Mann schreibt an den Ex seiner Freundin - romantisch oder besitzergreifend?

Ein Mann schreibt einen Brief an den Ex-Freund seiner Partnerin. Im Netz wird das Bekenntnis heiß diskutiert.

"To the man who let her go, Thank you. Thank you for walking out of her life, for leaving her. Thank you for giving me...

Gepostet von Love What Matters am Mittwoch, 23. März 2016

Eigentlich eine große Geste: Auf dem US-Portal "Love What Matters" schreibt ein Mann einen leidenschaftlichen Dankesbrief an den Ex seiner Partnerin. "Danke, dass du sie so schlecht behandelt hast", so in etwa die Kernaussage. "Jetzt habe ich sie und gebe sie nie wieder her." Im Netz machte die Liebeserklärung schnell die Runde und begeisterte Tausende von Facebook-Nutzern mit dem kompromisslosen Bekenntnis, die Partnerin jederzeit zu unterstützen und ihr auf ewig zur Seite zu stehen.

Aber es wurden auch kritische Stimmen laut: Die Art und Weise, wie über die betroffene Frau gesprochen wird, macht sie für viele User zu einem Objekt, das eine Art Besitz ohne Mitspracherecht zu sein scheint. Und es ist auch nicht zu übersehen, dass es zwar viele Liebesbekundungen gibt, der Schwerpunkt aber ganz klar auf "Haha, du hast versagt, ich bin besser als du!" liegt.

Was denkt ihr? Hier der komplette Text:

Brief an den Ex der Freundin: Der komplette Text

"An den Mann, der sie verlassen hat,

Danke! Danke, dass du aus ihrem Leben verschwunden bist und sie verlassen hast. Danke, dass du mir die Gelegenheit geschenkt hast, sie zu lieben, Dinge zu tun, die sie glücklich machen und sie wirklich zu behalten. Danke, dass du ihr wehgetan hast. Durch den Schmerz hat sie etwas Wichtiges gelernt. Ich werde mein Bestes tun, sie nie zu verletzen, denn es tut mir weh, sie weinen zu sehen.

Ich werde all die Dinge tun, die du nicht hinbekommen hast. Ich werde für sie da sein, wenn sie sich einsam fühlt, sie immer als erste Priorität betrachten und ihr nie das Gefühl geben, sie wäre nur eine Option, bis etwas Besseres vorbeikommt.

Ich werde mir ihre Geschichten, Gefühlsausbrüche und Beschwerden anhören, egal wie absurd oder klischeehaft sie sein mögen. Ich werde ihr Zeit und Zärtlichkeit schenken, selbst wenn sie nicht darum bittet.

Ich werde mich um das Mädchen kümmern, das du nicht zu schätzen wusstest. Ich werde das Mädchen lieben, das für dich eine Selbstverständlichkeit war. Ich werde alles tun, um sie bei mir zu behalten. Ich werde sie für all das lieben, was sie ist und sie in allem unterstützen, was sie sein möchte.

Ich werde der Partner für sie sein, der du nicht sein konntest. Ich werde der Mann sein, der niemals deine Fehler machen wird. Ich werde sie nie loslassen."

Romantisch oder besitzergreifend?

Tja, was soll man davon halten? Einerseits ist es natürlich schön, wenn ein Mann sich vornimmt, seiner Partnerin zur Seite zu stehen und immer für sie da zu sein. Andererseits zeugen Formulierungen wie "Ich werde mir ihre Beschwerden anhören, egal wie absurd oder klischeehaft sie sind" nicht unbedingt von Respekt gegenüber der Frau. Und der Satz "Ich werde mich um das Mädchen kümmern, das du nicht zu schätzen wusstest", klingt, als handele es sich bei seiner Freundin um ein unmündiges Kind - oder ein Haustier.

Wie gut der Brief bei seiner Freundin ankam, ist nicht bekannt. Aber auf jeden Fall sorgt er weltweit für Diskussionsstoff. Und es würde uns nicht wundern, wenn die Debatte auch innerhalb dieser Beziehung weitergeführt wird!

heh
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