist sehr viel mehr als das! Warum dir das vielleicht nicht ganz so klar ist, dafür gibt's mindestens vier logische Gründe. 

Wetten, du hältst dich selbst für deutlich weniger toll und liebenswert, als andere dich wahrnehmen? Womöglich sogar als (fast) alle Leute, die dich näher kennen? Nicht, dass das jetzt das größte Drama der Welt wäre! Eine gewisse Portion Selbstkritik, etwas Bescheidenheit und ein paar gesunde Selbstzweifel tun gut und machen dich ja unter anderem letztlich auch zu dem tollen Menschen, der du bist. Trotzdem: Selbstliebe lernen wirst du nicht, wenn du immer NUR bescheiden bist. Deshalb kannst du dir ruhig hin und wieder klar machen: Du bist schon echt eine tolle, einzigartige Frau! Aber mach dir keine allzu großen Hoffnungen: So deutlich wie andere wirst du's vermutlich sowieso nie sehen. Warum nicht? Zum Beispiel aus diesen vier Gründen.

4 Gründe, warum du keine Ahnung hast, was andere alles an dir schätzen

1. Du hast dich an dich gewöhnt.

Egal ob du 16, 25, 34, 43 oder älter bist: Du hast schon einige Erfahrungen und Momente mit dir und deinen Eigenschaften auf dem Buckel! Dein Charakter, deine Sichtweise, deine ganze Art – all das ist dir so vertraut, dass du dich völlig daran gewöhnt hast und es für selbstverständlich hältst. Aber was meinst du, wie erfrischend deine direkte Art auf andere wirkt, wenn sie dich das erste Mal erleben? Oder wie interessant, süß und angenehm deine Zurückhaltung? Ob du's glaubst oder nicht: Andere sehen Besonderheiten und Stärken in dir, die dir längst nicht mehr auffallen. Und manch einer wird dich vielleicht sogar um etwas beneiden, das dich selbst schon seit Jahren an dir nervt.

2. Du bekommst weniger Komplimente, als du verdienst.

Du kriegst gar nicht so viel gutes Feedback von anderen? Kein Wunder: Die Welt dreht sich ja auch nicht nur um dich! Außer vielleicht deiner Mama fühlt sich niemand dafür zuständig, dich ständig zu bestärken und zu pampern. Außerdem fällt es gerade Leuten, die selbst unsicher mit sich sind und zweifeln (also ungefähr 99 Prozent der Menschheit), wahnsinnig schwer, anderen einfach so Komplimente zu machen.

Viele empfänden es zum Beispiel als Eingeständnis ihrer eigenen Schwäche, wenn sie dir sagen würden: "Wahnsinn, wie du in dem Moment die Ruhe bewahrt hast". Weil sie meinen damit zuzugeben: "Das hätte ich nicht geschafft." Oder sie fürchten, selbst kleiner zu wirken, wenn sie anderen ihre Größe zugestehen. Ja, damit machen wir uns alle gegenseitig das Leben schwer, aber es wird sich sicher nicht so schnell ändern. Daher behalt's einfach im Hinterkopf und ruf es dir beim nächsten Mal, wenn du mal wieder lange kein Kompliment gekriegt hast (dafür aber umso mehr negatives Feedback, denn das fällt den meisten wahnsinnig leicht) in Erinnerung.

3. Du vergleichst dich mit anderen.

Die eine ist schlanker, eine andere schlagfertiger und die dritte hat schon mit 28 einen Job, von dem du nur träumen kannst. Ja ja, genau diese drei Typen gibt es im Leben einer jeden Frau ... Wir alle vergleichen uns mit anderen und dafür müssen wir nicht mal Instagram öffnen. Schließlich sind wir ständig von Menschen umgeben, im Job, in der Nachbarschaft, in der Familie – sie sind einfach überall! Und wenn wir sie so erleben, können wir gar nicht anders, als uns mit ihnen zu vergleichen. An sich ist das auch gar nicht schlimm.

Was nur ein bisschen lästig ist: Dass wir uns oft vor allem auf das konzentrieren, was wir nicht haben und was bei anderen besser läuft als bei uns. Typisch Mensch! Aber der Witz ist ja: Andere vergleichen sich auch mit dir und sehen dann als erstes, was sie alles nicht haben – verrückt, oder?!

Naja, eines Tages, wenn wir alle verstanden haben, dass anders einfach nur anders ist und weder besser noch schlechter, und wir gelernt haben, wie stark wir sind, wenn wir uns alle verbünden und unsere positiven Eigenschaften zusammentun, werden wir über dieses "negative Vergleiche"-Problem herzlich lachen. Und bis dahin: Besinn dich öfter mal darauf, was DU alles hast, kannst und bist und lass die anderen – ganz wertfrei – die anderen sein. 

4. Du wünschst dir Wertschätzung von den falschen Menschen.

Ähnliches Problem wie bei den Vergleichen: Meistens wollen wir das, was wir nicht haben (oder kriegen können). Deshalb verknallen wir uns in Typen, die nicht auf uns stehen, wollen Kolleginnen beeindrucken, die mit unserer Arbeit einfach nichts anfangen können, und wollen generell Menschen für uns gewinnen, die uns eher kritisch beäugen. Blöd! Denn oft genug geringschätzen oder übersehen wir dabei all die Leute, die uns von sich aus lieben und für wertvoll halten. Dabei könnten die uns theoretisch oft sogar beibringen, uns auch selbst ein bisschen positiver wahrzunehmen ...

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