VG-Wort Pixel

Psychologie 5 verblüffend einfache Wege, um dich besser zu fühlen

Psychologie: Eine nachdenkliche Frau schaut aus dem Fenster
© wavebreakmedia / Shutterstock
Du möchtest dich einfach nur besser fühlen? Diese psychologischen Tricks können helfen.

Wenn wir uns schlecht fühlen oder in einem Stimmungstief stecken, gibt es in der Regel nicht den einen Schalter, den wir umlegen könnten, um wieder gut drauf zu sein und zu funktionieren. Und das müssen wir auch gar nicht. Unsere Gefühle haben Ursache und Sinn, sie senden uns Botschaften, die uns den Weg weisen und dabei helfen, unser Leben zu meistern. Um diese Botschaften zu verstehen, kommen wir nicht umhin, uns mit unserer individuellen, einzigartigen Lage auseinanderzusetzen. 

Gleichwohl kann uns schlechte Stimmung das Leben manchmal mieser und schwerer machen als nötig und uns daran hindern, (kluge) Entscheidungen zu treffen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Deshalb ist es grundsätzlich gut, Strategien zu kennen, die uns bei einem Stimmungstief helfen können. Die bewirken, dass wir uns einfach besser fühlen. Neben bewährten Stimmunsgboostern wie Sport, Kartoffelgratin, Dankbarkeit und Meer schlägt die Psychologin und Psychology Today-Autorin Alice Boyes folgende Varianten vor. 

5 einfache Wege, um dich besser zu fühlen

1. Sei extra geduldig mit einem Menschen, der überfordert ist.

Ob Kollegin, Freund oder Schwester, wenn Menschen in unserem Umfeld struggeln (und uns damit vielleicht auch noch in die Quere kommen), kann das unsere Geduld durchaus auf die Probe stellen, insbesondere wenn wir uns ohnehin angeschlagen fühlen. Reagieren wir dann impulsiv und gereizt, macht das die Situation jedoch selten besser. Begegnen wir der Person hingegen mit extra viel Geduld und Verständnis, fühlen wir uns dadurch in der Regel automatisch zufriedener, weil wir spüren, dass wir etwas Gutes tun. Außerdem wird dieses Verhalten eher dazu führen, dass sich die Lage (und unser überforderter Mitmensch) entspannt – und dass andere uns Geduld entgegenbringen, wenn wir überfordert sind.

2. Sei extra freundlich zu einer fremden Person.

Viel zu oft eilen wir nur so durch unser Leben und nutzen die Personen um uns herum lediglich wie Serviceposten für unsere Zwecke, ohne sie als das wahrzunehmen, was sie sind: Menschen, die fühlen, denken, durch ihr Leben eilen wie wir. Und die sich über ein bisschen Wärme, Aufmerksamkeit und Menschlichkeit wahrscheinlich sehr freuen würden. Ob ein Kompliment, ein Lächeln, ein ausdrückliches Dankeschön oder jemandem Platz machen, der uns entgegenkommt, Freundlichkeit ist ein Stimmungsbooster und wird von den meisten Menschen gespiegelt.

3. Überleg dir, was du kontrollieren oder ändern kannst.

Manchmal fühlen wir uns schlecht, weil wir jede Menge Mental Load mit uns herumschleppen, den wir nicht einfach so und sofort ablegen können. Während wir uns auf unseren Job konzentrieren sollen, haben wir im Hinterkopf, dass wir später unsere Mutter anrufen möchten, ein Geburtstagsgeschenk für unsere Freundin brauchen, noch nicht wissen, was wir zum Abendessen kochen und eine E-Mail an unsere Hausverwaltung schreiben müssen. All das lastet auf uns, während wir nichts davon abhaken können, weil wir mit etwas anderem beschäftigt sind. Entlasten kann uns, wenn wir uns überlegen, was wir an dieser Situation kontrollieren oder ändern können. In diesem Fall könnten wir beispielsweise die Punkte, die wir später zu erledigen haben, auf einen Zettel schreiben oder ausstehende Entscheidungen, zum Beispiel die Essensfrage, einfach treffen (Pizza bestellen – übrigens: hier findest du fünf Entscheidungsregeln, die dein Leben erheblich vereinfachen). 

In den meisten schwierigen Situationen, in denen wir uns ohnmächtig und überfordert fühlen, tut es uns sehr gut, danach zu suchen, was wir an dieser Lage kontrollieren oder ändern können, und das dann zu tun. Selbst wenn es nur sehr kleine Maßnahmen sind, die an der Gesamtsituation nicht viel bewegen – für unser Empfinden und unsere Einstellung können sie die Welt bedeuten.  

4. Streiche ein To Do oder Teile davon.

Meistens stecken wir in unseren Abläufen fest und sind so davon überzeugt, dass wir alles schaffen müssen, was wir uns vorgenommen haben, dass wir das Maß für Relationen und Prioritäten verlieren. Vor lauter Abarbeiten kommen wir gar nicht auf die Idee, dass wir einige To Dos von unserer Liste streichen könnten, ohne dass das irgendwelche nachhaltigen Konsequenzen hätte. Oder dass wir unsere Ansprüche locker um 50 Prozent herunterschrauben könnten und es trotzdem genügen würde. Kämen wir aber doch auf die Idee, würde uns das in vielen Momenten gut tun und unser Leben erheblich erleichtern.

5. Sag einem vertrauten Menschen, was du an eurer Beziehung besonders schätzt.

Unsere intimen Beziehungen sind die wohl größten Glücksbringer in unserem Leben. Nur an sie zu denken und uns zu überlegen, was wir an einer bestimmten Verbindung besonders schätzen, wird uns deshalb in vielen Situationen Kraft geben und zufriedener machen. Es wird uns außerdem dabei helfen, selbst zu erkennen, welche Menschen uns besonders wichtig sind und gut tun. Wenn wir es der Person dann auch noch sagen (oder schreiben), macht das unsere Gedanken nicht nur klarer für uns, sondern hat den zusätzlich stimmungsaufhellenden Effekt eines Kompliments, einer freundlichen Geste – eines Kontakts mit einem Menschen – und stärkt unsere Beziehung zu der:dem Betreffenden. 

Verwendete Quelle: psychologytoday.com

sus Brigitte

Mehr zum Thema