VG-Wort Pixel

Psychologie 7 Anzeichen, dass du zu selbstkritisch bist

Frau schaut auf See mit Bäumen: 7 Warnsignale, dass du zu selbstkritisch bist
© moeimyazanyato / Adobe Stock
Unser innerer Kritiker kann ganz schön laut werden. Diese sieben Zeichen sprechen dafür, dass du deinen mal etwas runterregeln solltest.

Sich selbst reflektieren zu können, ist eine wichtige Fähigkeit. Wir machen alle Fehler, und wenn wir diese zu erkennen wissen, können wir daraus lernen und daran wachsen. Viele von uns haben diese Haltung allerdings etwas zu sehr verinnerlicht. Denn oft gehen wir übermäßig hart mit uns selbst ins Gericht. Wir machen uns innerlich dafür klein, dass wir nicht perfekt sind.

Aber welches Maß an Selbstkritik ist angebracht und wann sind wir zu hart mit uns selbst? Es gibt einige Anzeichen, die dafür sprechen, dass dein innerer Kritiker mal wieder Überstunden schiebt.

Diese 7 Zeichen deuten darauf hin, dass du zu hart zu dir selbst bist

1. Du gehst kein Risiko ein

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Mit dieser Redewendung kannst du so gar nichts anfangen. Denn weil du deine eigenen Fehler immer durch das Vergrößerungsglas siehst, ist dir das Risiko, welche zu machen, in jedem Fall zu groß. Dich im Job für das große neue Projekt bewerben, dass dich wirklich weiterbringen könnte? Lieber nicht, du könntest ja versagen. Alleine die Reise antreten, die du schon lange machen möchtest? Besser nicht, es könnte ja etwas schief gehen.

Natürlich ist es gut und wichtig, Risiken vernünftig abzuwägen. Aber wenn die Angst vor Fehlern uns davon abhält, unsere Träume zu verwirklichen, dann sind wir eindeutig zu hart mit uns selbst.

2. Du bist sehr zurückhaltend mit deiner Meinung

Bloß nichts Falsches sagen! Aus Angst, etwas Dummes oder Langweiliges zu äußern, hältst du dich lieber ganz zurück. Und das auch bei Themen, mit denen du dich eigentlich gut auskennst. Ein weiteres untrügliches Zeichen dafür, dass du zu selbstkritisch bist. Denn die anderen gehen in der Regel nie so hart mit uns ins Gericht wie wir selbst. Einmal, weil sie meist genauso sehr mit sich selbst beschäftigt sind wie wir und dann, weil sie es schlicht und einfach nicht so schlimm finden, wie wir glauben, wenn andere einen Fehler machen.

3. Du gibst dir für alles die Schuld

Egal, was passiert, du suchst den Fehler immer zuerst bei dir selbst? Wie schon gesagt: Sich selbst und seine Fehler reflektieren zu können, ist gesund und wichtig. Aber sehr wahrscheinlich wirst du nicht immer an allem schuld sein. Ob beim Streit mit der Freundin oder dem vergeigten Gruppenprojekt im Job: Vermutlich wirst du zum Problem beigetragen haben – genau wie die anderen Personen. Aber wenn du immer sofort davon ausgehst, dass alles Schlechte auf dich zurückzuführen ist, dann solltest du das mal genauer hinterfragen.

4. Du nimmst alles sehr persönlich

Deine Freundin sagt ein Treffen ab oder antwortet dir nicht auf deine Nachricht? Du fühlst dich sofort angegriffen und gehst davon aus, dass sie wütend auf dich ist. Du fragst dich, was du wieder falsch gemacht hast. Kurzer Reality-Check: In den meisten Fällen haben weder die Absage eures Treffens noch die fehlende Antwort etwas mit dir zu tun. Vermutlich ist ihr einfach etwas dazwischengekommen und/oder sie hat einen stressigen Tag. Aber die Tatsache, dass du diese Dinge so persönlich nimmst, zeigt, wie unsicher und selbstkritisch du bist.

5. Du kannst dich nicht über Erfolge freuen

Egal, wie gut es für dich läuft – dich so richtig darüber zu freuen, fällt dir schwer. Zu groß ist die Angst, dass du doch noch einen Fehler machst oder jemand Kritik an deinem Erfolg äußert. Und außerdem kommen bei der kleinsten Freude über etwas, das dir gelungen ist, sofort die Gedanken daran, was schon mal nicht gut gelaufen ist. Wenn du immer nur deine Fehler siehst und deine Erfolge nicht feiern kannst, solltest du deinen inneren Kritiker mal genauer unter die Lupe nehmen.

6. Du bittest ungern um Hilfe

Jemanden nach Hilfe zu fragen, siehst du ganz klar als Zeichen von Schwäche. Das müsstest du schließlich auch alleine hinbekommen! Wenn du Angst davor hast zuzugeben, dass du etwas nicht kannst oder zumindest Unterstützung brauchst, liegt es vermutlich daran, dass du sehr hart zu dir selbst bist. Es ist nichts verkehrt daran, Hilfe zu brauchen. Niemand kann schließlich alles können. Das hat aber nichts mit deinem Wert als Person zu tun.

7. Du kannst nicht gut mit Kritik umgehen

Kritik gehört zum Leben dazu. In Beziehungen, im Job oder in ganz anderen Situationen – wenn wir etwas falsch machen, müssen wir auch in der Lage sein, das zu akzeptieren. Menschen, deren innerer Kritiker seeehr aktiv ist, können negatives Feedback oft nicht gut annehmen. Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als ob sie übermäßig selbstbewusst und überzeugt von sich wären. Aber in Wahrheit ist mangelnde Kritikfähigkeit oft ein Zeichen dafür, dass wir sehr hart mit uns selbst sind.

Verwendete Quelle: psychologytoday.com

Brigitte

Mehr zum Thema