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Studie verrät Das ist die wichtigste Fähigkeit, um erfolgreich zu sein – laut Wissenschaft

Glückliche Frau im Job-Gespräch: Das ist die wichtigste Fähigkeit, um erfolgreich zu sein – laut Wissenschaft
© StudioByTheSea / Shutterstock
Was brauchen wir wirklich, um erfolgreich zu sein? Eine Studie legt nahe, dass es vor allem eine Eigenschaft ist, die uns voranbringt. Und die finden einige vielleicht überraschend.

Welche Charaktermerkmale sind entscheidend für Erfolg? Lange dachten wir da vor allem an Fähigkeiten wie Intelligenz, Ehrgeiz und Durchsetzungsvermögen – vor allem, wenn es um Führungskräfte geht. Aber eine Studie hat nun herausgefunden, dass es tatsächlich eine andere Eigenschaft ist, die uns auf dem Weg zum Erfolg am besten unterstützt: Empathie.

Empathie sorgt für ein besseres Arbeitsklima – und erhöht so die Erfolgschancen

Für eine Untersuchung hat die US-Organisation Catalyst rund 900 Angestellte in den Vereinigten Staaten dazu befragt, welche Fähigkeiten ihnen im Arbeitsumfeld und vor allem bei Chefinnen und Chefs am meisten helfen. Das Ergebnis: Empathie landete ganz oben.

Dieses Resultat hängt offenbar stark mit der Corona-Pandemie zusammen, denn aktuell leiden immer mehr Menschen unter der psychischen Belastung durch Faktoren wie Homeoffice, Schul- und Kindergartenschließungen, wirtschaftliche Ängste und Nöte. Deshalb bekommt die Fähigkeit, mit Mitarbeitenden mitfühlen zu können, eine ganz neue Bedeutung – und kann so auch maßgeblich zum eigenen Erfolg beitragen.

In der Studie fanden die Forschenden heraus, dass Empathie unter anderem zu mehr Innovation, Engagement und zu einer besseren Work-Life-Balance führt. Klar: Wer sich besser in seine Mitarbeitenden hineinversetzen kann, sorgt für eine bessere Stimmung im Team und hat eher Verständnis für die Belastungen, die schwierige Situationen mit sich bringen. Und basierend darauf Lösungen zu finden, bringt schließlich alle voran.

Was genau ist Empathie – und kann ich das lernen?

Empathische Menschen können sich besonders gut in andere hineinfühlen und deren Gedanken, Perspektiven und Gefühle nachvollziehen. Studien legen nahe, dass das Einfühlungsvermögen eine angeborene Eigenschaft ist – allerdings nur zu etwa zehn Prozent. Wir können also durchaus daran arbeiten, empathischer zu sein.

Die Psychologie unterscheidet vor allem zwischen kognitiver und emotionaler Empathie. Bei der kognitiven Empathie geht es darum, die Gedanken und Gefühle einer anderen Person erfassen und nachvollziehen zu können. Emotional empathische Menschen fühlen die Emotionen ihres Gegenübers mit – oft sogar so stark, als wären es die eigenen.

Im beruflichen Umfeld ist besonders die kognitive Empathie wichtig und hilfreich. Denn wenn wir verstehen können, warum die Kollegin gerade sehr stark auf das eigentlich kleine Problem im Projekt reagiert, können wir die Situation vielleicht entschärfen – und sorgen so nicht für einen menschlicheren Umgang miteinander, sondern tragen auch zum Erfolg des Projekts und letztlich zu unserem eigenen bei.

Verwendete Quellen: catalyst.org, wissenschaft.de, aok.de

mbl Brigitte

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