Vater weint, weil er zum ersten Mal die Augenfarbe seiner Kinder sieht

Von Geburt an farbenblind, sieht dieser Vater mit einer Spezialbrille, wie bunt die Welt in Wahrheit ist - und wie seine Kinder wirklich aussehen.

Nein, farbenfroh war das Leben von Opie Hughes bis zu diesem Punkt wahrlich nicht: Seit seiner Geburt konnten seine Augen Rot- und Grüntöne nicht korrekt aufnehmen, wodurch er seine Umwelt vor allem Grau-in-Grau wahrnahm. Der Vater aus Pennsylvania hatte sich damit gut arrangiert - es gibt weitaus Schlimmeres, als eine Vielzahl von Farben nicht sehen zu können.

Als ihn seine Schwester Katherine eines Tages auf eine sogenannte "EnChroma"-Brille hinwies, mit der er das fehlende Farbspektrum doch noch sehen könnte, winkte er daher ab - die 350 Dollar für die Brille waren ihm zu teuer. Und überhaupt, wie toll konnte das schon sein, ein paar mehr Farben zu sehen?

Katherine ließ nicht locker - sie sammelte heimlich Geld für die Brille, und überraschte ihren kleinen Bruder mit einem Geschenk, das ihm buchstäblich die Augen öffnen würde.

...und plötzlich kommt Farbe ins Leben

Wie anders seine Welt aussehen wird, ahnt Opie natürlich nicht, als er überrascht wird. Entsprechend cool gibt er sich auch zu Beginn des Videos. Freundlich, aber nicht gerade überwältigt, packt er sein Geschenk aus, als wäre es eine normale Sonnenbrille. Er albert mit seinen Kindern herum und setzt die Spezialbrille dann doch noch auf.

Was nun passiert, geht unter die Haut: Wie angewurzelt bleibt Opie stehen. Keine lässigen Scherze mehr - andächtig lässt er den Blick schweifen und kriegt kein Wort mehr heraus.

Tränen der Überwältigung

"Sieht es anders aus?" fragt ihn seine Schwester. Opie kann nicht antworten, er hält nur seinen Finger in die Luft, während er um seine Fassung ringt. "Er weint" flüstert eine neben Katherine stehende Freundin.

Und tatsächlich: Dicke Tränen laufen über das Gesicht des Vaters, der die Welt zum ersten mal mit völlig neuen Augen sieht. Sein Blick fällt auf seine Kinder, die nichtsahnend weiter mit ihm spielen. "Guck dir die Augen der Kinder an", hört man Katherine noch sagen. "Sie sind so schön." An diesem Punkt muss sich Opie schluchzend abwenden - zu überwältigend sind die Eindrücke, die auf ihn einprasseln.

Erst, als er seine Tochter fest an sich gedrückt hat, kann er wieder sprechen und mit seinen Kindern lachen. Opie atmet tief durch und muss sich erst einmal setzen. "Komm mal her", murmelt er seinem Sohn zu, drückt auch ihn und guckt ihm tief in die Augen.

Wohl niemand hatte damit gerechnet, dass es so ein gewaltiges Erlebnis für Opie werden würde. Wir wissen nicht, wann seine Schwester Geburtstag hat - aber dieses Geschenk wird er wohl kaum toppen können!

heh
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