Kurz vor ihrem Tod: Sterbende erzählen, was sie in ihrem Leben am meisten geliebt haben

20 unheilbar kranke Männer und Frauen erzählen für das Foto-Projekt "Right, before I die" von Andrew George, was sie in ihrem Leben am meisten geliebt haben – und welche Entscheidungen sie bereuen.

Woran werden wir denken, wenn eines Tages unser Leben zu Ende geht? Für welche Begegnungen werden wir dankbar sein? Welche Entscheidungen werden wir bereuen?

Der kalifornische Fotograf Andrew George hat zu diesen Fragen über zwei Jahre hinweg mit 20 unheilbar kranken Männern und Frauen in einem Hospiz gesprochen. In sehr persönlichen Gesprächen und Briefen erzählten sie ihm aus ihrem Leben. Entstanden ist daraus die Fotoserie "Right, before I die", berührende Porträts, die uns daran erinnern, was im Leben wirklich wichtig ist – und daran, dass wir nicht endlos Zeit auf dieser Erde haben. Hier übersetzen wir für euch einige Auszüge aus diesen Gesprächen.

Andrew selbst sagt zu seinen Bildern: "Diese Porträts vermitteln meine Bewunderung für 20 Männer und Frauen, die dem bevorstehenden Tod ins Auge sehen und dies mit Akzeptanz und Frieden tun. Diese Zeugnisse von einzigartiger Stärke im Umgang mit dem Tod - und dem Sinn des Leben mit solch brutaler Ehrlichkeit - sind etwas, von dem ich glaube, dass wir uns alle inspirieren lassen und es hoffentlich nutzen können, um unser eigenes Leben zu bereichern. Die meisten dieser wunderbaren Menschen sind vergangen, aber ich hoffe, Sie werden sich jetzt mit mir an sie erinnern und ihre Perspektive und Weisheit schätzen."

Ausstellung in Deutschland 

Im Herbst 2019 werden die Bilder der Serie "Right, before I die" in einer Ausstellung in Deutschland zu sehen sein. Vom 27. Oktober bis zum 30. November 2019 werden sie in der Marktkirche in Lage gezeigt. Außerdem gibt es ein Buch mit den Bildern der Serie, in dem alle Gespräche und Briefe nachzulesen sind.

Besucher der Ausstellung können auf der Internetseite von Andrew George Kommentare hinterlassen. Viele Menschen zeigen sich dort sehr berührt von der Bilderserie. Ein Besucher schreibt: "Ich hatte das Gefühl, dass Ihre Ausstellung nicht nur den Tod darstellt, sondern das Leben in seiner Gesamtheit, in einer ruhigen Art und Weise, ohne Tränen zu erzwingen. Vielen Dank, dass Sie mir die Zeit gegeben haben, auf meine Tage zurückzublicken und Weisheit, um weiter zu leben." 

Mehr über den Fotografen Andrew George erfährst du auf seiner Internetseite invisiblegraffiti.com und auf seinem Instagram-instagram.com/invisiblegraffiti.

Möchtest du dich mit anderen zum Thema Persönlichkeit und Lebensgestaltung austauschen? Dann schau doch mal in unserer BRIGITTE-Community vorbei!

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel