Fragwürdiger Fetisch: 22-Jährige verliebt sich nur in Serienkiller

Viele Frauen füllen sich stark von Serienkillern angezogen - doch was steckt hinter dem als "Hybristophilie" bekannten Syndrom?

Fragwürdiger Fetisch: 22-Jährige verliebt sich nur in Serienkiller
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Schon immer haben Mörder und Gewaltverbrecher eine starke Anziehungskraft auf bestimmte Frauen ausgeübt. Was für die meisten Menschen abstoßend und verstörend ist, wirkt auf sie faszinierend, mysteriös und verführerisch. "Hybristophile" werden diese Menschen in Fachkreisen genannt - und viele von Ihnen schreiben sogar regelrechte "Fanpost" an Mörder, die im Gefängnis sitzen.

Was ist erregend am mehrfachen Mord?

Wie zum Beispiel für die 22-jährige Mariya. Sie fühlt sich von Serienmördern sexuell angezogen: "Ich glaube, es hat damit angefangen, dass Jeffrey Dahmer, Ted Bundy und Richard Ramirez mich fasziniert haben, als ich 16 war. Aber erst später, nachdem ich mehr über ihre Fälle gelesen hatte, fühlte ich mich wirklich von ihnen angezogen", beschreibt Mariya ihre Vorliebe. Und auch sie pflegt eine besondere Beziehung zu Serienmördern: Sie schreibt ihnen Briefe und führt Brieffreundschaften mit einigen von ihnen. Diese bewahrt sie in einem Heft auf, komplett mit Fotos ihrer "großen Schwärme".

Auch echter Kontakt kommt vor

Die junge Frau gibt sogar zu, dass sie eine echte Liebesbeziehung mit einem Mörder führt, der derzeit hinter Gittern ist. Sie will seine Identität allerdings nicht preisgeben. Wenn man Mariya danach fragt, wie sie sich fühlen würde, wenn ein Mitglied ihrer Familie getötet oder vergewaltigt würde, sagt sie: "Ich weiß nicht… Direkt danach stünde ich wahrscheinlich völlig neben mir. Später, wenn der Mörder im Gefängnis wäre, würde ich ihm aber vielleicht schreiben und versuchen, seine Beweggründe zu verstehen."

Was steckt hinter dem Phänomen?

Für Fachleute steckt hinter dieser seltsamen Vorliebe oft eine traurige Vorgeschichte: Oft handelt es sich um Frauen, die selbst unter Gewalt und Missbrauch leiden mussten, und diese Erfahrung nun unbewusst umleiten. Entscheidend ist dabei nicht nur, dass die Mörder und Gewalttäter "düster" oder "bedrohlich" sind, sondern vor allem, dass sie im Gefängnis sitzen. Auf diese Weise werden sie zu der perfekten Projektionsfläche für die betroffenen Frauen: Sie verkörpern das Trauma, dass sie selbst erleiden mussten, können Ihnen aber nichts tun. Auf diese Weise versuchen viele Frauen unbewusst aus sicherer Distanz die Kontrolle über ihre Vergangenheit zu erlangen - und interpretieren diese erlösende Gefühl, endlich Macht zu haben, oft als sexuelle Erregung oder sogar Liebe.


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