Red-Sneaker-Effekt: Diese Eigenschaft haben erfolgreiche Menschen gemeinsam

Vergesst Disziplin, Fleiß und Ehrgeiz! Laut Wissenschaftlern der Harvard University ist eine ganz andere Eigenschaft ausschlaggebend, um wirklich erfolgreich zu sein ... 

"Ohne Fleiß keinen Preis" – dieser Gedanke sitzt bei den meisten von uns tiiiief in unserem Kopf. Glück und Erfolg muss man sich verdienen, indem man sich anstrengt, hart und diszipliniert arbeitet und natürlich immer schön flexibel und bescheiden ist – glauben wir. Doch so "einfach" ist das offenbar nicht ...

Red-Sneaker-Effekt: Unangepasstheit fördert Respekt

Laut Psycholog*innen der Harvard University korreliere eine gewisse Unangepasstheit etwa beim Kleidungsstil mit Karriereerfolg und Respekt – und diesen Zusammenhang nennen sie den Red-Sneaker-Effekt. "Gerade Menschen mit sehr hohem Ansehen kleiden sich oft auffällig leger zu Geschäftsterminen", heißt es in dem Paper zur Studie. "Viele CEOs erfolgreicher Unternehmen wie zum Beispiel Bill Gates oder Mark Zuckerberg sind dafür bekannt, ohne Krawatte oder sogar in Sweatshirt Interviews zu geben oder zu formellen Anlässen wie dem Weltwirtschaftsforum zu erscheinen", so die Autor*innen. 

Allerdings betreffe dieser Red-Sneaker-Effekt nicht nur Giganten wie Gates und Zuckerberg, sondern auch Menschen mit durchschnittlichen Jobs und Karrieren, wie diverse Feldforschungsstudien der Wissenschaftler*innen zeigten. Sich abzuheben und den allgemeinen Standards bewusst zu widersetzen, werde generell mit Selbstvertrauen und Macht assoziiert, so die Annahme der Forscher*innen. Nach dem Motto: Wer es nicht nötig hat, eine Krawatte zu tragen, muss es einfach draufhaben.

Entscheidend sei jedoch, dass das Sweatshirt, die lilaweißen Ringelsocken oder eben die roten Sneaker bewusst als Abweichung gewählt wurden – denn versehentlich aufzufallen führt zu unsicherem Auftreten und schadet in der Regel dem Ruf und Ansehen. 

Red-Sneaker-Effekt hoch zwei

Verstärkt wird der Red-Sneaker-Effekt laut einer Kölner Studie sogar noch, wenn mit dem getragenen Abweichler-Kleidungsstück ein Aberglaube verbunden ist – wer also zum Beispiel bunte Glückssocken besitzt, hat eine groooße Karriere vor sich! Denn obwohl wir uns (vielleicht!) nur einreden, dass uns unsere Socken Glück bringen oder unser Lieblingshoodie besonders kreativ macht, können die bloße Vorstellung und der Glaube daran unser Selbstvertrauen stärken – und damit auch unsere Leistung und unser Auftreten verbessern. 

Sympathische Frau

Fazit: Selbstbewusstsein ist wichtiger als Disziplin

Egal ob unsere roten Turnschuhe beim Vorstellungsgespräch oder während einer Präsentation nun ein Akt der Rebellion oder des Aberglaubens sind, der Red-Sneaker-Effekt zeigt auf jeden Fall zeigt: Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie die eigene Urteilskraft sind mindestens genauso wichtig, um erfolgreich zu sein und unseren Weg zu gehen wie Disziplin oder Fleiß. Denn nur wenn wir selber an uns und unsere Ideen glauben, können wir auch andere davon überzeugen – so einfach, so schwer. 

sus
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