Test: Mit Unsicherheit umgehen - wie reagieren Sie?

Krisen, Herausforderungen. Mit Unsicherheit umgehen - das ist bei jedem Menschen anders. Wie reagieren Sie und was können Sie noch lernen? Machen Sie den Test.

Speziell für BRIGITTE hat Ernst-D. Lantermann, Professor für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie der Universität Kassel, diesen Test entwickelt. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Unsicherheit umgehen. Klicken Sie sich durch die zehn Fragen von Professor Lantermann. Zu jedem "Unsicherheits-Typen" lesen Sie am Schluss hilfreiche Tipps.

1

Eine gute Freundin will mit Ihnen für zwei Wochen auf eigene Faust durch Südafrika reisen, wo Sie beide noch nie waren. Wie reagieren Sie?

2

Ihr Partner überrascht Sie mit einem Krisengespräch: Er sei in den vergangenen Monaten immer unzufriedener mit ihrer Beziehung geworden. Er will Veränderung. Wie gehen Sie damit um?

3

Eine Internetfirma macht Ihnen ein lukratives Berufsangebot. Sie müssen sich allerdings rasch entscheiden. Was tun Sie?

4

Sie bekommen hautnah mit, dass ein befreundetes Paar deren jüngste Tochter sehr verwöhnt und bei ihr alles durchgehen lässt. Wie gehen Sie damit um?

5

Endlich haben Sie die perfekte Wohnung gefunden: Riesiges Wohnzimmer, Oberstes Stockwerk, zwei Balkone. Das Problem: Sie liegt in einem Viertel, dessen soziale Struktur so ganz anders ist. Wie entscheiden Sie sich?

6

Ihr Partner will mit seinem alten Schulfreund Oskar zwei Wochen segeln gehen. Das Problem: Sie können Oskar nicht ausstehen. Wie reagieren Sie?

7

Sie haben erfahren, dass Ihr Partner Sie mit einer Kollegin betrügt. Was tun Sie?

8

Es hat mal wieder richtig geknallt zwischen Ihnen und Ihrem Freund. Am Ende hat er beleidigt die Wohnungstür ins Schloss geworfen. Seitdem: Funkstille. Wie gehen Sie damit um?

9

Man lädt Sie überraschend ein, vor einem größeren Publikum über das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sprechen.

10

Sie müssen feststellen, dass Ihre beste Freundin Sie in einer wichtigen Angelegenheit angelogen hat. Wie reagieren Sie darauf?

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Krisen bewältigen: Test: Mit Unsicherheit umgehen - wie reagieren Sie?

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Unsicherheit als Chance

Egal, was da auf Sie zukommt. Sie denken sich: Je überraschender desto besser für mich und für meine Zukunft. Unsicherheiten und unerwartete Ereignisse werten Sie als Gelegenheit, dazuzulernen, weiterzukommen. Es ist Ihr Rostlöser. Sie denken nicht in Worst-Case sondern in Best-Case-Szenarien. Sie hinterfragen Gewohnheiten, können unterschiedliche Standpunkte als gleichberechtigt anerkennen und entwickeln neue Handlungsstrategien für einen erfolgreichen Umgang mit Unsicherheit. Sie verstehen unter neuen Erfahrungen eine Entwicklungschance für Ihre Persönlichkeit, Ihre Fähigkeiten und Ihr Selbstbewusstsein. Die Wissenschaft spricht Menschen wie Ihnen ein hohes Maß an Ambiguitätstoleranz und Unsicherheitsorientierung zu, einen hohen Kohärenzsinn, hohes Selbst- und Sozialvertrauen und eine gelingende Selbstregulation.

Das können Sie noch lernen: Verlangt jedoch eine Situation rasche Entscheidungen oder einfache Lösungen, zögern Sie. Es fällt Ihnen schwer, vielschichtige Fragestellungen künstlich zu vereinfachen. Sie sollten sich fragen, ob Ihr Anspruch an sich selbst, Alles und Jeden bis ins Letzte zu verstehen und zu berücksichtigen, nicht übertrieben ist. In manchen Situationen blockiert das. Genauso wie der Anspruch, immer überlegt handeln zu müssen.

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Unsicherheit als Nervenkitzel

Das kribbelt so schön: Die Unruhe, die Aufregung, der Thrill. Unsicherheit ist für Sie Abenteuer, berraschung ist Kraftquelle. Sie genießen alles Neue und interessieren sich dabei weniger für die Feinheiten und Vielschichtigkeiten einer Situation. Eine persönliche Weiterentwicklung ist Ihnen weniger wichtig als das pure Abenteuer, die Abwechslung, die Sensation. Sie verabscheuen alles Langweilige, Sie sind impulsiv und setzen schnell gefasste Entschlüsse rasch und mit großer Lust in die Tat um. Die Wissenschaft charakterisiert Menschen, die ein so hohes Bedürfnis nach Abwechslung haben wie Sie, mit einer hohen Ungewissheitsorientierung und Entscheidungssicherheit und einem geringen Bedürfnis nach Struktur sowie einer geringen Ambiguitätstoleranz und Selbstregulation.

