Ich habe 3 große Fehler in meinem Leben gemacht – die ich absolut niemandem wünsche!

Ja, unsere Fehler machen uns zu dem Menschen, der wir sind. Unsere Autorin allerdings hat drei Fehler in ihrem Leben begangen, die sie zutiefst bereut – und deshalb niemand anderem wünscht ...

Ganz ehrlich: Normalerweise bin ich ein riesen Fan von Fehlern. Wahrscheinlich habe ich das meiste Wichtige, was ich heute weiß, aus Fehlern gelernt. Sie prägen sich einfach so schön ins Gedächtnis ein – einmal einen schmerzhaften Fehler begangen, schwupps, Lektion für immer gelernt! Aber muss man echt immer alle Fehler unbedingt selber machen? Wenn ich nämlich so zurückblicke in meinem Leben, fallen mir drei Fehler ein, von denen ich mir sehnlichst wünschte, sie nie hätte machen zu müssen ...   

3 große Lebensfehler, die ich niemandem wünsche

1. Ich dachte, ich müsste immer funktionieren

Einer der schwerwiegendsten Irrtümer meines Lebens! Aus irgendeinem Grund (vielleicht unsere Leistungsgesellschaft ...?) dachte ich jahrelang, ich müsste unbedingt etwas leisten und immer funktionieren, um etwas wert zu sein – und habe entsprechend gelebt ... Dabei ist das so ein Quatsch! Schließlich bin ich ein Mensch und kein Korkenzieher. Ich diene nun mal keinem klar definierten Zweck – und wenn ich den erfülle, hat mein Leben einen Sinn. Nein, so einfach ist das nicht. Mein Leben ist kein Wettlauf und der gerade Weg nicht der beste! 

Heute weiß ich, dass ich mir meine Bedeutung und meinen Sinn sowieso selbst gebe – durch die Beziehungen, die ich führe, die Erfahrungen, die ich mache, und ja, durch meine Erfolge, aber ebenso meine Fehler und mein Scheitern. Und dass ich einfach auch mal nur eine gute Zeit haben und die Sonne genießen darf. Ich wünschte sehr, das alles hätte ich von Anfang an gewusst! Denn seit ich mir Schwächen und Pausen erlaube und meinen Selbstwert aus mehr beziehe als meiner Leistung, lebe ich sooooo viel glücklicher! Und ironischerweise "funktioniere" ich dadurch sogar besser ...

2. Ich habe meine Energie in die falschen Menschen investiert

Vielleicht der schmerzhafteste Fehler meines Lebens. Jahrelang habe ich mich ganz besonders um Menschen bemüht, die mich nicht so liebten, schätzten oder respektierten, wie ich es mir wünschte. Warum? Weil ich einfach allen gefallen wollte! Ich dachte, wenn ich mich nur genug anstrenge, könnte ich alle von mir überzeugen. Tja, falsch gedacht! Je mehr ich mich für andere verbog und ins Zeug legte, umso weniger Wertschätzung erfuhr ich (komisch ...).

Das zutiefst Tragische an der Sache: Bei all diesem „Allen-gefallen-wollen“ vernachlässigte und enttäuschte ich die Menschen, die mich so liebten, wie ich bin. Die niemals von mir erwarten würden, dass ich mich für sie ändere. Einer dieser Menschen lebt heute leider nicht mehr ... Deshalb bricht es mir jeden Tag das Herz, dass ich nicht früher damit angefangen habe, auf Menschen zu scheißen, die mich nicht zu schätzen wissen – und meine Energie stattdessen den Menschen zu widmen, die es tun.

3. Ich habe meine Gefühle unterschätzt

Ich bin ein wahnsinnig emotionaler Mensch! Meine Gefühle sind ein wichtiger Teil meiner Persönlichkeit – schließlich fühlt kein anderer genau das, was ich fühle. Außerdem sind sie die besten Wegweiser überhaupt! Nur wollte ich das lange Zeit leider nicht wahrhaben ... Am liebsten wollte ich mir immer alles irgendwie logisch herleiten, möglichst objektiv betrachten und entscheiden. Total bescheuert! Denn:

  1. Super anstrengend, Gefühle zu unterdrücken und jede Kleinigkeit zu durchdenken.
  2. Völlig illusorisch – Leben ist nun mal nicht logisch, beziehungsweise meine geistigen Fähigkeiten reichen einfach bei Weitem nicht aus, alles zu verstehen!
  3. Sowas von anstrengend!
  4. Gerade meine Subjektivität macht mich doch so einzigartig und unersetzlich – warum will ich objektiv sein?
  5. So anstrengend!!
  6. Wenn man Gefühle ignoriert, rächt sich das früher oder später – übelst!
  7. (Ihr ahnt es) anstrengend und macht null Spaß!
  8. Seit ich meine Gefühle beachte und ihnen folge und mich im Zweifel natürlich mit ihnen auseinandersetze, treffe ich viel bessere Entscheidungen und lebe so viel glücklicher!

Und daher wünschte ich, ich hätte meine Gefühle niemals vernachlässigt!

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