Welche Wunden hinterlassen Mütter, die ihre Töchter nicht genug lieben?

Es gibt Mütter, die haben nicht die Kraft, ihre Töchter liebevoll zu unterstützen. Die Kinder kämpfen dann häufig mit lebenslangen Schwächen.

Es gibt viele Gründe, warum Mütter ihre Töchter nicht so lieben können, wie es für sie gut wäre, um sie stark und selbstsicher für das Leben zu machen. Die Mütter sind distanziert, inkonsequent, extrem kritisch oder grausam. Die Geschichten dahinter sind sehr verschieden, die Folgen für die Kinder aber oft ähnlich.

Die Amerikanerin Peg Streep von Psychology Today ist Buchautorin und hat sich seit Langem mit dem Thema beschäftigt. Zusammen mit anderen Experten hat sie Merkmale herausgearbeitet, die solche Töchter häufig gemein haben.

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1. Kein starkes Selbstbewusstsein

Ungeliebten Töchtern ist oft nicht bewusst, dass sie liebenswert sind und dass sie Aufmerksamkeit verdient haben. In ihrer Kindheit mussten sie oft erleben, dass sie ignoriert wurden, wenn sie Bedürfnisse äußerten oder dass sie dafür kritisiert wurden.

Diese Eindrücke können später zu "inneren Kritikern" werden. Die Töchter vertrauen sich selbst nicht, beispielsweise bei Erfolg. Sie haben Angst, dass jemand "entdecken" könnte, dass sie doch nicht begabt seien.

2. Wenig Vertrauen

Ungeliebte Töchter misstrauen nicht nur sich selbst, es fällt ihnen auch schwer, Vertrauen in andere Menschen zu entwickeln. Interessiert sich jemand als Freund oder möglicher Partner für sie, sind sie skeptisch. "Will er von mir nur profitieren?" - "Möchte dieser Mann ausschließlich Sex mit mir?" Das sind typische Fragen, die sich diese Menschen selbst stellen. Das mangelnde Vertrauen resultiert letztendlich aus der Mutter-Beziehung, die nicht von Verlässlichkeit geprägt war.

3. Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen

In einer schwierigen Mutter-Beziehung erleben die Kinder oft, dass sie sich einerseits um die Liebe der Mutter stark bemühen, auf der anderen Seite ihrer Kritik oder ihrem Zorn ausweichen mussten. So wirken sie in ihren späteren Beziehungen entweder klammernd oder distanziert. Ihnen fällt es schwer, ein gesundes Nähe-Distanz-Verhältnis aufzubauen und sich bei Kritik nicht sofort zurückzuziehen. Andere können schwer Nein sagen.

4. Beziehungsunfähigkeit

Einige ungeliebte Töchter tendieren dazu, Beziehungen zu vermeiden. Selbst wenn sie Freunden gegenüber beschwören, dass sie auf der Suche seien und auch Dates haben. Unbewusst möchten sie sich nicht tief auf jemanden einlassen, weil sie befürchten, der andere könnte sie wieder verletzen. So wie ihre Mutter sie verletzt hat.

5. Das Wiederholen der Muster

Auch wenn das Verhalten der Mütter die Töchter verletzt hat - viele neigen dazu, in Beziehungen in alte Muster zu fallen. Sie suchen sich Männer, die die Verletzungen der Mütter wiederholen. Es ist die Komfortzone, die diese Frauen kennen - dafür nehmen sie in Kauf, dass es wieder schmerzt. Eine Therapie kann in diesem Fall helfen, die alten Schemata zu erkennen und zukünftig zu vermeiden, um eine liebevolle Beziehung zu finden, die alte Wunden heilen kann.

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