Psychologen verraten: 7 scheinbar "normale" Dinge, die eigentlich Warnsignale sind

Alles paletti bei dir und deinen Liebsten? Dann kommen dir diese Verhaltensweisen sicherlich gar nicht bekannt vor ...

Als Menschen gewöhnen wir uns praktisch an alles. Haben wir uns wiederum an etwas gewöhnt, halten wir es für total "normal" und es fällt uns nicht weiter auf. Sind wir z. B. eine Weile gesund und munter, vergessen wir mit der Zeit, was für ein Glück das eigentlich ist. Sind wir allergisch gegen Nüsse, nehmen wir nach ein paar Wochen gar nicht mehr wahr, dass wir beim Einkaufen stets als erstes die Zutatenliste checken und im Restaurant bei der Bestellung die Servicekraft informieren. In ähnlicher Weise können sich dummerweise auch ungesunde Verhaltensweisen und Gewohnheiten in unser Leben einschleichen, die uns vielleicht am Anfang, doch nach einer Weile gar nicht mehr auffallen. Spooky, oder?!

Aber zum Glück leben wir ja im 21. Jahrhundert und es gibt "Reddit", wo sich auch Therapeuten und Psychologen ihre Last mal von der Seele schreiben – und uns dabei wissen lassen, welche Verhaltensweisen viele Menschen für nicht weiter bedenklich halten, obwohl sie es aus psychologischer Sicht durchaus sind ...

Psychologen verraten: 7 Warnsignale, die viele für "normal" halten

1. Alle für einen

"Wenn sich in einer Familie alle dafür verantwortlich fühlen, ein bestimmtes Familienmitglied bei Laune zu halten oder aufzubauen, ist das nicht gesund. Jeder ist selbst für seine Gefühle verantwortlich. Es ist niemandes Aufgabe, andere glücklich zu machen."

Anzeichen, dass du dich selbst nicht liebst: Eine junge Frau versteckt sich unter ihrem Pulli

2. Problemvermeidung

"Ungesunde Problembewältigungsstrategien. Zum Beispiel, häufiges Trinken, um zu entspannen, oder starkes Rauchen. Auch so etwas wie Promiskuität kann ein Warnsignal sein und darauf hindeuten, dass sich jemand ablenkt, um sich nicht mit etwas beschäftigen zu müssen, das ihn stresst."

3. Schlägereien unter Kindern

"Wenn Kinder weglaufen oder sich oft prügeln, wird das oft als 'normal' abgetan – doch das ist es nicht!"

4. Schweigen

"Wenn sich jemand zurückzieht und nicht mehr mit anderen kommuniziert, stimmt normalerweise etwas nicht (nicht immer, manche sind nun mal ruhiger als andere). Wenn eine Person wenig spricht und selbst in der Gegenwart der engsten Vertrauten sehr ruhig ist, sollte sie am besten mit einem Experten reden, um auf Nummer sicher zu gehen. Ich hatte schon mit Leuten zu tun, die buchstäblich verstummt sind, weil sie misshandelt wurden, und das Schweigen war immer eines der eindeutigsten Symptome. Ebenso kenne ich Menschen, die in einem einwandfreien Umfeld leben, aber sich aufgrund von extremen Ängsten einfach nicht mitteilen können."

5. Stimmungsschwankungen

"Wenn die Stimmung eines Menschen oft oder regelmäßig von einem Extrem ins andere wechselt, ist das zumindest bedenklich. Manchmal werden solche Leute einfach unter exzentrisch oder ihre Launen unter hormonbedingt verbucht, doch tatsächlich können Stimmungsschwankungen auf viele verschiedene Probleme hindeuten, von einer bipolaren Störung bis hin zu einer posttraumatischen Belastungsstörung."

6. Selbstsabotage

"Selbstzerstörerisches Verhalten kann das Leben sehr schnell sehr schwer machen. Wer etwas erlebt hat, das ihn stark belastet hat, und feststellt, dass er sich oft unvernünftig verhält und unlogisch handelt, sollte sich Rat beim Experten suchen. Man muss keine konkrete Störung oder Diagnose haben, um um Hilfe zu bitten."

7. Aufschieberitis (Prokrastination)

"Handlungsunfähigkeit, also die Unfähigkeit, etwas zu tun, das zu tun ist, gehört zu den Hauptsymptomen einer Aufmerksamkeitsstörung. Wenn noch weitere Symptome auftreten (Impulsivität, Ungeduld, Stimmungsschwankungen), sollte man einen Arzt hinzuziehen."

sus
Themen in diesem Artikel