Positiv denken: So kannst du es lernen!

Vielleicht bist auch du in der Situation, wo du oft negative Ansichten hast, mit denen du dir selber im Weg stehst. Wir geben Tipps, wie positiv denken gelingt.

Positiv denken: Einführung

  • Hast du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie sehr dein Blickwinkel und deine Einstellung zu dir und zum Leben Einfluss auf dein Wohlbefinden und deinen Erfolg nehmen? Starker Optimismus und positives Denken ist gerade bei uns in Deutschland oftmals verschrien, man solle doch lieber "realistisch“ bleiben.
  • Die Ursprünge vom positiven Denken liegen in Frankreich, wo der französische Apotheker Émile Coué die Macht der Gedanken in Bezug auf den Erfolg von Medikamenten untersuchte und letztlich das Prinzip der Autosuggestion etablierte.
  • Die Autosuggestion beschäftigt sich mit damit, positive Glaubenssätze zu entwickeln, die sich anhand von sich wiederholenden Gedanken im Gedächtnis verankern. Dieses Prinzip ging damals allerdings nur um Personen, die negative Erlebnisse, wie eine schwere Erkrankung, zu verarbeiten hatten.
  • Heutzutage beschäftigt sich die Wissenschaft und insbesondere die Psychologie intensiv mit Menschen und den Auswirkungen ihrer Gedanken für ihr Leben. Wir wollen dir mit diesem Artikel Tipps an die Hand geben, wie du es schaffst, das Leben insgesamt gelassener zu betrachten und durch Optimismus auch mehr Erfolg in allen Lebensbereichen zu erlangen.

Positiv denken: Vorteile

  • Unser Gehirn arbeitet produktiver und kreativer
  • In jeder Situation auch das Positive erkennen macht uns fröhlicher und gelassener
  • Positiv denkende Menschen wirken überzeugender
  • Verkäufer erzielen dadurch bessere und mehr Abschlüsse
  • Menschen finden mit einer positiven Einstellung eher Freunde oder Partner

Positiv denken: Warum wir fast alle zu negativ denken

  • Um zu lernen, wie wir positives Denken gut in unser Leben integrieren können, müssen wir uns zunächst die Ist-Situation anschauen.
  • Unser Verstand ist darauf geschult, in Problemen zu denken. Jeden Tag stehen wir vor unzähligen kleinen und großen Herausforderungen. Selbst wenn wir uns ausruhen rattern so viele Gedanken in unserem Kopf, die sich mit der Vergangenheit oder der Zukunft beschäftigen und oft auch Probleme durchspielen, die überhaupt nicht real sind und niemals eintreffen.
  • Manche Probleme treten jedoch auch genau deshalb ein, weil wir unseren Gedanken die Macht geben, uns total auf sie zu fokussieren. Denn auch wenn uns unsere Angst vor lebensbedrohlichen Entscheidungen, wie vom Hochhaus zu springen, abhält, so hindert sie uns in ihrem Problemdenken auch viel zu oft daran, einen Schritt in die Richtung zu gehen, die uns Angst macht.

Positiv denken: Der Verstand will uns schützen

  • Den Chef um eine Gehaltserhöhung fragen
  • Jemanden um ein Date fragen
  • Eine Weltreise machen
  • Gewohnte Umgebungen zu verlassen

Unser Verstand möchte uns immer vor Niederlagen und Enttäuschungen schützen. Doch während es in der Steinzeit bei fast jeder Entscheidung um Leben oder Tod ging, geht es heutzutage meistens lediglich um die Angst, kurzzeitig schlechte Gefühle von Zurückweisung oder Scheitern zu ertragen.

Negative Gedanken und Gefühle dominieren also unseren Verstand, damit wir möglichst nie enttäuscht werden oder uns zu stark aus unserer so bequemen Komfortzone heraus bewegen müssen.

