Was wir von Menschen lernen können, die uns aufregen

Orrr! Manche Menschen gehen einem aber auch sowas von auf den Senkel! Dabei liegt es oft nicht an ihnen, sondern an uns. Denn sie weisen uns auf etwas hin, das wir gar nicht gerne sehen ...

Na, über wen regst du dich am ehesten auf ...?

  • den Mann, der in der U-Bahn laut telefoniert,
  • die Frau, die an der Supermarktkasse elendig lahmarschig ist,
  • oder den Pizzaboten, der bei Rot über die Fußgänger-Ampel radelt, obwohl ein Kind auf der anderen Straßenseite steht?

Oder bist du etwa immun gegen das latent nervige Verhalten von Fremden? Dann bringt es dich vielleicht eher mal auf die Palme, wenn deine Freundin ...

  • zu spät kommt,
  • ihr Leben nicht auf die Reihe kriegt
  • oder immer nur mit sich selbst beschäftigt ist?

Hand aufs Herz: Wir begegnen doch fast alle in unserem Alltag anderen Menschen, die uns aufregen, die einen öfter, die anderen weniger häufig. Doch das hat auch etwas Gutes: Denn diese Menschen können uns helfen zu wachsen. Sie alle verraten uns nämlich vor allem etwas über uns selbst.

Wer uns aufregt, hält uns den Spiegel vor

Die Autorin und Bloggerin Teal Swan prägte den Satz: 

Menschen, die negative Gefühle in uns auslösen, sind Boten – Boten für unsere eigenen Wunden. 

Wie ist das gemeint? Also. Der Mann in der U-Bahn, die Frau an der Kasse, der Pizzabote – keinen von ihnen können wir ändern. Und auch unserer Freundin können wir nicht helfen, ihr Leben auf die Reihe zu kriegen, wenn sie unseren Rat und Beistand einfach nicht annimmt.

Theoretisch wäre also unser Ärger, da wir nichts dagegen tun können, verschwendete Energie und Emotion. Außerdem würden wir, wenn wir selber mit uns im Reinen und vollkommen ausgeglichen wären, locker über die anderen hinwegsehen, denn: Was gehen die uns schon an? Deshalb geht unter anderem Swan davon aus, dass Menschen, die uns aufregen, uns einen Spiegel vorhalten, durch den wir mit etwas in uns selbst konfrontiert werden, das uns aufwühlt – und das wir sonst eher ignorieren.

Die Botschaften nerviger Menschen

So kann zum Beispiel der Schwätzer in der U-Bahn ein Hinweis darauf sein, dass wir zu wenig Zeit zu Ruhe und Besinnung haben. Denn warum sonst sollte es uns nerven, wenn ein paar Minuten am Tag jemand neben uns quatscht? Die Frau an der Kasse führt uns vielleicht mal wieder vor Augen, wie gestresst oder ungeduldig wir sind und wenn sich bei unserer Freundin immer alles nur um sie dreht, fühlen wir uns womöglich vernachlässigt und wünschen uns Aufmerksamkeit.

Doch selbst wenn das alles Quatsch ist und es bei unserem Genervt-Sein doch um die anderen geht: Es kann ja nicht schaden, uns das nächste Mal, wenn wir uns über jemanden aufregen, einfach mal zu fragen, warum genau wir uns eigentlich ärgern. Und vielleicht können wir, wenn wir das geklärt haben, sogar etwas daran ändern.

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sus

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