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LEAF-Methode So löst du jeden Konflikt!

Leaf-Methode: Paar umarmt sich.
© bedya / Shutterstock
Das Leben ist zu kurz, um sich lange zu streiten! Die LEAF-Methode hilft dir dabei, Konflikte schnell zu lösen und abzuhaken. Das steckt dahinter.

LEAF-Methode: Wobei kann sie helfen?

Ein Konflikt ist immer unangenehm – egal, ob er im Job vorkommt oder im Privatleben. Laut einer Studie erleben 85 Prozent der Angestellten Konflikte im Arbeitsplatz. Im Durchschnitt verbringen sie mit diesen Konflikten pro Woche 2,8 Stunden! Streitigkeiten zehren an unserer Konzentrationsfähigkeit und lösen Druck aus und den können wir im stressigen Alltagsleben nicht gebrauchen. Wie löst man die Unstimmigkeiten möglichst schnell und wie kann man beide Parteien besänftigen? Dabei soll die sogenannte LEAF-Methode helfen. Sie gibt dir eine kleine Anleitung für den richtigen Umgang in Streitsituationen jeder Art. So können Meinungsverschiedenheiten so schnell es geht aus der Welt geschafft werden. Außerdem hilft die LEAF-Methode bei der Versöhnung, so dass man sich nach dem Streit nicht peinlich berührt aus dem Weg gehen muss. Wendest du diese Taktik an, lässt du Konflikte jeder Art schnell hinter dir und kannst dich wieder auf die schönen Dinge im Leben fokussieren!

LEAF-Methode: Was bedeutet der Begriff?

Der Namen LEAF ist ein Akronym, dass auf die verschiedenen Schritte der Methode anspielt. Und diese vier Schritte sind:

  • Listen (L)
  • Empathize (E)
  • Apologize (A)
  • Fix (F)

Zusammen ergibt sich daraus das Wort LEAF. Ist eine stressige Situation zwischen dir entstanden, solltest du also so vorgehen:

  1. Zuhören
  2. Empathie zeigen
  3. Eine Entschuldig aussprechen
  4. Eine Lösung finden

LEAF-Methode: Darum ist die Reihenfolge wichtig

Damit Konflikte wirklich schnell und vollkommen abgeschlossen werden können, solltest du dich an die genaue Reihenfolge der LEAF-Methode halten. Warum dies so wichtig ist, erfährst du jetzt.

1. Schritt: Zuhören (Listen)

Laut der LEAF-Methode ist es viel wichtiger, dem Gegenüber zuerst die Chance zu geben, sich zu erklären. Dieser Schritt ist relevant, um das Gefühl von echtem Interesse aufkommen zu lassen. Würdest du sofort eine Lösung oder eine Entschuldigung anbieten, fragt sich die andere Person, wofür du dich überhaupt entschuldigst und stellt in Frage, ob das Problem wirklich verstanden wurde. Deshalb erstmal zuhören! Dabei ist ein aktives Zuhören wichtig, bei dem du dich wirklich voll und ganz auf dein Gegenüber einlässt.

2. Schritt: Empathie zeigen (Empathize)

Im zweiten Schritt geht es ums Mitgefühl. Zuhören ist nur die halbe Miete – möchten wir uns schnell versöhnen, sollten wir versuchen, uns in die Lage der anderen Person hineinzuversetzen. Keiner möchte sich streiten und wahrscheinlich fühlt sich auch dein Gegenüber verletzt. Zeige Empathie, um zu signalisieren, dass du auch die andere Seite sehen kannst. Wünschst du dir übrigens selbst etwas mehr Empathie von deinem Gegenüber, könntest du zum Beispiel sagen: "Kannst du verstehen, dass ich mich in dieser Situation so gefühlt habe?"

3. Schritt: Entschuldigen (Apologize)

Erst im dritten Schritt folgt dann das konkrete "Sorry". Hier sollten wir auch unsere eigenen Fehler eingestehen. Zu einem Konflikt gehören immer zwei Personen! Du darfst verletzt sein und kannst trotzdem zugeben, wenn etwas auf deiner Seite nicht ganz korrekt verlaufen ist. Das beweist Selbstreflexion und Stärke! Schließlich ist niemand perfekt.

Halte dich bei diesem Schritt mit Erklärungen zurück, sondern trau dich, die Entschuldigung für sich stehen zu lassen. Damit diese auch wirklich ankommt, solltest du nicht auf Schritt 1 und 2 verzichten.

4. Schritt: Lösen (Fix)

Zu guter Letzt blicken wir nach vorne. Wie sollte man jetzt weitermachen? Wo liegt ein sinnvoller Kompromiss? Du könntest eine konkrete Lösung vorschlagen, die deine und die Seite deines Gegenübers respektiert. Erst wenn du den vierten Schritt durchführst, geht ihr beide mit einem positiven Gefühl aus dem Gespräch und könnt beide sicher sein, dass die Sache wirklich abgehakt ist.

Egal, wie sehr wir Acht geben – Konflikte können zu jeder Zeit entstehen. Die LEAF-Methode kann diese nicht verhindern, aber sie hilft dir dabei, souveräner mit Streitigkeiten umzugehen. Oft sind Beziehungen (welcher Art auch immer) nach Konflikten gestört und man findet nicht mehr zusammen, weil die Unstimmigkeit nicht richtig aus dem Weg geräumt wurde. Das muss aber nicht sein! Solltest du dich demnächst also in einer Streitsituation befinden, kannst du die LEAF-Methode anwenden, damit die keine Beziehungs-Schäden bleiben. Probiere es doch einfach mal aus!

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Verwendete Quellen: businessinsider.com, personalwissen.de, img.en25.com


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