Positiv denken: 3 praktische Tipps

  1. Denken erschafft Realität: Wir haben bereits gelernt, dass uns unser Verstand vor Problemen schützen will und in der Komfortzone hält. Wenn du zum Beispiel davon überzeugt bist, dass du etwas nicht kannst, dann wirst du auch unsicher und negativ an die Sache herangehen, wenn du sie überhaupt in die Hand nimmst. Positives Denken hat also, wie der Name schon sagt, etwas mit einer Konditionierung unserer Gedanken zu tun. Manchen Menschen hilft es, sich jeden Morgen vor den Spiegel zu stellen und sich positive Mantras wie "Ich bin gut“, "Ich kann alles erreichen“ einzuprägen. Andere zieht das nur noch mehr runter, da der Verstand sofort versucht, dagegen anzukämpfen. Probiere es einfach selber mal für ein paar Wochen (nicht paar Tage!) aus.
  2. Dankbarkeit: Versuche mal, dankbar für etwas Schönes in deinem Leben, beispielsweise deine Familie oder Gesundheit, und gleichzeitig wütend oder traurig zu sein. Es wird dir nur schwer gelingen. Dankbarkeit ist eine Grundvoraussetzung für ein zufriedenes, glückliches Leben. Mache es dir zu einer Angewohnheit, jeden Tag vor dem Einschlafen drei Dinge aufzuschreiben, für die du dankbar bist.
  3. Subjektive Wahrheit: Im Leben gibt es nichts, was nicht von uns Menschen bewertet und damit konditioniert wird. Wenn du selber sehr stark an gesellschaftliche Normen wie "Das macht man halt so“ oder "So eine Situation ist immer schlecht“ gebunden bist, wird es dir schwerfallen, positives Denken zu implementieren. Mache dir klar, dass jeder die Welt durch seine eigenen Filter sieht und es dir völlig freisteht, etwas gut oder schlecht zu finden. Positives Denken ist eine bewusste Entscheidung, nicht mehr und nicht weniger.

Positiv denken: Vermeide diese zwei Fehler

  • Umgang mit Rückschlägen: Positives Denken bedeutet nicht, dass du jetzt alles toll findest und wahre Gefühle überspielst. Wenn dir dein Fahrrad gestohlen wird oder du ein Projekt in den Sand setzt, sollst du dich nicht darüber freuen und so tun, als wäre es klasse. Positives Denken befasst sich damit, wie du mit einer Situation umgehst, was du daraus machst. Positive Menschen sind auch weiterhin manchmal enttäuscht und wissen, dass das Leben immer auch Rückschläge bereithält. Aber sie geraten dann nicht in einen Negativstrudel und fluchen über das Leben, sondern schauen produktiv nach vorne und überlegen, welcher nächste Schritt das Blatt wieder wendet.
  • Glück im Außen suchen: Menschen, die auf Biegen und Brechen jetzt positiv denken möchten, fragen sich dann nach zwei Wochen oft: "Was bringt mit das jetzt? Ich habe immer noch nicht die Liebe meines Lebens gefunden oder meinen Traumjob!“ Positiv eingestellt zu sein kommt immer aus einer inneren Überzeugung heraus und nicht aus der Erwartung, wenn man es mal ein paar Tage erzwingt, dann ziehe man alles Glück der Welt an. Sei dankbar für jeden Tag, den du auf dieser Welt verbringst und mache dir wirklich klar, dass du für so viele Dinge im Leben glücklich sein kannst. Ein verstimmter, unzufriedener Geist ist keine gute Basis, um positiv zu denken.

Negative Gedanken machen uns wohl allen so manche Situation unglaublich schwer. Du fragst dich, mit welchen weiteren Tipps du positiv durchs Leben gehst? Meditation ist ein guter Weg, der dir zeigt, wie du dich von deinen Gedanken lösen kannst. Wir zeigen dir, wie du Meditation lernen kannst und geben dir beispielsweise die Osho-Meditation und die Vipassana-Meditation an die Hand.

Wenn du dich mit anderen über positives Denken austauschen möchtest, schaue mal in unserer BRIGITTE Community vorbei.

Videotipp: Gehmeditation

Meditation lernen: Gruppe meditiert

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