Amber posiert für ein sexy Selfie - doch dann zeigt sie, wie es wirklich in ihr aussieht

Ja, das ist zweimal die gleiche Frau - und sie hat eine wichtige Botschaft an uns!

God knows why I'm doing this, but people need some home truths.. Top picture: What I showcase to the world via social...

Gepostet von Amber Louise Smith am Sonntag, 3. April 2016

Fotos wie dieses kennen wir zu Genüge aus sozialen Medien: Eine junge Frau posiert, geschminkt, mit Schmuck, in Schale geschmissen. Sie sieht jung, sexy und optimistisch aus. Die junge Frau - es ist Amber Smith aus Großbritannien - und sie hat die Nase voll davon, immer nur ihre Fröhlichkeit zu faken.

Denn in Amber sieht es mitnichten immer so aus, wie wir auf diese, Selfie sehen. Deswegen hat sie noch ein zweites Bild von sich gemacht - diese Aufnahme zeigt sie unmittelbar nach einer ihrer Panikattacken.

Die nackte Angst in den Augen, das Gesicht gerötet, die Hand vor dem Mund: Auch das ist eine Seite von Amber, will sie uns zeigen. Und sie hat eine sehr wichtige Botschaft für uns.

Bei Facebook schreibt sie zu den Bildern: "Ich bin es so leid, dass Menschen im Jahr 2016 noch immer für geistige Krankheiten stigmatisiert werden. Es widert mich an, dass so viele Leute nicht aufgeklärt und so wertend mit dem Thema umgehen. Es heißt, einer von drei Menschen ist von einer geistigen Erkrankung betroffen. Einer von drei!"

Amber ist eben einer von drei Menschen. Seit Jahren kämpft sie mit Depressionen und möchte uns nun zeigen, dass ihr hübsches Selfie-Gesicht eben nur eine Seite von ihr ist und da noch eine ganz andere Seite in ihr schlummert.

Und dazu spricht sie auch drastische Worte aus: "Fickt euch! Fick jeden von diesen kleingeistigen Menschen, die denken, nur weil ich von außen "gut" aussehe, würde ich nicht jeden Tag gegen ein Monster in meinem Kopf kämpfen müssen."

Amber musste sich sogar schon anhören, sie sei doch zu jung für eine Angststörung: "Was gibt es in deinem Leben schon, das dich deprimieren soll?". Ihre Antwort: "Wow. Einfach nur wow. Ich bin ein starker Mensch, ich habe im Leben mein Päckchen zu tragen gehabt (genau wie jeder andere auch) und ich werde okay sein."

Und nun zum wichtigsten Teil von Ambers Botschaft: "An alle, die das gleiche durchmachen: Bitte leidet nicht im Stillen! Es gibt so viel Unterstützung für euch - habt keine Angst, andere um Hilfe zu bitten! Deswegen kann ich nicht deutlich genug betonen, dass es nichts kostet, nett zu anderen zu sein. Ärgert andere nicht, macht sie nicht nieder und vor allem (und das haben wir alle schonmal irgendwann gemacht) urteilt nicht über andere! Wir sind alle Menschen, unabhängig von Alter, Rasse, Religion, Reichtum, Beruf. Baut euch lieber auf, als euch gegenseitig runterzuziehen! Bitte zögert nicht, diesen Beitrag mit anderen zu teilen, wir müssen mehr Aufmerksamkeit für dieses Thema schaffen. Je mehr Aufmerksamkeit es gibt, desto weniger Menschen müssen im Stillen leiden!"

fm
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