Kaizen: So leicht schaffst du neue Gewohnheiten!

Was hinter der Kaizen-Philosophie steckt und wie du dir diese für neue Gewohnheiten zunutze machen kannst, verraten wir dir hier.

Kaizen: Das steckt dahinter

Der Begriff Kaizen ist eine Zusammensetzung aus dem japanischen Kai für "Veränderung" oder "Wandel" und Zen für "zum Besseren". Der Japaner Masaaki Imai hat bereits 1986 ein Buch über das Prinzip Kaizen veröffentlicht. Was dahinter steckt? Grob zusammengefasst hilft Kaizen beim Produktions-, Service- oder Qualitätsmanagement in Unternehmen (der kontinuierliche Verbesserungsprozess (kurz KVP) gilt übrigens als deutsche Variante von Kaizen!).

Kaizen ist vor allem Management-Philosophie, d. h. es handelt sich dabei nicht einfach um eine Methode, sondern um eine Denkweise, die von den Mitarbeitern verinnerlicht werden soll: Abläufe, Tätigkeiten oder Produkte sollen permanent verbessert werden ­– unter Einbeziehung aller Mitarbeiter. Auch Verschwendung soll möglichst vermieden werden, nicht nur bei Ressourcen, sondern auch bei Zeit!

Der Optimierungsprozess hat in der Kaizen-Philosophie einen Anfang, aber kein Ende! So soll Imai gesagt haben: "Die Botschaft der Kaizen-Strategie ist, dass nicht ein Tag ohne irgendeine Verbesserung irgendwo im Unternehmen vergehen soll." Der Schlüssel zum Erfolg sind hier die kleinen Schritte und das Tag für Tag! Schritt für Schritt zur sichtbaren Verbesserung. Wie können wir das für uns nutzen?

Kaizen: So können wir das Prinzip nutzen

Ja, mit Selbstoptimierung können wir es auch übertreiben! Und doch gibt es Gewohnheiten, die wir schon lange loswerden wollen – und es einfach nicht schaffen. Dazu muss man wissen: Eine schlechte Angewohnheit loszuwerden ist schwerer, als eine neue zu etablieren. Dafür gibt es jedoch einen Trick: die 1-Minute-Methode. Das heißt, du nimmst dir eine Minute am Tag Zeit für deine neue Gewohnheit! Egal, ob du ein paar Situps machen, mehr Gemüse essen oder deinen Terminplan updaten willst – bei einer Minute hast du keine Ausrede mehr, es nicht zu tun. Und wie schnell ist eine Minute um? Eben! Statt dich über schlechte Angewohnheiten zu ärgern, kannst du dir eine bessere angewöhnen und kommst deinem Ziel in kleinen Schritten immer näher ...

Zugegeben: Um mit dem Rauchen aufzuhören, ist die 1-Minute-Methode nicht geeignet. Doch statt dir eine Zigarette anzuzünden, könntest du dir eine Alternative dazu angewöhnen ... Im Video unten findest du noch mehr Tipps zum Raucherstopp.

Kaizen: neue Gewohnheiten etablieren

Durch die 1-Minute-Methode bist du von vorneherein motivierter und hast ganz schnell kleine Erfolgserlebnisse – wie toll ist das denn bitte? Und du kannst dir noch ein anderes Prinzip zunutze machen: eine kleine Studie des University Colleges London hat herausgefunden, dass ein Großteil der Probanden neue Gewohnheiten im Alltagsleben nach durchschnittlich 66 Tagen automatisch ausübten (hier findest du ein Interview mit der Wissenschaftlerin Phillippa Lally). Wiederholst du deine neue Gewohnheit für ungefähr 66 Tage am Stück, gehört sie schon so gut wie zu deinem Leben 💪🏻. So leicht kannst du dein Leben schrittweise optimieren!

Kaizen für Zuhause

Der stetige Optimierungsprozess eignet sich also nicht nur für Prozesse im Unternehmen, sondern kann auf verschiedene Lebensbereiche übertragen werden. Und was in Unternehmen und Büros funktioniert, funktioniert auch für dein Zuhause. Für die kontinuierliche Optimierung kannst du die 5S-Methode nutzen:

  • Sortieren (japanisch: Seiri): Entsorge alles Unnötige! Bei Dingen, bei denen du dir unsicher bist, packe sie in eine Box, beschrifte und stelle sie weg, z. B. in den Keller. Nutzt du sie eine längere Zeit nicht, kannst du auch diese entsorgen.
  • Systematisieren (Seiton): Alles hat nicht nur einen festen Platz, sondern auch einen sinnvollen! Zusammengehöriges versammelt aufbewahren. Was nicht oft verwendet wird, wird so verstaut, dass es nicht im Weg ist.
  • Saubermachen (Seiso): Nach einer Grundreinigung kannst du dein Ordnungssystem einrichten.  Zur Sauberkeit gehört auch, kaputte Dinge wieder instand zu setzen.
  • Standardisieren (Seiketsu): Das Standardisieren ist für den Hausgebrauch nur bedingt notwendig, aber du kannst dieses Prinzip dazu nutzen, Routineabläufe zu durchdenken und diese Schritt für Schritt zu optimieren.
  • Selbstdisziplin (Shitsuke): Ordnung ins Zuhause zu bringen und Abläufe sinnvoller zu planen sind tolle Wege, Zeit und Ressourcen zu sparen. Doch ohne Disziplin, diesen Standard zu halten, leider wenig erfolgreich. Also: bleibe dran!

Hier findest du noch mehr hilfreiche Tipps zum Entscheidungen treffenLeben aufräumen und um deine Lebensträume (endlich) zu verwirklichen. 

Videotipp: Drei Tipps, um endlich mit dem Rauchen aufzuhören

NIchtraucherin

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