Wenn es dich bei diesem Bild gruselt, bist du klar im Vorteil!

Du findest Ansammlungen von Löchern eklig oder gruselig? Glückwunsch! Dann hast du eine Phobie, die Sinn macht!

Rund 18 Prozent der Frauen und 11 Prozent der Männer schüttelt es, wenn sie eine Ansammlung von Löchern betrachten. Solche Anhäufungen kommen in der Natur öfter vor – etwa in Honigwaben, Schwämmen oder bei der Lotossamenkapsel wie auf dem Foto oben.

Was soll denn an Löchern gruselig sein?

Forscher der "University of Essex" haben die erste Studie zum Thema “Trypophobie” (Angst vor Löchern) durchgeführt und betroffene Menschen zu ihren Gefühlen befragt.

Ein Proband beschrieb seine Reaktion so: "Ich kann den Anblick kleiner, unregelmäßiger oder asymmetrisch platzierter Löcher nicht ertragen, es kommt mir hoch, ich muss ein bisschen weinen und es schüttelt mich zutiefst.“

Der Sinn des starken Ekels könnte Selbstschutz sein, haben die Forscher Geoff Cole und Arnold Wilkins festgestellt.

Ekel als evolutionärer Vorteil

Um den Effekt zu untersuchen, verglichen die Wissenschaftler Fotos von Trypophobie-Websites mit Bildern von löcherigen Gegenständen, die diese Phobie nicht auslösen.

Die Fotos einiger hochgiftiger Tiere, die sie ihren Probanden vorlegten, brachten die Wissenschaftler auf die Fährte: Kegelschnecken, Pfeilgiftfrösche und Kugelfische ließen einige der Testpersonen erschaudern. Die Tiere haben Muster und Punkte, die an Löcher erinnern und bei den entsprechenden Phobikern eine Angstreaktion auslösen.

"Es mag einen alten Teil unseres Gehirns geben, der uns sagt, dass wir ein giftiges Tier betrachten", so Dr. Cole. „Der Ekel ist ein evolutionärer Vorteil, auch wenn uns das nicht bewusst ist, denn er sorgt dafür, dass Leute mit Trypophobie so weit wie möglich von dem löchrigen Ding wegrennen.“ Im Angesicht eines Pfeilgiftfroschs gar keine schlechte Idee.

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