14 Dinge, die wir von Introvertierten lernen können

Von wegen schüchtern: Mit welchen Eigenschaften introvertierte Menschen punkten - und was wir alle daraus lernen können.

Sie sind eher still als aufbrausend. Sie halten sich gern im Hintergrund auf und meiden das Rampenlicht: introvertierte Menschen. Schätzungen zufolge zählen bis zu 50 Prozent aller Menschen zu der Gruppe mit stillem Temperament.

Besonders im Beruf galt jahrelang Extrovertiertheit als Erfolgsformel. Doch inzwischen beschäftigen sich immer mehr Bücher und Studien mit dem Geheimnis, das in der Zurückhaltung der Introvertierten liegt.

Wir haben 14 Eigenschaften von introvertierten Menschen zusammengestellt, von denen jeder etwas lernen kann:

Was ist hier zu sehen? Eure Antwort lässt tief blicken ...

1. Zuhören können

Introvertierte gelten oft als schüchtern - dabei sind sie nur schneller von Außenreizen überflutet als Extrovertierte, die das Gewusel als Lebenselixier brauchen. Introvertierte hingegen lassen gern andere strahlen. Sie hören gerne - und gut! - zu. Und erfahren so oft viel mehr von anderen als Extrovertierte, die gern viel reden - auch oft über sich selbst.

2. Ruhe suchen

Wenn es einem Introvertierten zu viel wird, zieht er die Reißleine und zieht sich zurück. Aber nicht erst, wenn ihm das Wasser schon bis zum Hals steht oder der Terminkalender kurz vorm Platzen ist. Introvertierte schirmen sich instinktiv gegen Reizüberflutung ab - und tun sich damit rechtzeitig etwas Gutes.

3. Exakt arbeiten

Erbsenzähler oder Pedant sind für Introvertierte nicht unbedingt Schimpfwörter - sie nehmen es gern ganz genau. "Mal eben etwas querlesen" ist nicht ihr Stil. "Lieber nochmal alles prüfen" schon viel eher.

4. Anderen Raum geben

Weil Introvertierte selbst nicht gern im Mittelpunkt stehen, haben sie kein Problem damit, anderen das Rampenlicht zu überlassen. Nicht jeder zweite Satz beginnt mit dem Wort "Ich". Sie können sich über die Erfolge Anderer freuen - weil sie Menschen Raum geben, ohne sich ständig vorzudrängen.

5. Sich konzentrieren

Extrovertierte langweilen sich schnell - besonders, wenn es um Aufgaben geht, die Zeit und Aufwand benötigen. Introvertierte können sich - eine ruhige Umgebung vorausgesetzt - oft stundenlang mit einer Aufgabe beschäftigen. Ihre Frustrationstoleranz ist oft höher, auch weil sie sich nicht so leicht ablenken lassen.

6. Verlässlich sein

Extrovertierte kennen so viele Menschen und sind von so vielen Ideen begeistert, dass sie manchmal ein Problem haben, alle/s unter einen Hut zu bringen. Da kann auch schon mal ein Termin vergessen werden. Introvertierte tanzen tendenziell nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig, sie selektieren viel genauer, wofür sie ihre kostbare Zeit einsetzen wollen. Auf sie kann man sich verlassen.

7. Auf Bescheidenheit setzen

Introvertierte halten sich sehr gern im Hintergrund auf. Mit ihren Erfolgen anzugeben, ist nicht ihre Sache. Das heißt nicht, dass sie nicht wüssten, was sie auf dem Kasten haben. Sie lassen es nur nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit raushängen, sondern setzten auf Bescheidenheit.

8. Verständnis zeigen

Introvertierte sind oft weniger von sich selbst eingenommen als Extrovertierte. Weil sie viel und bedacht über sich und andere nachdenken, wissen sie, dass Schwarz-Weiß-Denken eine Sackgasse ist. Zudem sind sie oft die besseren Zuhörer und beziehen nicht alles, was andere sagen, auf sich.

9. Gut haushalten

Studien ergaben: Introvertierte können besser mit Geld haushalten als Extrovertierte. Diese würden sich öfter belohnen mit materiellen Dingen. Zudem handeln sie oft spontaner und der Geldbeutel sitzt lockerer. Die Folge: Extrovertierte haben weniger Ersparnisse. Introvertierte agieren oft passiver und weit weniger spontan, was sich positiv auf ihre Finanzen auswirkt.

10. Tief empfinden

Extrovertierte kennen die Achterbahnfahrt zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt nur zu gut. Sie lassen sich schnell begeistern, sind aber oft genauso schnell tief enttäuscht. Introvertierte brauchen in der Regel viel länger, sich für etwas zu begeistern. Dafür ist die Begeisterung aber auch nachhaltiger.

11. Analytisch denken

Während extrovertierte Menschen dazu neigen, Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen, lassen sich Introvertierte weniger von Emotionen lenken. Sie gehen analytisch an ein Problem heran, beleuchten es von unterschiedlichen Seiten und versachlichen es so.

12. Beharrlich sein

Introvertierte geben nicht schnell auf. Wenn es kompliziert wird, reizt sie das sogar oft. Extrovertierte begeistern sich für schnelle Lösungen. Das stundenlange Reinknien in eine Sache liegt ihnen eher nicht. Wo die einen das Handtuch schmeißen, blühen die anderen erst auf.

13. Kein Blabla

Weil Introvertierte nur wenig so sehr hassen wie Smalltalk, wird man von ihnen nur in Ausnahmesituationen verbales Geplänkel hören. Das sehen sie als verschwendete Zeit an.

14. Ein echter Freund sein

Lieber ein paar gute Freunde, auf die man sich wirklich verlassen kann, als eine Menge oberflächlicher Bekanntschaften. Wenn sie einer Person Zutritt in ihr Leben lassen, haben sie sie vorher für vertrauenswürdig erachtet - und stehen selbst loyal und zuverlässig an ihrer Seite.

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