Vierjähriger Junge hat Liebeskummer

Emily mag jetzt einen anderen Jungen - diese Nachricht löst bei einem Vierjährigen den ersten Liebeskummer aus.

Irgendwann haben alle Kinder ihren ersten Liebeskummer, aber wer hätte gedacht, dass der Herzschmerz schon Kleinkindern so zusetzt? Eigentlich wollte die Mutter aus dem Youtube-Video mit ihrem Sohn Milo nur ein bisschen über seine Freunde reden. Doch dann kam das Thema auf Emily, offenbar seine beste Freundin. Und die mag jetzt einen anderen Jungen, hat sogar mit ihm telefoniert. "Oh", sagt Milo dazu nur. Als die Mutter nachfragt, wie er sich fühle, sagt er: "Traurig." Und fängt dann laut an zu weinen. Jetzt möge ihn Emily nicht mehr, und das finde er gar nicht gut. Und außerdem rufe sie ihn gar nicht mehr an. Die Mutter versucht ihn zu beruhigen, natürlich möge Emily ihn noch und er habe doch auch viele andere Freundinnen, Sophie zum Beispiel. Außerdem könne er Emily doch selbst anrufen. Aber es hilft alles nichts. Milo ist am Boden zerstört. "Ich will, dass sie mich noch mehr besser mag." Und überhaupt wisse er gar nicht, wie er sie anrufen soll. Erst als die Mutter verspricht, dass sie gleich nachher gemeinsam bei Emily anrufen, lässt er sich beruhigen.

Die Sandkastenliebe gibt es wirklich

Tatsächlich ist Milos Reaktion gar nicht so ungewöhnlich. Schon Kleinkinder können laut Entwicklungspsychologen große Gefühle zu anderen Kindern entwickeln. Meist interessieren sie sich ab drei oder vier Jahren auch für das andere Geschlecht und spielen Situationen, die sie von den Erwachsenen kennen, nach - Heiraten, eine Familie haben, Küsschen geben. Haben sich zwei Kinder gefunden, hängen sie oft sehr aneinander, tuscheln und kapseln sich auch gern mal von der Gruppe ab. Sexualität spielt dabei noch keine Rolle, dennoch können die Gefühle stark sein und die Kleinen auch mal überwältigen - so wie bei Milo.

miro
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