Warum Männer Frauen lieben

Der Autor Christian Kähler hat eine Liebeserklärung in 111 Teilen an das schöne Geschlecht verfasst. .....

Weil Frauen die ersten Menschen sind, die wir im Leben kennen lernen

Die ersten menschlichen Wesen in einem frischgeborenen Männerleben sind Frauen. Und das allererste Ereignis, das sich direkt nach unserer Geburt auf ewig unvergesslich in unser aufnahmebereites Gehirn brennt, sieht so aus:

Wir liegen in einem weichen Bett splitterfasernackt auf dem warmen Bauch einer uns liebenden Frau. Toll. Aber das ist noch nicht alles: Rund um das Bett stehen sogar noch jede Menge weiterer Frauen, die uns offensichtlich auch sensationell süß finden, sich riesig freuen, dass wir auf der Welt sind und begierig darauf warten, uns endlich auch mal in den Arm nehmen zu dürfen. Und all diese Frauen streicheln uns zärtlich und zwitschern mit hellen Stimmen auf uns ein, kneifen uns neckisch in die Wange und klopfen uns ermunternd auf den Po, kommen ganz dicht an uns heran, schauen uns mit glänzenden Augen und gespitzten Lippen an und halten uns ihre Hände entgegen, die wir natürlich begeistert ergreifen und festhalten.

Und das ist einfach ein so dermaßen göttlicher Moment, dass man ihn in seinem nachfolgenden Leben am liebsten immer und immer wieder erleben will. Und dafür... dafür tun wir Männer einfach alles!

9 Dinge, die Frauen über 30 immer dabei haben sollten

Weil Frauen einfach mehr Ahnung von Chemie haben als Männer

Wie bitte? Frauen und Chemie? Die AlchemistInnen? - Ja. Genau! Und zwar in der Menschen-Chemie. In dem Unergründlichen, was zwischen Mann und Frau in einem brodelnden Nebel aus tausend verschiedensten Ingredienzen so wallt und wabert, zischt und knallt und manchmal eben auch stinkt.

Denn in den Naturwissenschaften, in der Technik, an ihrem heimischen Computer geben Männer sich zwar gern mit kompliziertesten, vielschichtigsten Mechanismen und Reaktionen ab. Von Menschen aber und ihren Beziehungen, die sie untereinander eingehen, erwarten sie Einfachheit.

Wieso eigentlich? Weil sie selbst eher einfach sind? Nein. Aber weil "einfach" einfach gemütlicher ist. Und bequemer.

Denn Männer, so scheint es mir manchmal, besonders, wenn ich mich selbst betrachte, wollen das Leben gern möglichst simpel haben. Klar und übersichtlich. Eindeutig und berechenbar. Folgerichtig und zuverlässig. Schwarz oder weiß (wie in ihren Klamotten). An oder aus (wie bei ihren Autos). Eins oder Null (wie bei ihren Computerprogrammen). Gut oder böse. Geil oder scheiße. Ja oder nein. Aber bitte kein "vielleicht"...

Das meiste zwischen Menschen aber, Frauen wissen das, weil sie selbst so sind, liegt in tausend Grautönen zwischen den Extremen. Und damit versteckt im dichten Nebel des "Sowohl als auch" und noch viel mehr: Eine sensible Powerfrau? Eine treue Schlampe? Und ein mütterlicher Vampir? Alles im Angebot. Ein knallharter Softie? Ein mimosenhafter Macho? Und eine total aufregende Trantüte? Alles ist in allem drin.

Es ist wie in der Astrologie: "Glaubst du etwa wirklich, man kann alle Menschen in 12 Schubladen einsortieren?" ist der Standard-Zweifelspruch, wenn die Rede darauf kommt. Nein. Aber dann kommt der Aszendent dazu, und schon sind es über 100 Möglichkeiten, und in welchem Zeichen stand noch mal Dein Mond?...

Und schon ist das Leben wieder so bunt wie ein Chemie-Baukasten. In dem man fröhlich das mit dem und dem vermischt und... Päng! Oder eben – nicht so schön – nicht Päng. Naja, dann war es eben keine Liebe. Na und? Nächster Versuch!

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