VG-Wort Pixel

Optimismus Endlich optimistischer werden!

Optimismus: Zwei Frauen lachen in die Kamera.
© Dean Drobot / Shutterstock
Mach Schluss mit den negativen Gedanken! Optimismus lässt dich viel unbeschwerter durchs Leben gehen. Wir zeigen, wie du dir Pessimismus abgewöhnen kannst.

Optimismus: Das hast du davon!

Ist für dich das Glas eher halb leer oder halb voll? Manche von uns können jeder schwierigen Situation etwas Positives abgewinnen. Andere finden in jeder positiven Situation etwas Negatives. Ob wir eher optimistisch oder pessimistisch gestimmt sind, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: die Erziehung, unser soziales Umfeld und unsere ganz persönlichen Erfahrungen. Wissenschaftler konnten allerdings herausfinden, dass wir vom Optimismus eindeutig mehr haben. Optimistische Menschen können sich über zahlreiche Benefits freuen, die ihr Leben erleichtern. Dazu gehören:

  • Gesundheitsboost: Optimistische Menschen erkranken weniger (zum Beispiel an Herz-Kreislauf-Erkrankungen) und wenn sie es doch tun, ist der Krankheitsverlauf weniger dramatisch.
  • Mehr Lebenszufriedenheit: Positive Gedanken führen zu einem positiven Lebensgefühl.
  • Mehr Freude: Durch Optimismus fokussieren sich Menschen auf die schönen Dinge im Leben.
  • Längere Lebenserwartung: Wissenschaftler ermittelten, dass optimistische Menschen länger leben.

Du siehst: Es gibt jede Menge gute Gründe, um optimistischer zu denken. Du bist selbst eher negativ gestimmt? Kein Problem – mit ein paar kleinen Veränderungen kannst du dir Optimismus angewöhnen. Folgende Tipps beeinflussen und unterstützen ein positives Denken. Einfach mal ausprobieren!

Tipp 1: Weniger negativer Input, mehr Optimismus

Negative Schlagzeilen, bedrückende Serien, schlechte Neuigkeiten: Ohne, dass wir uns dessen bewusst sind, prasselt ganz schön viel Negativität auf uns ein. Optimismus hat nichts mit Tatsachen zu tun, sondern mit deinem Fokus. Zwei Menschen können sich in der gleichen Situation befinden und sie dennoch ganz unterschiedlich bewerten. Also: Wo liegt dein täglicher Fokus? Um optimistischer zu denken, kann es bereits helfen, sich weniger mit negativen Inhalten zu beschäftigen. Da kann es schon helfen, nur noch halb so oft die Nachrichten zu lesen, die oft voll von Schreckensmeldungen sind.

Tipp 2: Mehr positiver Input

Dich täglich weniger mit negativen Inhalten auseinanderzusetzen, ist aber nur die eine Seite der Medaille. Wie oft tust du etwas, was dir einfach nur Spaß und Freude bereitet und dich daran erinnert, wie schön diese Welt ist? Wer optimistisch sein möchte, braucht ein positives Mindset. Und das bekommen wir nur, wenn wir positiv denken, Gutes tun und zuversichtlich bleiben. Tu also mehr von dem, was dies in dir auslöst!

Tipp 3: Ein Vorbild finden

Wie würde Emma Watson mit dieser Situation umgehen? Manchmal hilft es, ein beeindruckendes, positives Vorbild zu finden, das dich inspiriert und motiviert. Egal, ob es sich dabei um eine Hollywood-Schauspielerin handelt, oder deine eigene Oma. Hauptsache diese Person erinnert dich an die vielen guten Seiten im Leben. Das kann dir dabei helfen, deinen Optimismus auch in stressigen Zeiten nicht zu verlieren.

Tipp 4: Das soziale Umfeld analysieren

Bist du ständig umgeben von Lästereien, Gossip oder Drama? Selbst, wenn es dabei nicht um dich geht und du nur ein stiller Zuhörer bist – du nimmst die ganze Negativität trotzdem auf. Ob wir wollen oder nicht, unser soziales Umfeld beeinflusst unsere Gedanken. Das passiert oft ganz unterbewusst. Und ohne erklären zu können, warum, hast du plötzlich ein schlechtes Gefühl und bist am Ende des Tages genervt.

Achte doch mal darauf, welche Gesprächsthemen du mit Freunden und Bekannten mitbekommst. Geht es immer wieder um die blöden Männer oder die unfaire Politik? Oder werden auch positive Dinge, wie berufliche Erfolge oder kleine Alltags-Freuden angesprochen? Eins ist sicher: In einem negativen Umfeld kannst du nicht optimistischer werden.

Tipp 5: Meditation üben

Viele denken, Meditation ist bloß etwas für spirituelle Menschen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Auch wenn du Negativität loswerden möchtest, kann dir eine Meditation enorm helfen. Bei dem Prozess geht es nämlich hauptsächlich um das Steuern von Gedanken – und genau das musst du können, um deine negativen Gedanken eindämmen zu können. Beim Meditieren lernst du, Geist und Körper zu beruhigen.

Nach einer Meditationseinheit fühlst du dich gelassener und erkennst, dass Probleme vielleicht gar nicht so dramatisch sind, wie sie dir anfangs vorgekommen sind. Je mehr du meditierst, desto besser wirst du im Steuern deiner negativen Gedanken. Dann kommt es irgendwann nicht mehr vor, dass du Wochen oder Monate verärgert bist – du kannst Negativität schneller loslassen. Und dann ist genug Platz für Positivität da.

Du hast noch nie meditiert? So kannst du Meditation lernen (es ist leichter, als du denkst!).

Tipp 6: Willensstärke trainieren, Optimismus steigern

Du möchtest optimistischer werden? Ein guter Vorsatz, den viele von uns haben. Und für jeden Vorsatz braucht es vor allem eins: Willensstärke. Sonst bleiben Vorsätze einfach Vorsätze und nichts verändert sich wirklich. Optimismus hat tatsächlich viel mit Selbstdisziplin zu tun. Es braucht Disziplin, um sich aus einem negativen Gespräch zu entfernen, selbst weniger zu lästern oder sich an die ein oder andere Meditationseinheit zu halten. Zum Glück lässt sich Willensstärke mit etwas Geduld einfach trainieren. Hier verraten wir, wie du Ziele setzen und erreichen kannst.

Weitere Themen rund um Persönlichkeit und Karriere findest du auch in der BRIGITTE Community. Schau doch mal vorbei!

Verwendete Quellen: Conversano C, Rotondo A, Lensi E, Della Vista O, Arpone F, Reda MA. Optimism and its impact on mental and physical well-being. Clin Pract Epidemiol Ment Health. 2010;6:25-29. Published 2010 May 14. doi:10.2174/1745017901006010025; Lewina O. Lee, Peter James, Emily S. Zevon. Optimism is associated with exceptional longevity in 2 epidemiologic cohorts of men and women. Proceedings of the National Academy of Sciences Sep 2019, 116 (37) 18357-18362; DOI: 10.1073/pnas.1900712116; psychologytoday.com

Brigitte

Mehr zum Thema