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Psychologie 5 einfache Strategien für mehr Entschlossenheit

Zufrieden Frau auf der Yogamatte | Psychologie: 5 Strategien für mehr Entschlossenheit
© shurkin_son / Adobe Stock
Wie schaffen wir es endlich, unsere Ziele zu erreichen? Häufig mangelt es uns nicht an den nötigen Mitteln, sondern an Willenskraft und Mut. So kannst du entschlossener werden – ganz ohne Leistungsdruck.

"Ich würde ja so gern, aber…" Hand aufs Herz: Oft scheitern unsere Pläne nicht an den äußeren Umständen und Hindernissen, sondern an uns selbst. Manchmal ist es ein innerer Widerstand, der uns daran hindert, etwas umzusetzen, manchmal auch einfach fehlende Entschlossenheit. Die Bewerbung für unseren Traumjob, das Sparen für die lang ersehnte Weltreise oder die täglichen Gewohnheiten, die uns gesundheitlich so guttun würden – hier geht es nicht um Selbstoptimierung oder Leistungssteigerung, sondern um Projekte, Ideen und Wünsche, die uns langfristig glücklicher machen würden. Wir wissen das eigentlich, aber schaffen es trotzdem nicht. Was können wir also tun, um entschlossener an Dinge heranzugehen?

5 Schritte zu mehr Entschlossenheit

1. Was ist dein Antrieb?

Die erste Frage, die du dir stellen solltest, bevor du mit irgendetwas startest, ist die danach, was dich im Inneren antreibt. Denn für Entschlossenheit und Willenskraft brauchst du starke Emotionen, die dich motivieren. Was ist dein "Warum"? Was ist dir wichtig?

2. Definiere deine Ziele

Im nächsten Schritt kannst du basierend auf diesem Antrieb deine Ziele definieren. Was genau möchtest du erreichen? Solche Ziele können zwar, müssen aber gar nicht unbedingt quantitativ sein. Sie können auch qualitativer Natur sein, sprich: Vielleicht formulierst du deine Intention nicht unbedingt als "Ich möchte einen tollen Job, bei dem ich so und so viel Euro verdiene", sondern eher als "Ich möchte einen tollen Job, der es mir ermöglicht, mich zu entfalten und bei dem ich auch finanziell ausreichend wertgeschätzt werde."

Falls es bei dir aber tatsächlich um eine bestimmte Summe geht, die du brauchst, könntest du auch das auf ein eher qualitatives Level bringen, etwa so: "Ich möchte einen tollen Job, der es mir ermöglicht, jeden Monat genug Geld übrig zu haben, um mir mein Hobby leisten zu können und trotzdem noch genug Geld für xy zu sparen."

Nichts gegen klar definierte Ziele – es geht eher darum, bestimmte Zahlen oder Werte mit einem Gefühl zu verbinden und einer konkreten Sache, die du damit erreichen möchtest. Das hilft dir, Entschlossenheit zu entwickeln, weil du genau weißt, was du brauchst und wie du dich fühlen möchtest.

3. Visualisiere das Ergebnis

Wie sieht dein Leben aus, wenn du dein Ziel erreicht hast? Was hat sich geändert? Was kannst du tun, was musst du nicht mehr tun, wie fühlst du dich? Dein Ziel so konkret wie möglich zu visualisieren, hilft dir, dich emotional damit zu verbinden. Und so entwickelst du ganz automatisch die Willensstärke, die es braucht, um es zu erreichen.

4. Baue Gewohnheiten auf

Auch wenn dein Ziel vermutlich ein übergeordnetes ist – etwa der besagte Traumjob, die Weltreise oder gute Gesundheit –, um es zu erreichen, sind viele kleine Schritte nötig. Was musst du in deinem täglichen Leben umsetzen, um deiner Intention näherzukommen? Welche Gewohnheiten helfen dir dabei? Übe dich darin, sie jeden Tag ein Stückchen mehr in deinen Alltag einzubauen.

Sei dabei aber nicht zu hart zu dir selbst – mit Zwang erreichen wir meist gar nichts. Mache die Gewohnheit lieber zu einem Ritual und belohne dich, wenn dir die tägliche Umsetzung gelingt. Das macht es deinem Gehirn viel leichter, etwas als Gewohnheit zu akzeptieren.

5. Übe dich in Akzeptanz

Egal, wie sehr wir etwas erreichen wollen: Wir alle haben nur ein bestimmtes Kontingent an Energie. Willenskraft bedeutet nicht, dass wir etwas mit unendlicher Härte gegen uns selbst auf Krampf versuchen sollten. Im Gegenteil: Langfristig werden wir viel entschlossener auf unseren Erfolg hinarbeiten, wenn wir uns auch mal eine Pause gönnen. Wir müssen akzeptieren, dass es auch mal schlechte Tage gibt, an denen wir wenig Kraft haben, oder dass mal etwas nicht klappt. Am nächsten Tag sieht die Welt dann schon wieder anders aus. Auch dieses Annehmen von negativen Gefühlen und Scheitern ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Entschlossenheit.

Verwendete Quellen: psychologytoday.com, healthline.com

mbl Brigitte

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