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Psychologie 4 Tipps für den Umgang mit toxischen Personen

Frau am Smartphone: 4 Tipps für den Umgang mit toxischen Personen
© GaudiLab / Shutterstock
Wer ständig von Negativität umgeben ist, dem fällt es schwer, selbst positiv zu bleiben. Umso wichtiger ist es, toxischen Menschen mit dem nötigen Abstand zu begegnen. Mit diesen Tipps kommst du mit Energieräubern + Co. besser klar.

Unser Umfeld bestimmt mit, wie es uns geht. Denn negative Energie der Menschen um uns herum wirkt sich auch negativ auf uns aus. Wenn die Kollegin am Nebenschreibtisch ständig nur jammert, zieht das irgendwann selbst den positivsten Menschen runter. Deshalb sollten wir uns möglichst wenig mit solchen toxischen Personen umgeben. Energievampire, Menschen, die uns manipulieren oder ständig kleinmachen – von solchen Personen halten wir uns am besten fern.

Das Problem: Immer können wir uns leider nicht aussuchen, ob wir einen Menschen in unserem Leben haben möchten. Im beruflichen Umfeld sind wir manchmal mit schwierigen Persönlichkeiten konfrontiert, und auch in der Familie mag es Menschen geben, die wir zumindest einmal im Jahr zu Omas Geburtstag sehen müssen. Wie können wir also am besten mit solchen toxischen Personen umgehen, ohne uns selbst runterziehen zu lassen?

So gehst du geschickt mit toxischen Personen um

1. Grenzen setzen

Wir sollten in jeder Lebenslage gut auf uns und unsere Bedürfnisse hören und uns deutlich abgrenzen, wenn wir uns nicht wohlfühlen. Im Umgang mit toxischen Personen ist das aber noch wichtiger als sonst. Denn je mehr wir uns in die negativen Gedanken dieser Menschen hineinziehen lassen, desto mehr nehmen wir davon auch auf. Klare Grenzen zu setzen, ist also essenziell.

Das kann eine zeitliche Abgrenzung sein – also etwa das Beschränken eines Gesprächs mit einer Kollegin, das sich aus beruflichen Gründen nicht vermeiden lässt, auf einen bestimmten Zeitraum – oder ein klares Nein. Wenn jemand dich in seine Lästereien hineinziehen will, wechselst du beispielsweise das Thema und machst so deutlich, dass du nicht darüber sprechen möchtest. Greift eine Person dich immer wieder persönlich an, könntest du sagen, dass du das Gespräch mit ihr gern auf der sachlichen Ebene weiterführst. Schafft dein Gegenüber das nicht, solltest du die Situation so schnell wie möglich verlassen.

2. Kognitive Empathie

Zwischen kognitiver und emotionaler Empathie besteht ein sehr relevanter Unterschied: Sind wir kognitiv empathisch, können wir rational verstehen, was jemand durchmacht – wir fühlen es aber nicht zwangsläufig selbst mit, wie es bei der emotionalen Empathie der Fall ist. Diese Distanz ist wichtig im Umgang mit toxischen Personen.

Wir können uns bemühen nachzuvollziehen, warum sich jemand gerade so verhält – etwa weil wir die Familiendynamiken oder Traumata dieser Person kennen, die zum toxischen Verhalten führen. Aber wir sollten in jedem Fall darauf achten, uns nicht von den Gefühlen unseres Gegenübers durchdringen zu lassen. Gerade sehr empathischen Menschen fällt es oft schwer, hier eine Grenze zu ziehen. Das kann man aber üben und es so schaffen, Mitgefühl für Person zu haben – aber nicht ihr toxisches Verhalten zu tolerieren.

3. Zur Verantwortung ziehen

Wenn du regelmäßig Zeit mit der toxischen Person verbringen musst, reicht es manchmal nicht, dich emotional und mental abzugrenzen. In diesem Fall solltest du sie zur Rede stellen und deutlich sagen, was dich stört. Am besten verwendest du dafür Ich-Botschaften anstatt Vorwurfs-Formulierungen, um den Konflikt nicht unnötig aufzuheizen. Du kannst beispielsweise sagen: "Ich schätze dich als Kollegin und bin gerne für dich da, aber ich fühle mich nicht wohl damit, dass du vor mir ständig über unsere Chefin herziehst."

Je nachdem, wie vertrauensvoll das Verhältnis ist, könntest du der betreffenden Person auch empfehlen, sich professionelle Hilfe zu suchen, wenn sie etwa ständig jammert und alles negativ sieht. Dahinter könnten durchaus ernsthafte psychische Probleme stecken.

4. Bei dir bleiben

Bei besonders schwierigen Fällen helfen allerdings oft die besten Argumente, Strategien und auch Grenzen nicht. Wenn sich die Zusammenkunft mit einer solchen Person nicht vermeiden lässt – etwa mit dem unangenehmen Onkel auf Omas Geburtstag –, kannst du es mit Achtsamkeit versuchen. Sprich: gaaaaanz tief durchatmen. Entspanne bewusst deine Schultern und atme langsam ein und aus. Vielleicht hilft es dir auch, etwas besonders Schönes zu visualisieren – einen Strand, dein gemütliches Zuhause oder dein Haustier. Alles, was dir hilft, bei dir zu bleiben und dich nicht von der Negativität der toxischen Person mitziehen zu lassen.

Verwendete Quellen: gedankenwelt.de, healthline.com

Brigitte

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