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Psychologie 7 alltägliche Emotionen – und was sie uns sagen wollen

Psychologie: Eine Frau liegt in einer Pusteblumenwiese und denkt nach
© tsarev igor / Shutterstock
Sie mögen uns manchmal unangenehm sein, doch all unsere Gefühle erfüllen eine Funktion. Was dir diese sieben grundlegenden Emotionen in der Regel mitteilen wollen, erfährst du hier.

Manchmal kommt es uns vielleicht so vor, als stünden sie uns im Weg, doch in Wahrheit wollen uns unsere Emotionen helfen und durchs Leben navigieren. Jedes Gefühl hat seinen Sinn und enthält eine Botschaft, die es wert ist, gehört zu werden. Welche Botschaften hinter den folgenden sieben Emotionen – oftmals – stecken, liest du hier. (Weitere Hintergründe und Hilfestellungen zu dem Thema, findest du in unserem Artikel Gefühle verstehen. Der Emotion Angst gehen wir zudem in unserem Beitrag "Ängste überwinden" gesondert nach.)

7 Gefühle und was sie uns sagen wollen

1. Stress

Wenn wir uns gestresst oder überfordert fühlen, kann ein Grund dafür sein, dass wir zu viel gleichzeitig auf dem Zettel bzw. im Hinterkopf haben. Ja, Multitasking ist ein häufiger Auslöser von Stress. In so einer Situation der Überforderung möchte unser Stressgefühl uns meist den lieb gemeinten Ratschlag geben: Konzentrier dich auf das, was du gerade tust und was in diesem Moment wichtig ist, und mach einen Schritt nach dem anderen. Befolgen wir diesen Ratschlag, wird in der Regel nicht nur unsere Gefühlslage besser, sondern auch unsere Produktivität.

2. Freude

Freude empfinden wir in schönen Momenten und in Situationen, die uns erfüllen. Einigen Menschen mag das banal erscheinen, doch die Emotion Freude ist eine wichtige Orientierungshilfe in unserem Leben. Die Botschaft, die unsere Freude und unser Glücksgefühl uns senden, ist in der Regel relativ klar: Das tut dir gut – wenn möglich, gerne mehr davon.

3. Scham

Wir schämen uns meistens, wenn das Bild, das wir abgeben oder abgegeben haben, nicht mit dem übereinstimmt, was wir gerne darstellen möchten. Oft empfinden wir Scham, wenn unsere Fehler und Schwächen durchschimmern, wenn wir Seiten von uns zeigen, die wir nicht zeigen wollten. Ist das Gefühl einmal aufgekommen, spricht es letztlich eine klare Aufforderung an uns aus: Verzeih dir, sei nachsichtig mit dir. Fehler und Schwächen sind menschlich und verbinden uns. Sie machen sympathisch und authentisch. Und jede deiner Seiten ist ein Teil von dir – jene, für die du dich schämst, kannst du lieber versuchen, akzeptieren zu lernen, anstatt sie zu verstecken.

4. Wut

Wut und Frust kommen meistens auf, wenn etwas nicht so läuft, wie wir es uns wünschen, oder wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen. Die Empfehlung, die uns diese Emotionen geben, ist meist entweder: Steh für dich ein! Oder: Atme tief durch und akzeptiere, dass die Dinge sind, wie sie sind. Je nachdem, ob wir am Auslöser unseres Frusts etwas ändern können oder nicht.

5. Leere

Ein Gefühl von Leere kann im Alltag entstehen, wenn wir stets denselben Routinen folgen und wie mechanisch unsere täglichen To Dos abarbeiten. Was uns diese Emotion zuruft, ist meist: Brich aus und tu etwas, das dich anregt und inspiriert. Ein Buch lesen, ein kreatives Projekt anfangen (malen, basteln, gärtnern ...), laufen oder sonstiger Sport. Irgendetwas, das uns fordert, das wir aber bewusst für uns tun.

6. Traurigkeit

Traurig sind wir meist, wenn unsere Werte verletzt wurden, wenn uns z. B. etwas Wichtiges genommen wurde oder ein Bedürfnis bzw. Wunsch nicht erfüllt werden kann. Um auf Traurigkeit konstruktiv zu reagieren, ist es stets entscheidend, den genauen Grund für das Gefühl zu kennen. Doch was niemals verkehrt ist und als universelle Botschaft dieser Emotion verstanden werden kann: Lass es raus, weine, geh jetzt ganz besonders behutsam und freundschaftlich mit dir um

7. Einsamkeit

Einsamkeit können wir sowohl empfinden, wenn wir allein sind, als auch unter Menschen. Tritt das Gefühl auf, ist das in der Regel ein Anzeichen dafür, dass uns die Verbundenheit zu anderen fehlt, wir uns unverstanden oder ungeliebt fühlen. Was uns Einsamkeit nahelegt, ist: Such die Nähe eines Menschen oder nimm Kontakt zu jemandem auf, dem du etwas bedeutest und der dir etwas bedeutet.

Achtung: Anhaltende, eintönige, überwältigende oder unkontrollierbare Emotionen können Warnsignale für psychische Störungen wie Depressionen oder Borderline sein. In diesem Fall ist es wichtig, professionelle Hilfe zu suchen. 

Verwendete Quellen: Marian Rojas Estapé "Wie du bewirkst, dass dir Gutes geschieht" (YES), lovethislook.de

sus Brigitte

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