Schlechtes Gewissen: So gehst du damit um

Wir sind betroffen, wenn etwas nicht zu unserer Zufriedenheit läuft. Die Folge: Ein schlechtes Gewissen! Wir zeigen dir, wie du damit umgehen kannst.

Schlechtes Gewissen: Woher kommt es?

Das schlechte Gewissen: Ein ständiger Begleiter! Wer kennt das nicht? Eben ein Stück Schokolade genascht und schon kommen die Selbstvorwürfe. Doch wie entsteht ein schlechtes Gewissen eigentlich genau?

Wir alle vertreten gewisse Werte und Glaubenssätze. Nach diesen versuchen wir zu leben, was jedoch nicht immer gelingt. Zwischen Fühlen und Tun liegt oft ein Unterschied. Zuerst einmal müssen wir verstehen, dass es kein "richtig oder falsch“ gibt. Du selbst legst fest, was für dich akzeptabel ist. Zudem hat dein persönliches und berufliches Umfeld gewisse Erwartungen an dich, die du erfüllen oder missachten kannst. Mit unterschiedlichen Folgen.

Das schlechte Gewissen entsteht jedoch immer in dir und ist hausgemacht. Beispielsweise gibt es Menschen, die rauben Banken aus oder randalieren mit Gewalt, ohne sich dabei oder danach schlecht zu fühlen. Demgegenüber machst du dich schon fertig, wenn du nicht die Lieblingskekse deines Freundes für ihn gekauft hast.

Schlechtes Gewissen: Wie äußert sich das?

  • "So etwas darf mir nicht passieren!“
  • "Wie kann ich nur ... vergessen?“
  • "Ich müsste eigentlich viel mehr ... machen!“
  • "Ich kann das nicht!“
  • "Wieso habe ich mich nur so verhalten?“

Schlechtes Gewissen: Warum Selbstvertrauen wichtig ist!

Ein schlechtes Gewissen äußert sich oft in Schuldgefühlen, die dir ein schlechtes Gefühl vermitteln. Gerade Frauen suchen den Fehler oft bei sich selbst und machen sich schnell Selbstvorwürfe. Laut einer Umfrage fühlen sich 96 Prozent der Frauen mindestens einmal am Tag schuldig, 50 Prozent sogar mehrfach. Gehörst du dazu?

Schuldgefühle bedeuten meist, dass wir passiv in unserer Rolle verweilen und uns unnötig selber fertig machen. Fehlendes Zutrauen in die eigene Stärke führt zu Zögern, was den Effekt zusätzlich verschärft, da wir zu sehr im Kopf bleiben mit unserem schlechten Gewissen.

Schlechtes Gewissen: Was löst es aus?

  • Innerer Stress und Konflikt
  • Energie geht verloren
  • Beeinflusst unser Verhalten – hemmt uns, Dinge zu tun
  • Wir werden manipulierbar
  • Psychische Beschwerden/Depressionen

Schlechtes Gewissen: Immer etwas Schlechtes?

Sind Schuldgefühle immer schlecht? Definitiv nein! Ein schlechtes Gewissen schützt uns auch, damit wir uns nicht unüberlegt in schwierige Situationen bringen. Wir beurteilen unser Verhalten und bekommen ein Gefühl, ob wir es anpassen sollten oder ob wir damit zufrieden sind. So kann es uns motivieren, zum Sport zu gehen, uns gesünder zu ernähren oder mehr Gas im Job zu geben! Weiter unten erfährst du, wie du mit einem schlechten Gewissen produktiv umgehen kannst.

Schlechtes Gewissen: Mit diesen 4 Tipps wirst du Schuldgefühle los!

  • Visualisieren: Was ist das Schlimmste, was passieren könnte? Kannst du damit umgehen? Die meisten Probleme existieren nur in unserem Kopf, weil wir sie permanent mit neuen oder sich wiederholenden Gedanken füttern. Du bist dein strengster Richter. Werde gelassener und mache dir klar, dass du dir keine Sorgen machen musst. Alles wird gut!
  • Weniger entschuldigen: Du fragst dich: "Ist das nicht kontraproduktiv? Ich soll doch Verantwortung für mein Handeln übernehmen!“ Das stimmt, aber in der Regel entschuldigen sich gerade Frauen viel zu oft für Dinge, für die sie überhaupt nichts können. Empathie und Höflichkeit sind wichtig, aber übertreib es nicht und denk auch an dich. Wer sich ständig entschuldigt, vermittelt anderen und vor allem sich selbst den Eindruck, alles falsch zu machen und nicht gut genug zu sein. Selbst wenn es immer nur kleine Lappalien sind.
  • Dankbarkeit: Selbstvertrauen ist wichtig, aber es kommt nicht von alleine. Wie der Name schon sagt, geht es darum, dass du dir selber vertraust. Das schaffst du vor allem, indem du dir immer wieder kleine Ziele setzt und diese auch erreichst oder zumindest alles gibst. So baust du Selbstvertrauen auf! Du kannst positives Verhalten, auch in Form von Dankbarkeit, abends in ein Tagebuch schreiben. Wenn du dir jeden Abend vorm Einschlafen deine Stärken und das Tolle am Leben klar machst, wirst du seltener ein schlechtes Gewissen haben.
  • Richtiger Umgang: Das schlechte Gewissen kommt nicht von ungefähr. Hast du gegen deine Werte verstoßen? Schiebst du irgendetwas auf? Geh dem Auslöser auf den Grund und löse ihn so schnell es geht auf. Bring das Gespräch, vor dem du Angst hast, hinter dich. Fange an zu lernen, statt lange zu prokrastinieren. Schuldgefühle entstehen, wenn du bewusst dein Handeln gegen deine Überzeugung richtest. Und wenn du sowieso am Grund der Selbstvorwürfe nichts machen kannst, dann leg sie erst recht beiseite!

Du möchtest entspannter werden und weniger grübeln? Meditation kann dir dabei helfen. Die Vipassana Meditation oder die Osho-Meditation - suche dir einfach das passende Thema für dich heraus!

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