10 Dinge, die nur Menschen kennen, die auf dem Dorf groß geworden sind

Das liebe Dorfleben hat vielerlei Vorteile und so einige Nachteile - das weiß man aber nur, wenn man es auch erlebt hat.

1. Was ist ein Spielplatz?

Ein Ort zwischen Häusern, auf dem Rutschen und Schaukeln stehen? Und ein Fußballfeld? Wozu braucht man das? Das Dorf ist schließlich ein einziger riesengroßer Spielplatz! Dort kann man kilometerweit rennen, ohne überhaupt einem anderen Menschen zu begegnen. Es gibt Bäume, Flüsse und jede Menge Möglichkeiten, sich von den Eltern unbemerkt dreckig zu machen. Denn nach der Schule wissen Mama und Papa eh nicht, wo man gerade steckt.

2. Ballett-Unterricht, Theatergruppe, Besuch in der Eishalle? - Gibt's nicht

Wer als Kind auf dem Dorf ein Hobby haben möchte, kann Fußball spielen. Oder Briefmarken sammeln. Aber alles andere ist nicht drin, weil es zu weit weg ist. Es sei denn, Mama und Papa fahren das ambitionierte Kind mit dem Auto in die nächste Stadt. Was sie wahrscheinlich nach spätestens zwei Wochen wieder aufgeben.

3. Nutella ist aus? Übermorgen holen wir neues...

Wenn man Glück hat, gibt's auf dem Dorf kleine Läden, die "Krümpelmann" oder "Brotkorb" heißen. Wenn diese Ruhetag haben oder für immer dichtgemacht wurden, muss man eben zwei Tage warten, bis Mama in den nächsten Ort fährt, um das Lieblingsessen nachzukaufen.

4. Mückenalarm

Wer im Sommer Licht anmacht und dabei das Fenster offen hat, hat nicht eine Mücke im Zimmer, sondern tausende. Deshalb stolpert man lieber durchs dunkle Zimmer und stößt sich an allen Kanten, als das Licht anzuschalten. Oder man hängt sich gleich einen Mückenschutz vors Fenster.

5. Der angesagte Club heißt "Scheune"

In Ermangelung einer Clubszene im Dorf feiert die Jugend Scheunenfeste zwischen Gabelstapler und Traktoren. Dort wird nicht so ein unpersönliches "House-Zeugs" aufgelegt. Nein, Cover-Bands wie "Sunrise" können noch richtige Lieder schmettern.

6. Beim Schützenfest ist die Schule geschlossen und die Eltern nehmen Urlaub

"Sunrise" wird auch gern für DAS Event des Jahres gebucht - das Schützenfest. Das ist der Pflichttermin für ALLE im Dorf. Eltern nehmen Urlaub (aber selbstverständlich nicht, um wegzufahren) und die Schule macht früher zu.

7. Es gibt nur eine Clique

Die Nerds, die Hipster, die Sport-Freaks oder die Denker? Auf dem Dorf gibt es keine Unterschiede, da ist man entweder in der allgemeinen Riesen-Clique oder man zieht schnellmöglichst weg.

8. Beim Schneesturm ist das Fernsehen tot

Wenn es draußen richtig stürmt und schneit, bleibt der Fernseher schwarz. Oder man traut sich raus und wischt den Schnee aus der Satellitenschüssel. Den Luxus, dass das Fernsehen aus dem Kabel in der Erde kommt, gibt's schließlich nicht überall.

9. Gott kommt immer mit

"Lass mal die Kirche im Dorf". Sehr richtig, denn zum Dorfleben gehört der feste Glauben. Deshalb ist man selbstverständlich in irgendeiner Art und Weise kirchlich engagiert: in der Leihbücherei, beim Kindergottesdienst, in der Christlichen Landjugend oder als Messdiener.

10. Der Bus fährt einmal am Tag

Mal schnell mit dem Bus die Freunde besuchen? Äh, nein. Der Linienbus fährt nur morgens durchs Dorf. Wer ganz viel Glück hat, kommt abends auch wieder zurück. Man schwingt sich deshalb aufs Fahrrad (Menschen unter 18 Jahre) oder steigt ins Auto (alle über 18 Jahre).

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