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Psychologie 5 Sätze, die wir einander gerne öfter sagen dürfen

Psychologie: Zwei schöne Frauen
© javi_indy / Shutterstock
Wenn wir etwas denken oder fühlen, das anderen Menschen gut tun würde zu hören – warum sagen wir es dann nicht einfach? Diese fünf Sätze brauchen wir uns zum Beispiel niemals zu verkneifen. 

Es gibt vieles, das wir für uns selbst tun können, damit es uns gut geht und wir einigermaßen gesund und glücklich durchs Leben hüpfen. Zum Beispiel können wir unseren Gefühlen Aufmerksamkeit schenken, uns Zeit für Dinge nehmen, die uns erfüllen, oder Nein zu etwas sagen, das unseren Werten widerspricht oder uns zu viel ist. Doch den Zuspruch und Rückhalt, die Liebe und Bestätigung durch andere Menschen können wir uns nicht selbst geben. Dafür brauchen wir sie – und sie uns. 

Da wir wesentlich soziale Geschöpfe sind, haben unsere Beziehungen und unser zwischenmenschliches Miteinander eine große Bedeutung und einen großen Einfluss auf unser Leben und unsere psychische wie physische Gesundheit. Wie andere Menschen uns begegnen, wirkt sich auf unser Wohlbefinden und unsere Stimmung mindestens genauso stark aus wie das Wetter – und auf unser Selbstwertgefühl weitaus stärker. Zwar können uns Personen mit ihrem Verhalten verletzen, die Laune verderben und unser Leben kompliziert machen. Doch oft genug geben sie uns Kraft, machen uns Mut, schenken uns Hoffnung und tragen dazu bei, dass wir uns gut fühlen und unser Leben einen Sinn hat. Und diese Rolle spielen wir genauso für andere.

Eine Grundregel, die dazu beitragen kann, unser soziales Miteinander positiv und harmonisch zu gestalten und so, dass es für uns alle möglichst angenehm und stärkend ist, lautet: Niemals etwas, das wir denken oder fühlen, für uns behalten, wenn es unserem Gegenüber wahrscheinlich helfen oder gut tun wird. Wie zum Beispiel ...

5 Sätze, die wir einander gerne öfter sagen dürfen

1. "Ich bin froh, dass es dich gibt."

Ob Freund:in, Partner:in, Eltern, Geschwistern oder Kolleg:innen – Menschen, die unser Leben bereichern, können wir das ruhig ab und zu wissen lassen. Damit tun wir bestimmt niemandem weh.

2. "Ich bin gerne mit dir zusammen."

Im Prinzip zeigen uns Menschen, dass sie gerne mit uns zusammen sind, indem sie Zeit mit uns verbringen und sich immer wieder für unsere Gesellschaft entscheiden. Doch es gelegentlich zu hören – oder zu sagen – kann auch nicht schaden, oder? 

3. "Du machst das gut."

Ob Kinder erziehen, arbeiten, ein Trauma verarbeiten oder sonst etwas – wir alle haben jeden Tag Aufgaben zu bewältigen, die uns einiges abverlangen, und hätten eigentlich verdient, dass uns jeden Abend jemand auf die Schulter klopft und sagt: "Super, wie du das machst, du kannst wirklich stolz auf dich sein." Allerdings haben nur die wenigsten von uns so jemanden – also warum übernehmen wir diese Rolle nicht ab und zu füreinander ein? 

4. "Pass bitte auf dich auf."

"Du bedeutest mir etwas", "nichts auf dieser Welt ist es wert, dass du kaputt gehst", "es ist okay, eine Pause zu brauchen" – all das schwingt mit, wenn wir einen Menschen darum bitten, auf sich Acht zu geben. Vielleicht nehmen wir generell an, dass andere schon auf sich aufpassen, und verkneifen uns diesen Satz, um ihnen nicht zu nahe zu treten. Doch für einige Menschen kann es wohltuend und erleichternd sein, die Worte zu hören, weil sie sich von alleine nicht trauen, auf sich zu achten. Sagen wir es lieber einmal zu viel als zu wenig.

5. "Du bist gut so, wie du bist."

Den Drang, uns weiterzuentwickeln, dazu zu lernen und uns in gewissen Dingen zu verbessern, werden wir wahrscheinlich nicht los – doch von anderen zu hören, dass wir auch so schon wertvoll sind, kann ein bisschen Druck aus dem Ganzen nehmen. Ist es nicht schön, einem Menschen etwas Druck zu nehmen? Vor allem, wenn es so einfach ist?

sus Brigitte

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