Laut Psychologen: Diese schlechte Angewohnheit macht stark, sexy und erfolgreich

"Scheiße" sagt man nicht? Sollte man aber, jedenfalls meinen das Psychologen. Und sie haben dafür verdammt überzeugende Gründe.

Fuck off, Arschlecken, scheiß-dreckiger Kack-Piss!

Na, erschrocken? Keine Sorge: Wir auch! 

Bei vulgären Ausdrücken zucken die meisten Menschen erstmal zusammen. Kein Wunder, schließlich lernen wir schon als Kinder, dass es sich nicht gehört zu fluchen und dass Kraftausdrücke im Wortschatz eines erfolgreichen, respektablen Mitglieds unserer Gesellschaft nichts zu suchen haben. Vernehmen wir dann doch mal ein "Fuck" oder "Arschloch", gehen wir verständlicherweise davon aus, dass der Absender keine gute Erziehung genossen oder sie bei ihm (mangels intellektueller Aufnahmefähigkeit?) nicht gefruchtet hat. 

Doch genau wie bei anderen Dingen, die vor einigen Jahrzehnten noch tabuisiert wurden, hat sich mittlerweile auch die Einstellung zu Kraftausdrücken verändert und zum Teil sogar ins Gegenteil verkehrt.

Psychologe sagt: Befreit fluchen verbessert unser Leben

Einer der größten "Fans" von vulgärer Sprache ist der britische Psychologe Richard Stephens von der Keele University. Ja, genau, Psychologe an einer Uni, der Mann denkt sich was bei dem, was er so von sich gibt. Stephens hat mehrere Artikel zum Thema Fluchen geschrieben, in denen er sich sowohl auf Studien anderer Wissenschaftler als auch auf eigene bezieht und die alle auf dieselbe Tendenz hinauslaufen: Ein gelegentliches "Kack-Piss" hat nicht nur seine Berechtigung, sondern verbessert auch unser Leben – und im Grunde genommen sogar uns. 

5 Gründe, warum es gut ist, Vulgär-Sprache zu beherrschen

1. Fluchen gibt uns Kraft

2017 wies Stephens in einem Experiment nach, dass uns Fluchen offenbar körperliche Kraft gibt. Er ließ insgesamt rund 80 Probanden zwei unterschiedliche Kraftübungen machen, einmal mit Fluchen und einmal ohne. Bei beiden Übungen lieferten die Teilnehmer, wenn sie ausgelassen fluchen durften, deutlich bessere Ergebnisse ab. Außerdem so Stephens: "Wir wissen aus früheren Untersuchungen, dass Fluchen uns dabei hilft, Schmerzen auszuhalten. Ein möglicher Grund dafür ist, dass es unser Nervensystem anregt, dasselbe, das zum Beispiel auch unsere Herzfrequenz steigen lässt, wenn wir in Gefahr sind."

2. Fluchen zeugt von Intelligenz

Wer Kraftausdrücke benutzt, kennt nicht genug Worte, um sich gepflegt zu beschweren? Irrtum, wie mittlerweile mehrere Studien belegen. Wer viele Schimpfwörter kennt und von sich gibt, hat in der Regel generell einen umfangreicheren Wortschatz, ist eloquenter, kreativ und vergleichsweise clever. Krasser Shit! 

3. Fluchen wirkt selbstbewusst

Wer nicht davor zurücksteckt, hier und da mal ein Schimpfwort in seine Argumentation einfließen zu lassen, hinterlässt auf andere einen stärkeren Eindruck – und setzt sich häufiger durch, so Stephens im "Independent". Allerdings: Wenn man dabei nur gequirlte Scheiße von sich gibt, überzeugen derbe Ausdrücke allein auch wieder nicht.

4. Fluchen steigert die Lust

Na, wie oft endeten heftige verbale Auseinandersetzungen mit deinem Schatz schon in einem sexuellen Höhepunkt? Könnte damit zusammenhängen: Im Bett fahren gerade viele Männer voll auf dirty Talk ab! Vermutlich liegt das daran, dass in Mainstream-Pornos häufig Vulgär-Wörter fallen. Viele Männer-Gehirne sind daher daran gewöhnt und darauf konditioniert, bei Ausdrücken wie "fick mich!" geil zu werden, während sie ein "magst du mit mir Liebe machen" tendenziell kalt lässt. Es hat zwar noch niemand in repräsentativem Ausmaß gestoppt, aber es geht das Gerücht, dass ein "Pimmel" um einiges mehr und länger kann als ein Penis ...   

5. Fluchen ist Ausdruck stärkster Emotion

In einem weiteren Artikel im "Independent" führt Stephens ein Argument für die Relevanz von Kraftausdrücken in unserem Leben an, das etwas nachdenklich macht: Durch Aufzeichnungen aus Blackboxen, die nach Flugzeugabstürzen geborgen wurden, wissen wir, dass die meisten Piloten in ihren letzten Momenten dazu neigen, SEHR vulgär zu werden (und Piloten sind in der Regel überdurchschnittlich gebildet). Daraus schließt der Psychologe, dass Vulgär-Sprache einerseits eine sehr grundlegende und wesentliche Ausdrucksweise für uns ist, und andererseits unsere stärksten Gefühle am besten wiedergibt. In anderen Worten: Jeder Piss-Kack signalisiert, dass uns etwas besonders berührt.

Doch bei all den guten Argumenten, künftig ruhig öfter mal das ein oder andere "Fuck!" fahren zu lassen statt es uns zu verkneifen – übertreiben und auf Krampf forcieren müssen wir es ja nicht. Und in Gegenwart der Chefin, Schwiegereltern oder potentiellen Vermieterin wäre "spitze!" sicher auch immer die bessere Wahl als "arschgeil!".

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