Lampenfieber

Ein Vortrag vor den Kollegen oder eine Rede vor einer großen Festgesellschaft können einem den Schweiß auf die Stirn treiben und die Knie wackelig werden lassen.

Diese Angst entsteht im Kopf und muss auch dort abgebaut werden, sagt Diplom-Psychologin Eva Wlodarek und gibt Tipps, wie man Lampenfieber mental überwinden kann:

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Präparieren Sie sich für den schlimmsten Fall

Was ist das Schlimmste, das Ihnen passieren kann? Wirklich bedrohlich ist etwas nur dann, wenn Sie nicht wissen, wie Sie damit umgehen sollen. Sobald Sie eine Alternative haben, verliert der Schrecken seine Macht. Überlegen Sie deshalb, was Sie tun werden, wenn Ihr Auftritt tatsächlich ein Fiasko ist:Benennen Sie zunächst Ihr Horrorszenario: "Ich bekomme kein Wort heraus." Oder "Mein Chef sagt: ‚Das war ja völliger Schwachsinn".Nun fragen Sie sich: "Was tue ich dann? "Entwickeln Sie vorab Strategien, mit diesen Situationen umzugehen. Wo sie nicht direkt Einfluss nehmen können, überlegen Sie zumindest, wie Sie sich danach selbst wieder aufbauen. Zum Beispiel, in dem Sie sich hinterher sagen: "Es war mutig von mir, dass ich es versucht habe." Oder: "Ich lerne aus dieser Erfahrung, wie ich es das nächste Mal besser mache." Auf diese Weise bringen Sie sich vom "Versagensmodus" in den "Aktivmodus".

Rücken Sie die Sache in den Mittelpunkt, nicht sich selbst

Lampenfieber hat viel mit dem eigenen Ego zu tun. Werde ich gut genug sein? Wird man mich mögen? Wirke ich sympathisch, souverän, klug? Sagen Sie sich: "So bedeutend bin ich gar nicht. Viel wichtiger ist die Botschaft, die ich vermitteln möchte."Betrachten Sie sich als Überbringerin und konzentrieren Sie sich darauf.

Nehmen Sie die Historiker-Position ein

Gemessen an Ihrem gesamten Leben nimmt das momentane Ereignis nur einen winzigen Bruchteil ein. Die Welt geht nicht unter, wenn Sie diesen Auftritt verpatzen. Machen Sie sich klar: Selbst, wenn man Sie daraufhin entlässt oder Ihr Ruf ruiniert ist, geht Ihr Leben weiter und wird Ihnen noch viele gute Gelegenheiten bescheren.

Beten Sie

Bitten Sie um Unterstützung und Segen für Ihren Auftritt. Dieses wirksame Mittel hilft natürlich in erster Linie gläubigen Menschen. Sie spüren, dass sie sich damit an eine Kraftquelle anschließen, die ihnen weit überlegen ist. Doch vielleicht versuchen Sie es auch mal, wenn Sie überzeugte Atheistin sind. Ihr Schutzengel nimmt das nicht so genau. Die positive Wirkung ist auch psychologisch zu erklären: Solange Sie glauben, dass Sie allein für das Gelingen Ihres Auftritts verantwortlich sind, stehen Sie stark unter Druck, indem Sie die Verantwortung an eine höhere Macht geben, entlasten Sie sich.

Außer über Ihre Gedanken können Sie Ihre Aufregung auch über Ihren Körper beeinflussen:

Bewegen Sie sich

Bewegung baut Stress ab. Wenn Sie genügend Zeit haben, joggen Sie oder machen Sie mit flotten Schritten einen Spaziergang. Falls Sie kurz vor Ihrem Auftritt stehen, laufen Sie einfach schnell eine Treppe hinauf und herunter.

Lassen Sie Ihre Muskeln spielen

Ballen Sie die Fäuste. Spannen Sie gleichzeitig Ihre Arm-, Gesichts- und Bauchmuskeln ganz fest an. Lassen Sie dann wieder locker. Machen Sie diese Übung mehrfach hintereinander.

Atmen Sie tief durch

Am besten gehen Sie an die frische Luft. Stellen Sie sich bei jedem Atemzug vor, dass Sie Stress und Aufregung aus- und Ruhe und Gelassenheit einatmen.

Tipps entnommen aus: Eva Wlodarek, Go! Mehr Selbstsicherheit gewinnen, Krüger, 17,90 Euro

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