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Raus aus der Negativspirale 4 Tipps für ein gesundes Mindset und positive Gedanken

Frau mit ausgestreckten Armen am See: 4 Tipps für ein gesundes Mindset und positive Gedanken
© Natalia Deriabina / Shutterstock
Viele von uns kennen negative Gedankenspiralen und wissen: Es ist manchmal gar nicht so leicht, da wieder rauszukommen. Wir haben fünf Tipps, mit denen du an deinem Mindset arbeiten und dem Leben gelassener begegnen kannst.

Bei den einen sind es die aktuellen Ereignisse rund um die nicht enden wollende Pandemie und den Krieg, bei den anderen sind es ganz persönliche Themen, die ihre Gedanken beherrschen und es ihnen sehr schwer machen, positiv zu bleiben und optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Auch wenn du es dir vielleicht gerade nicht vorstellen kannst: Positiv zu denken, kannst du üben. Mit einigen Tipps kannst du an deinem Mindset arbeiten und es auch in schwierigen Zeiten schaffen, dich nicht in negative Gedankenspiralen zu verlieren. (Das gilt natürlich nicht für Personen mit psychischen Erkrankungen, etwa einer Depression. In diesem Fall solltest du mit deinem Arzt:deiner Ärztin über für dich passende Behandlungsmethoden sprechen.)

4 Tipps, um positiv zu denken und ein gesundes Mindset zu kultivieren

1. Identifiziere die negativen Gedanken, die du verändern möchtest

Bevor wir etwas ändern können, müssen wir es uns erst mal wirklich bewusst machen. Höre also genau hin, was deine negativen Gedanken dir erzählen wollen. Macht dein innerer Kritiker dich ständig klein? Durchlebst du in Gedanken immer und immer wieder schwierige Situationen aus der Vergangenheit? Oder gehst du stets vom Schlimmsten aus und siehst schon negative Szenarien in der Zukunft, die noch gar nicht eingetreten sind (und es wahrscheinlich auch nicht tun werden)?

Möglicherweise hilft es dir, solche Gedankengänge direkt aufzuschreiben, wenn sie aufpoppen. So kannst du dir noch klarer vor Augen führen, wie oft du es dir damit eigentlich selbst unnötig schwer machst.

2. Akzeptiere diese Gedanken, wie sie sind

Der nächste wichtige Punkt: die radikale Akzeptanz des Ist-Zustands – und damit deiner Gedanken. Oft wollen wir Negatives direkt loswerden und versuchen es einfach wegzudrücken. Das funktioniert nur leider nicht. Stattdessen müssen wir Misserfolge, negative Gefühle genau wie destruktive Gedanken erst mal akzeptieren und vollständig annehmen.

Das kannst du beispielsweise mit Meditation üben. In der klassischen Achtsamkeits-Meditation machst du nämlich genau das: alles so annehmen, wie es gerade ist. Du lernst, deine Gedanken nicht mehr als die ultimative Wahrheit zu sehen, sondern als etwas, das dein Geist produziert – und zwar basierend darauf, womit du ihn fütterst. Und das hast du letztlich selbst in der Hand.

3. Verändere deine Perspektive

Versuche nun, den Blickwinkel zu ändern, wenn dir ein negativer Gedanke begegnet. Statt zu denken: "Mist, die Präsentation hab' ich total versemmelt", könntest du es so versuchen: "Die Präsentation ist nicht so gut gelaufen. Aber jetzt weiß ich, worauf ich besonders achten muss, und kann es so beim nächsten Mal besser machen."

Das braucht Übung und ist alles andere als leicht. Aber wenn du immer wieder daran arbeitest, nicht nur das Negative, sondern auch die Chancen zu sehen, kannst du diese Art des positiven Denkens trainieren wie einen Muskel. Wichtig ist die Wiederholung – du musst es dir zur Gewohnheit machen und dich immer wieder daran erinnern, nicht gleich in destruktive Denkmuster zu verfallen.

4. Übe dich in Dankbarkeit

Eine sehr gute Möglichkeit, das positive Denken ganz konkret zu üben, ist die Dankbarkeit. Wenn du magst, kannst du ein Dankbarkeitstagebuch führen, in dem du täglich sammelst, wofür du gerade dankbar bist. Vielleicht reicht es aber auch schon, dir diese Aspekte abends vor dem Schlafengehen ins Gedächtnis zu rufen. Dankbarkeit ist nämlich gerade in schwierigen Phasen wichtig, um nicht aus den Augen zu verlieren, was wir alles haben.

Für jemanden, der gerade eine ernsthafte Lebenskrise wie einen Krieg oder einen schweren Verlust durchmacht, ist das verständlicherweise wenig hilfreich. Aber wenn es uns grundsätzlich gut geht, wir ein schönes Heim haben, genug zu essen, vielleicht eine:n Partner:in, gesunde Kinder, Haustiere und einen Job, dann kann es sehr helfen, diese Dinge in den Fokus zu rücken, statt uns auf die negativen Dinge in der Welt oder auch in einigen Bereichen unseres Lebens zu konzentrieren.

So kannst du ein Mindset der Offenheit und des positiven Denkens kultivieren, in dem negative Gedanken natürlich auch mal aufkommen dürfen, aber eben nicht die Hauptrolle spielen. Es dauert ein bisschen, bis wir das verinnerlicht haben, aber mit ein wenig Übung hilft es sehr, die großen und kleinen Wellen des Lebens zu reiten.

Verwendete Quellen: healthline.com, yogaeasy.de

Brigitte

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