Das können Sie noch lernen: Der Hunger nach Nervenkitzel kann zum schlechten Ratgeber werden. Kommen Sie in eine zweischneidige Situation, in der Sie handeln, entscheiden und planen abwägen müssten, sind Sie schnell bereit, mögliche Gefahren und Risiken zugunsten des Glück- und Sensationsversprechens aus den Augen zu verlieren. Mit dieser Einseitigkeit übersehen Sie oftmals auch die Entwicklungschance für Ihre Persönlichkeit. Vielleicht ist das sogar Konzept? Schließlich drängt der Rausch des Abenteuers nagende Selbstkritik zurück. Es würde Ihnen helfen spontanen Entschlüssen nicht sofort nachzugeben und in Zukunft öfter mal eine Nacht darüber zu schlafen.

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Unsicherheit als Handlungsmotor

Sie mögen klare Verhältnisse. Unsichere Situationen erscheinen Ihnen als eine Verunsicherung Ihrer Lebensverhältnisse, Ihrer sozialen Beziehungen und Ihrer Überzeugungen. Daher antworten Sie beherzt und entschlossen auf unsichere Situationen, indem Sie sich auf den für Sie wichtigsten Aspekt der Situation konzentrieren. Sie suchen nicht die Unsicherheit, aber wenn sie sich nicht vermeiden lässt, kommen Sie gut mit ihr zurecht. Kommen Sie in kompliziertere Situationen, in denen es darauf ankäme, erst mal zu sehen, wo man steht und was man machen kann, neigen Sie zu einer raschen und entschlossenen Vereinfachung der Situation. Sie ziehen klare Grenzen zwischen den eigenen Auffassungen und denen anderer Menschen, die sie verunsichern und konzentrieren sich auf die Informationen und Ereignisse, die ihre eigene Welt- und Selbstsicht bestätigen. Für die Wissenschaft kennzeichnet Menschen, die wie Sie die Übersichtlichkeit schätzen und sich mit Überraschungen arrangieren, ein hohes Bedürfnis nach Struktur, hohe Entscheidungssicherheit sowie hohes Selbst- und Sozialvertrauen. Ihre Ungewissheitsorientierung und Ambiguitätstoleranz sind eher gering ausgeprägt.

Das können Sie noch lernen: Um weiterzukommen, wäre es hilfreich, ab und zu "innerlich auszusteigen" und die Situation aus unterschiedlichsten Perspektiven zu betrachten, vor allem auch aus der Perspektive von Leuten, die ganz andere Meinungen vertreten als sie. Ja, das braucht Zeit und Energie – aber am Ende kann für Sie sehr viel dabei rauskommen.

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Unsicherheit als Störung

Sie mögen klare Verhältnisse und Übersichtlichkeit. Unsichere Situationen erscheinen Ihnen als eine "Störung" Ihrer Lebensverhältnisse, Ihrer vertrauten Erfahrungen, Ihrer Gewohnheiten und Ihrer Selbstsicherheit. Deswegen versuchen Sie, sich möglichst genau über die Situation zu informieren und greifen dabei auf Ihr Können, Ihr vertrautes Wissen und Gewohnheiten zurück. Sie schmieden möglichst exakte Pläne. In aller Regel gelingt es Ihnen dadurch, das Ausmaß an Sicherheit zurück zu gewinnen, das Sie brauchen. Eine klare Struktur ist eines Ihrer Grundbedürfnisse. Verlangt eine Situation rasche Entscheidungen auch dann, wenn nur unvollständige Informationen zur Verfügung stehen und ein Betreten neuer Wege abseits vertrauter Gewohnheiten günstig wäre, neigen Sie dazu, sich auf Ihre Gewohnheiten zurückzuziehen in der Hoffnung, mit erhöhtem Einsatz diese Situationen in ihrem Sinne zu meistern. Ehe Sie sich zum Handeln entschließen können, müssen sie sich zudem genauestens über alles informieren, mit dem Ergebnis, dass sie sich nur schwer zu klaren Entschlüssen durchringen können.

Für die Wissenschaft kennzeichnet Menschen, die wie Sie klare Verhältnisse und Übersichtlichkeit schätzen und unsichere Situationen als eine "Störung" ihrer Lebensverhältnisse empfinden, ein hohes Bedürfnis nach Struktur, eine geringe Ungewissheitsorientierung, eine geringe Ambiguitätstoleranz , gleichfalls ein wenig ausgeprägtes Bedürfnis nach Abwechslung.

Das können Sie noch lernen: Für eine erfolgreiche Bewältigung auch solcher Situationen, die vielschichtig sind und viele Handlungsmöglichkeiten offenhalten, hilft es, manchmal auch gegen Ihre eigene Überzeugung etwas zu tun, was Ihren eingeschliffenen Gewohnheiten widerspricht. Der "Mut zur Lücke" ist bei Ihnen gering ausgeprägt, umso wichtiger wäre es für Sie, ab und zu auszuprobieren, wie es ist, etwas zu tun, ohne sich zuvor alles im Einzelnen überlegt zu haben. Dabei ist es hilfreich, sich regelmäßig zu befragen, ob Sie nicht eigentlich bereits genug wissen, um sich zu entscheiden. Also kein "blindes" Anhäufen von Wissen, sondern das vorhandene Wissen ordnen und nach seiner Notwendigkeit immer wieder zu bewerten.

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Sie liegen in der Mitte

Ihre Auswahl ergab leider keinen eindeutigen Treffer. Aber erkennen Sie in der Auswahl auf die Typen schon eine Tendenz?

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