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Stimmt's? In diesem Alter sind Menschen am unglücklichsten

Midlife Crisis: Frau schaut aufs Wasser
© Akin Ozcan / Shutterstock
Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen. Einer Studie zufolge sollen die Menschen in einem Alter aber am unglücklichsten sein – wie kommt das?

Die Menschen streben danach, glücklich und zufrieden zu sein. Doch wenn wir immer nur fröhlich wären, würden wir das Glück vermutlich irgendwann nicht mehr zu schätzen wissen. Wie bei so vielen Dingen kommt es auf die Balance an – und im Leben gibt es nun einmal nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen. 

Leider sind es letztere, die uns meist länger beschäftigen und in denen der Mensch sich gerne verlieren kann. Denn in dem Moment, in dem wir unglücklich sind, fühlen wir uns von unseren Zielen weiter entfernt als je zuvor. Dabei gibt es zwei Dinge, die uns helfen können. Zum einen stimmt die Plattitüde, dass es nach jedem Tal wieder aufwärts geht – so ist nun einmal der Lauf der Dinge. Zum anderen sind wir mit unseren Emotionen nicht alleine.

Insbesondere wenn wir uns mal wieder völlig alleine gelassen in unserem Unglück suhlen, ist es doch sehr hilfreich, zu wissen, dass wir damit absolut nicht aus der Reihe fallen – auch wenn es sich in dem Moment vielleicht genauso anfühlen mag. Tatsächlich sind sich die Menschen dann doch sehr ähnlich und wandern im Laufe ihres Leben durch dieselben Täler. 

Forscher haben sich das Auf-und-ab-Phänomen nun genauer angeschaut und untersucht, wann Menschen eigentlich am unglücklichsten sind.

Die Midlife Crisis und der Gipfel des Unglücks

Für die Studie, die nun im Journal of Economic Behavior & Organization veröffentlicht wurde, überprüften Forscher die Daten von insgesamt 14 Millionen Menschen aus 40 europäischen Ländern, den USA sowie 168 Ländern des Gallup World Pool. Tada: Unabhängig von äußeren Einflüssen kristallisierte sich da doch ein konkretes Alter heraus, in dem das Glück vieler (zumindest gefühlt) doch mal ins Wanken gerät. Der Piek der Unglücklichkeit lag bei 49 Jahren.

Mit fortschreitendem Alter gaben die Menschen an, weniger glücklich zu sein. Das Ergebnis unterstützt die gängige These der Midlife Crisis, durch die wir alle mehr oder weniger stark durchmüssen. 

Wir haben unser (Un)Glück selbst in der Hand

Bevor du jetzt aber in Hinblick auf das bevorstehende Unglück den Kopf in den Sand steckst –sofern du noch keine 49 bist– haben wir auch gute Nachrichten für dich. Es wird besser. Ja, wirklich. Haben die Menschen die magische 49 nämlich erst einmal hinter sich gelassen, werden sie laut Studie immer glücklicher.

Die Forscher nennen in der Untersuchung auch mögliche Ursachen dafür, wieso es wieder bergauf geht. Demnach sollen Menschen dann erkennen, dass sie unrealistischen Zielen hinterherrennen und sich wieder auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Gleichzeitig würde man im Alter viele Dinge wertschätzen, die lange Zeit selbstverständlich erschienen – wie zum Beispiel die Gesundheit.

Klingt sinnig. Und vor allem hilfreich. Denn wenn wir die Gegenmaßnahmen jetzt schon kennen, können wir ja gegensteuern – und unser Glück selbst in die Hand nehmen.

verwendete Quellen: Psychology Today, Journal of Economic Behavior & Organization


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